FC REBSTEIN: Polverino folgt auf Giger

Der 41-jährige Daniele Polverino wird neuer Trainer beim FC Rebstein. Er folgt auf Andy Giger, der auf Sommer hin seinen Rücktritt bekannt gegeben hat.

Remo Zollinger
Merken
Drucken
Teilen
Der 41-jährige Daniele Polverino trainiert ab dem Sommer den FC Rebstein. Er folgt dort auf Andy Giger. (Bild: Michael Zanghellini)

Der 41-jährige Daniele Polverino trainiert ab dem Sommer den FC Rebstein. Er folgt dort auf Andy Giger. (Bild: Michael Zanghellini)

Remo Zollinger

Ob nun als Spieler oder als Trainer: Daniele Polverino hat in Sachen Aufstieg viel Erfahrung. Der Liechtensteiner gehörte zur Vaduzer Mannschaft, als der heutige Super-League-Abstiegskandidat zum ersten Mal in die da­malige NLB aufstieg. Bei seiner ersten Station als Trainer, seinem Stammclub Schaan, gelang ihm ebenso ein Aufstieg wie bei der Vaduzer U23, die er in die 2. Liga regional führte.

In Rebstein hat er, zumindest vorerst, nicht die Aufgabe, auf­zusteigen. Der FCR ist aber in der Spitzengruppe der 3. Liga, der Aufstieg ist somit immer ein Thema. «Es ist natürlich mein Ziel, das Maximum herauszuholen», sagt Polverino. Man müsse aber realistisch bleiben. Ohnehin kenne er die Mannschaft noch kaum. Er möchte sich zuerst einmal ein Bild von ihr machen, bevor er ein Ziel formuliere. Wichtig seien ihm, vom sportlichen Erfolg unabhängig, aber zwei Sachen: Dass Rebstein als Einheit auftrete und die Tugenden vorlebe, die den Verein ausmachen. Diese hat er als Vaduz-Trainer auch schon kennengelernt.

Bevor Daniele Polverino Trainer wurde, machte er als Spieler Erfahrungen im Spitzenfussball. Er spielte kurz beim FC St. Gallen und lange beim FC Vaduz. Als Trainer will er nicht so hoch hinaus – ausser es ergibt sich, wie er sagt: «Es wäre schön, mal ein Team in der 1. Liga zu trainieren. Job und Familie müssten dies allerdings zulassen.»

Daniele Polverino freut sich darauf, in Rebstein auf Werner Zünd zu treffen, den er aus seiner Zeit beim FCSG noch kennt. Überzeugt vom FCR hat ihn aber ein anderer: Rebsteins Aktivobmann Markus Kobelt. Er suchte den Kontakt zum Liechtensteiner, der derzeit keine Mannschaft trainiert, sondern aus Spass in St. Margrethens dritter Mannschaft kickt.

«Wir sind glücklich, dass er bei uns unterschrieben hat. Er ist sehr authentisch, voller Feuer und ein echter Fachmann», sagt Markus Kobelt. Dem Verein sei wichtig gewesen, einen Trainer zu finden, der den aktuellen Kurs des Clubs mitträgt: Den Aufbau einer jungen, schlagkräftigen Mannschaft mit Spielern aus dem eigenen Nachwuchs. Und – wer weiss – vielleicht feiert der FCR auch bald mal wieder einen Aufstieg in die 2. Liga. Obwohl dies nie geplant werden kann, darf gesagt werden: Polverino weiss, wie’s geht.