FC Heiden in Teufen auf der Zielgeraden abgefangen

FUSSBALL. In einem ausgeglichenen Duell zwischen Appenzeller Mittelland und Vorderland gehörte beiden Teams je eine Halbzeit. In einem Spiel, das eigentlich keinen Verlierer verdient hätte, holte sich Teufen durch zwei Treffer in der Nachspielzeit den Sieg. Heiden ist nun auch rechnerisch abgestiegen.

Drucken
Teilen

FUSSBALL. In einem ausgeglichenen Duell zwischen Appenzeller Mittelland und Vorderland gehörte beiden Teams je eine Halbzeit. In einem Spiel, das eigentlich keinen Verlierer verdient hätte, holte sich Teufen durch zwei Treffer in der Nachspielzeit den Sieg. Heiden ist nun auch rechnerisch abgestiegen.

Vorteile zu wenig genutzt

Davon, dass Heiden das Hinspiel mit 0:7 verloren hatte, war nichts zu sehen. Die Gäste beherrschten die personell geschwächten Teufner über weite Strecken. Offensiv trat Heiden in der 12. Minute in Erscheinung, als Tobler einen Schuss Alders aus spitzem Winkel übers Tor lenken konnte. Machtlos war der Goalie aber drei Minuten später: Nach einem mustergültigen Angriff über die linke Seite fand Müllers Flankenball Lopes, der per Kopf zum 1:0 traf. Teufens Clavadetscher bot sich nach 35 Minuten eine Möglichkeit, der Mittelfeldspieler zögerte allerdings einen Augenblick zu lange. Auf der Gegenseite kam Kunz allein vor Tobler zum Abschluss, scheiterte allerdings am hervorragend reagierenden Torhüter. Tobler blieb im Fokus, denn nach rund 42 Minuten bewahrte er seine Farben erneut vor dem zweiten Gegentreffer. Einen Schlenzer von Alder parierte er mirakulös. Kurz vor dem Halbzeitpfiff ereignete sich eine für die Gäste einschneidende Szene: Im Zweikampf mit Grbic stürzte Abwehrchef Boller derart unglücklich, dass er mit einem ausgerenkten Finger ausgewechselt werden musste. Für ihn kam Ulmann ins Spiel, selbst erst seit kurzem von einem Kreuzbandriss genesen.

So wie die erste Halbzeit Heiden gehörte, agierten die Hausherren in der zweiten Hälfte. Der Druck wurde erhöht, ohne zu Beginn gefährlich zu werden. Heiden beschränkte sich auf Konter und wurde nach 55 Minuten beinahe belohnt: Eine Flanke von Kunz lenkte Boppart an die eigene Torumrandung – Tobler wäre machtlos gewesen.

Eine vermeidbare Niederlage

Es lief bereits die Schlussviertelstunde, als ein Häädler Fehler bestraft wurde: Nachdem der Ball bereits erobert schien, verlor man diesen wieder leichtfertig. Die Kugel landete vor den Füssen von Bär, der mit einem platzierten Schuss von links zum Ausgleich traf. Der Treffer gab Teufen Aufwind. Gleichzeitig stemmten sich die Gäste, die Bollers Ausfall zunehmend spürten, vehement gegen die Niederlage. Es lief bereits die 91. Minute, als Preisig aus rund 30 Metern zu viel Platz gewährt wurde. Volley traf die Kugel optimal und sorgte mit einem «Sonntagsschuss» für Teufner Jubel. Heiden warf noch einmal alles nach vorne und löste die eigene Defensive auf. Dies nutzte Grbic nach einem Entlastungsangriff in der 94. Minute zum 3:1.

Für Heiden besteht nun auch theoretisch keine Möglichkeit mehr, die Klasse zu halten. Ebenso klar ist, dass eine Niederlage wie diese mehr als vermeidbar gewesen wäre. Eklatante Abspielfehler in der Defensive sowie eine ungenügende Chancenverwertung kosteten dem Team von Reto Boller wie schon so oft in dieser Saison Punkte. (lua)