FC Heiden in der Lauerstellung

Der FC Heiden startet am Sonntag als Zweitplatzierter der 4. Liga, Gruppe 4, in die Rückrunde. Diese Position möchten die Vorderländer möglichst lange verteidigen. Vom Aufstieg sprechen sie allerdings nicht.

Mäx Hasler
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Trainer Elef Mistridis mit den Neuen (von links) Genc Dautaj, Gökhan Koru und Alban Kastrati. (Bild: mäx)

Trainer Elef Mistridis mit den Neuen (von links) Genc Dautaj, Gökhan Koru und Alban Kastrati. (Bild: mäx)

FUSSBALL. Die Spieler des FC Heiden sollten sich besser eine neue Sportart suchen, und sich in Skiclub Heiden umbenennen. Die Voraussetzungen für Wintersport sind im Vorderländer Kurort nämlich bedeutend besser als für Fussball. Während eines halben Jahres ist Winter, und in der übrigen Zeit gleicht der Fussballplatz eher einem geschützten Feuchtgebiet als einem «Tschuttplatz». Ein neuer Platz ist zwar schon seit vielen Jahren im Gespräch, lässt aber weiterhin auf sich warten.

Favoritenkreis

Dies ist mit ein Grund, warum Trainer Elef Mistridis seinem Verein nur geringe Aufstiegschancen einräumt. Die Trainingsbedingungen in Heiden sind laut Mistridis jenseits von Gut und Böse – darum gehört seine Truppe trotz des aussichtsreichen zweiten Platzes nicht zu den Topfavoriten für den Aufstieg. Er sieht seine Spieler hinter den Reserven von Altstätten und Goldach etwa als dritten Aufstiegsanwärter.

Auch für die am Sonntag beginnende Rückrunde weisen die Häädler wieder einen Trainingsrückstand auf. «Wir sind noch nie draussen gewesen. Wir konnten nur in der Halle trainieren und Kraft- und Konditionstraining machen», sagte Mistridis vor einer Woche. Deshalb rechnet er mit Anlaufschwierigkeiten: «Wir müssen uns zuerst wieder an den Rasen gewöhnen. Wir können daher erst nach etwa zwei, drei Spielen eine Standortbestimmung vornehmen, wo wir etwa stehen.»

Verona-Brüder fallen aus

Im zweiten Spiel könnte Heiden jedoch schon einen der Favoriten zurückbinden. Gegen Goldach II gab es in der Vorrunde nämlich einen 4:2-Sieg. Im ersten Match gegen Schlusslicht Fortuna II ist die Mistridis-Elf klarer Favorit – gegen die St. Galler trafen die Häädler Stürmer in der Vorrunde gleich achtmal. Mit halb so vielen Toren wäre Mistridis aber bereits zufrieden, denn mit Fabrizio Verona fehlt ihm noch längere Zeit sein Topskorer. Auch sein Bruder Michel Verona dürfte dem Verein noch einige Zeit nicht zur Verfügung stehen.

Mit Rorschach-Rückkehrer Genc Dautaj, Gökhan Koru und Alban Kastrati kann Mistridis aber auf drei Neue zählen. Zudem sind drei B-Junioren, von denen er grosse Stücke hält, auf dem Sprung ins Team. Diese stehen ihm aber nur zur Verfügung, wenn sie mit ihrem Juniorenteam kein Spiel haben. Bei der Prognose, aus den ersten beiden Spielen sechs Punkte zu holen, winkt Mistridis entschieden ab: «Ich wäre schon mit vier Punkten zufrieden, denn wir tun uns am Anfang immer schwer.» Hoffnung macht ihm, dass Heiden bisher in jedem Spiel mindestens ein Tor gemacht hat, dies soll in der Rückrunde so bleiben. Das Torverhältnis von 36:16 ist daher auch ein Hoffnungsschimmer für den Trainer.

Langlauf auf der Gerbe

Zum Glück für Heiden ist das erste Spiel gegen die Fortuna-Reserven auswärts – auf der Gerbe sah es letzte Woche noch eher aus wie auf einem Trainingsgelände eines Skiclubs.

So., 14.30 Uhr, Kreuzbleiche SG