FC HEIDEN: Ausstieg nicht verpassen

Die Liftmannschaft (seit 2004 mehrere Wechsel zwischen 3. und 4. Liga) droht, noch eine Etage tiefer zu fallen. Die Gerbe-Kicker sind überzeugt, dass das nicht passiert.

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In Heiden blickt man auf eine Vorrunde zum Vergessen zurück. Ein Mix aus Verletzungspech, fehlendem Wettkampfglück und mangelndem Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten führte zu einer Niederlagenserie, die mit dem 2:6 gegen Appenzell II ihren Tiefpunkt fand.

Dass man es besser könnte, bewiesen die beiden letzten ­Vorrundenspiele. Gegen die im vorderen Mittelfeld platzierten Zweitvertretungen aus Staad und Au-Berneck resultierten vier Punkte für die Häädler. Die rote Laterne blieb auf der Gerbe, doch der Glaube kehrte zurück.

Schmerzen dürfte die Vorderländer der Abgang von Kris Kunz. Der Topskorer der vergangen Saison schliesst sich ebenso wie sein Bruder Loris dem FC Speicher an.

Grössere Routine bietet mehr Möglichkeiten

Demgegenüber blieb man selbst nicht untätig. Mit Ndong Kehl (Rorschach), Daniele Marano (Comeback) und Dalibor Dakic (Heiden II) kommt Routine ins Kader. Dieses wird mit den Zugängen von Joachim Knöpfler (Herisau), Jonathan Palumbo und Michael Fehr (Heiden II) komplettiert. Hinzu kommt die Rückkehr von Captain Michael Müller, der die komplette Vorrunde verletzt ausfiel.

Mit aufgefülltem Kader, gut besuchten Trainings und spür­barer Motivation bieten sich ­Heidens Übungsleiter nebst der nötigen Stabilität auch neue Möglichkeiten. Laut Trainer René Pratter hat die Mannschaft in allen Belangen «einen Schritt vorwärts gemacht». Dies zeigen die Resultate in der Vorbereitung, aus denen der FC Heiden für die Rückrunde viel Positives mitnimmt. Die Weichen sind gestellt – den Weg einschlagen muss die Mannschaft jedoch selbst. Auf dem Weg zum Klassenerhalt werden die ersten Spiele entscheidend sein.

Punkte müssen schon zu Beginn her

Können die Vorderländer den Start positiv gestalten, sind die Chancen auf den anvisierten Mittelfeldplatz in der 4. Liga, Gruppe 4, intakt. Primäres Ziel muss ­jedoch sein, den Abstiegsrängen so schnell wie möglich zu ent­fliehen. Dann klappt es auch mit dem Ausstieg in der richtigen Etage.

Lukas Alder