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FC DIEPOLDSAU-SCHMITTER: Abgestürzt wie Ikarus, der Göttersohn mit den Flügeln

Die Rheininsler spielen in der aktuellen Verfassung in einer zu hohen Liga.
Gerhard Huber

Ikarus kam einst der Sonne so nahe, dass das Wachs schmolz, mit dem er die Federn befestigt hatte, und abstürzte.

Ähnlich erging es in der Vorrunde auch dem FC Diepoldsau, der mit einem Pünktchen aus elf Spielen vor dem sofortigen Wiederabstieg steht.

Diepoldsau ist gegenüber der letzten Saison, die mit dem Aufstieg endete, nicht mehr wiederzuerkennen. Der Sprung von der 3. in die 2. Liga ist gross und kam für das junge Team wohl zu früh. Vermutlich hätten im Sommer einige gestandene Spieler geholt werden müssen. Aber das Kader blieb bis auf die Zuzüge von Ahmet Cetinkaya und Martin Hofer unverändert.

Diepoldsau hatte ein schweres Startprogramm, die Derbys gegen Altstätten und Montlingen gingen sang- und klanglos verloren. Trotz weiterer Niederlagen gegen Weesen und Mels, schien sich das Team aber zu steigern und es feierte im Cup gegen Zweitligist Wängi einen Erfolg. Im fünften Spiel gegen Vaduz II gab es endlich den ersten Punkt – zwar eine zu geringe Ausbeute für ein überlegen geführtes Spiel.

Der Unvernunftsanfall des Vorstandes

Doch dann kam der Unvernunftsanfall des Vorstandes. Trainer Engelbert Hutter liess mit Dursun Karatay den teuersten Spieler auf der Bank schmoren, was zu Unruhe führte. Der Grund für diese Massnahme lag darin, dass Karatay an einem Spieltag vom Vorstand für einen privaten Termin hinter dem Rücken des Trainers frei bekam. Den schwelenden Konflikt nutzten einige unzufriedene Jungspieler, um gegen den Trainer zu opponieren. Dieser wurde vom Vorstand, der freilich keinen Plan B hatte, vorschnell freigestellt.

Seither setzte es für das Team von der Rheinauen nur noch Niederlagen. Der von mangelnder Information und fehlender Einbeziehung in die Entscheide des Vorstands frustrierte Sportchef Felix Wetter wird den Bettel wohl auch bald hinschmeissen.

Der Ligaerhalt wäre ein Wunder

Die Rheininsler haben nun kein Team mehr auf dem Feld, sondern Spieler, die ohne Bindung zueinander, ohne ersichtliches taktisches Konzept mutlos und niedergeschlagen dem Ball hinterhertraben. Das winterliche Trainingslager wurde über Betreiben der Spieler abgesagt. Ja klar, wenn man so gut spielt, muss man nicht trainieren.

Ob ein gestandener und erfahrener Trainer, der Erfolge nachweisen kann, auf die Rheinauen kommen wird? Im FCD-Kompetenzendschungel nicht zu erfahren. Sei es wie es sei, ein Verbleib in der 2. Liga wäre ein Wunder.

Gerhard Huber

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