FC AU-BERNECK 05: Wer soll die Tore schiessen?

Die Degern-Elf litt schon in der Vorrunde unter Ladehemmung. Nun fallen noch die zwei etatmässigen Stürmer aus.

Drucken

Rafael Godoi Pereira ist nach seiner selten dummen Tätlichkeit gegen Diepoldsau noch für drei Spiele gesperrt und Liridon Maliqi fällt wieder mal verletzt aus – Mittelfussbruch im Training, auch er verpasst die ersten vier oder fünf Spiele der Rückrunde.

Unter dem neuen Trainer Jürgen Maccani haben die Au-Bernecker zwar ihre traditionelle löchrige Abwehr stabilisiert, dafür erzielten sie in der ersten Saisonhälfte nur 18 Tore, sieben davon durch Godoi. Wer soll ohne ihn und Liridon Maliqi die Treffer beisteuern?

Ein Kandidat für diese Rolle ist sicher Mergim Osmani, der nach einem halben Jahr bei Montlingen auf die Degern zurückkehrt. Er hat auf dem Kolbenstein acht Tore erzielt – eine Treff- sicherheit, die Au-Bernecker Matchbesucher von ihm nicht gewohnt waren. Hoffnung verleiht auch die Rückkehr von Samir Luiz Sganzerla, der sich im ersten Meisterschaftsspiel für die Auer einen Kreuzbandriss zugezogen hatte.

Diese Verletzung erlitt in der Vorbereitung auch Ajdin Softic, der Nachwuchsmann wird die gesamte Rückrunde fehlen. Dafür kehrt der frühere Captain Davide Lamorte ins Team zurück, und der ursprüngliche nur für ein halbes Jahr verpflichtetet Direnc Borihan bleibt auch im Frühling auf der Degern.

Maccani hat verlängert, Gulan ist zurückgetreten

Darüberhinaus wird Jürgen Maccani Übungsleiter bleiben, er hat wie Co-Trainer Jorge Turienzo in der Winterpause den Vertrag bis Sommer 2019 verlängert. Damit signalisiert der Verein, dass er mit der Neuausrichtung der Mannschaft zufrieden ist – was auch nicht überrascht: Maccanis vordringliche Aufgabe, die ihm der Vorstand gegeben hat, war es, die Abwehr zu stabilisieren.

Nicht mehr zum Kader gehört Stif Gulan, der im Herbst vor allem die Rolle eines Edeljokers ausübte – er ist aus beruflichen Gründen zurückgetreten.

Sonst herrscht Kontinuität auf der Degern, wie schon lange nicht mehr in einer Saisonpause. Damit soll gewährleistet sein, dass der Start nicht mehr so harzig verläuft wie im Sommer. Nach drei Niederlagen zum Auftakt hat Au-Berneck in den kommenden acht Spielen sechsmal gewonnen. Wenn die Maccani-Elf daran anknüpft, ist sicher mehr möglich als der aktuelle vierte Rang. Allerdings hat das unmittelbar hinter Au liegende St. Margrethen im Winter aufgerüstet – und meldet ebenfalls Ambitionen auf einen Podestplatz an.

Die Form der Auer steht bereits im ersten Spiel auf dem Prüfstand – am Montag um 14 Uhr treten sie beim Leader Widnau an.

Yves Solenthaler

Aktuelle Nachrichten