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FC AU-BERNECK 05: Den Tiefpunkt überwunden

Nach einem miserablen Start in die Rückrunde konnte sich die Mannschaft von der Degern auffangen und schloss punktgleich mit Widnau als Vierter ab.
Yves Solenthaler
Rijad Abazi (am Ball), im Winter von St. Margrethen gekommen, zeigte nach Anlaufschwierigkeiten, wie wertvoll er für den FC Au-Berneck sein kann. Noch ist aber nicht klar, ob er auf der Degern bleibt. (Bild: Archiv/ys)

Rijad Abazi (am Ball), im Winter von St. Margrethen gekommen, zeigte nach Anlaufschwierigkeiten, wie wertvoll er für den FC Au-Berneck sein kann. Noch ist aber nicht klar, ob er auf der Degern bleibt. (Bild: Archiv/ys)

Yves Solenthaler

In der 18. Runde holte Au-Berneck nach einem 0:2-Pausenrückstand gegen Montlingen ein Unentschieden. Alle Auer Sympathisanten auf der Degern feierten dieses Ereignis wie einen Sieg – ausser Thomas Koller, der soeben vom Co- zum interimistischen Cheftrainer befördert worden ist.

Er haderte mit den «dummen Fehlern» in der ersten Halbzeit, sagt aber inzwischen wie Sportchef Philippe Zoller, dass die bessere zweite Halbzeit die Initialzündung zum starken Endspurt mit vier Siegen gewesen ist.

Dass ein Heim-Unentschieden gegen Montlingen gefeiert wurde, hat mit der ersten Hälfte der Rückrunde zu tun. Nur einen Punkt holte Au-Berneck in den ersten sechs Spielen des Frühlings, dazu kam das 1:6-Debakel im Cupmatch in Arbon, im wichtigsten Spiel des Vereins seit der (gewonnenen) Aufstiegsfinalis- sima von vor zwei Jahren gegen Schaan.

Der Trainerwechsel verlieh dem Team wieder Schwung

Der bis dahin erfolgreiche Trainer Andreas Lüchinger, der die Degern Ende Saison ohnehin verlassen hätte, warf entnervt das Handtuch. «Er hat mit seiner ruhigen Art die Mannschaft nicht mehr erreicht», sagt Koller. Die Spieler seien sich nach zwei Jahren ohne Niederlage das Verlieren nicht mehr gewohnt gewesen, sagt Zoller. Und der Einbau einer neuen Achse – Goalie Staudacher, Spielmacher Zivic und Topstürmer Akyildiz hatten Au im Winter verlassen – habe mehr Zeit gebraucht als erwartet.

Koller geht in der Ursachenforschung des schlechten Starts noch einen Schritt zurück: «Wir haben alle Vorbereitungsspiele verloren. Ich betrachtete das als Warnschuss, der im Verein aber weitgehend ungehört verhallte.» Die weitere Entwicklung gab Koller recht. Dass die Testspiele nicht ernst genommen wurden, hat sicher damit zu tun, dass Au-Berneck nicht als Trainingsweltmeister gilt. Legendär ist der Auftritt am Pokalturnier 2015 nach der Aufstiegssaison, der sogar in einem Hobbyteam hektischen Aktionismus ausgelöst hatte.

Die spielerische Klasse der Mannschaft zeigte sich erst, als sie das Kämpfen und Laufen wiederentdeckte. «Dass wir den Turnaround noch geschafft haben, ist sehr erfreulich», hält Zoller fest, «schliesslich haben wir die Rückrunde – abgesehen vom Cup – innerhalb der Zielsetzung abgeschlossen.»

Die Sorgenkinder sind die Defensive und die Disziplin

Selbst die Defensive funktionierte in den letzten fünf Spielen mit einem Gegentorschnitt von 1,2 Toren auf für Au sehr untypische Weise. 50 Gegentore in einer Saison sind für eine Mannschaft, die den Anspruch hat, an der 2.-Liga-Spitze zu spielen, aber immer noch zu viele.

Zu hoch ist die Zahl auch in der Rubrik «Strafpunkte»: 118 sind Liga- und (knapp vor dem FC Rheineck) Rheintaler «Höchstwert». Unrühmlicher Tiefpunkt war das Ausrasten vom routinierten Stif Gulan nach der wohl wirklich ungerechtfertigen roten Karte im Mels-Match, das ihm fünf Spielsperren einbrachte.

Der hohe Wert in der Strafpunkte-Statistik ist für den neuen Trainer Jürgen Maccani ein klarer Hinweis, worauf er den Fokus richten muss – auf die Disziplin der Mannschaft.

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