FAUSTBALL: «Wir wollen in den Final»

Nach einem letzten, intensiven Trainingswochenende reist die Schweizer Faustball-Nati mit viel Selbstvertrauen und grossen Zielen an die World Games nach Polen.

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Mario Kohler ist auch auf internationaler Ebene ein sicherer Wert: Die World Games sind für ihn ein Saison-Highlight. (Bild: Archiv Remo Zollinger)

Mario Kohler ist auch auf internationaler Ebene ein sicherer Wert: Die World Games sind für ihn ein Saison-Highlight. (Bild: Archiv Remo Zollinger)

Angesprochen auf den letzten Zusammenzug vor den World Games vom letzten Wochenende in Egg gerät Nationaltrainer Oliver Lang ins Schwärmen. «Die beiden Tage waren sensationell. Wir hatten grossartige Bedingungen, um zu trainieren, und auch das ganze Drumherum war perfekt», so Lang.

Rheintaler stellen das halbe Kader

Insgesamt vier Trainingseinheiten haben die Schweizer, deren halbes Kader aus Rheintalern (Faustball Widnau stellt zwei und der SVD Diepoldsau-Schmitter drei Spieler) besteht, absolviert. Oliver Lang und sein Staff haben das Hauptaugenmerk dabei auf das Finden der richtigen Formationen für die World Games gelegt. «Wir haben unsere Stammfünf gefunden und wissen auch, welche Ergänzungsspieler optimal passen. Die Rollen im Team sind verteilt – das ist sehr wichtig für uns», freut sich Lang. Wie die Startformation aussehen wird, will er nicht verraten. Schliesslich will man den Gegnern nicht zu viele Informationen geben. Für die World Games in Polen, die am Samstag mit dem ebenso attraktiven wie schwierigen Auftaktspiel gegen Brasilien beginnen, haben sich die Schweizer viel vorgenommen. «Wir wollen in den Final», gibt Oliver Lang die Marschrichtung vor. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen die Schweizer in der Vorrunde mindestens zwei Siege ins Trockene bringen. Auf dem Papier sind Chile und Argentinien die beiden schwächsten Teams. «Diese beiden Gegner müssen wir einfach schlagen, ansonsten wird es sehr schwierig, die Halbfinals zu erreichen», sagt Lang. Der Nationaltrainer misst aber bereits dem ersten Spiel gegen die Brasilianer grosse Bedeutung bei. «Diese Partie wird absolut wegweisend für die gesamten World Games.

Optimale Vorbereitung

Wenn wir gewinnen, sind wir auf gutem Weg. Bei einer Niederlage steigt der Druck vor den Spielen gegen Chile und Argentinien enorm», analysiert Lang die Ausgangslage. Entsprechend überlassen die Schweizer in der Vorbereitung auf das erste Spiel nichts dem Zufall. Heute Donnerstag, 20. Juli, reist die Mannschaft nach Polen und wird am Freitag das einzige Training absolvieren. Und zwar genau zur selben Zeit, wie auch das Spiel am Tag darauf gegen Brasilien stattfinden wird. «So können wir einerseits den gesamten Tagesablauf simulieren und können uns gleich auch an die Bedingungen auf dem Feld gewöhnen», so Lang. Die Schweiz misst sich am ersten Spieltag mit Brasilien und Chile. Am zweiten Tag warten die Duelle mit Argentinien und Österreich, ehe zum Abschluss der Vorrunde das Kräftemessen mit dem grossen Favoriten Deutschland auf dem Programm steht. Die Halbfinals und die Klassierungsspiele finden dann am ­Montagnachmittag und Dienstag statt. (pd)

Schweizer Kader: Kevin und Mario Kohler, Faustball Widnau; Lukas Lässer, Malik Müller, Keneth Schoch, alle SVD Diepoldsau, Marco Eymann, Ueli Rebsamen, beide STV Wigoltingen; Nicolas Fehr, FG Elgg-Ettenhausen; Luca Flückiger, STV Vordemwald; Raphael Schlattinger, TSV Calw.

Spielplan: World Games, Wroclaw (Pol), Vorrunde, Samstag, 22. Juli: Schweiz vs. Brasilien, Schweiz vs. Chile. – Sonntag, 23. Juli: Schweiz vs. Argentinien, Schweiz vs. Österreich. – Montag, 24. Juli: Deutschland vs. Schweiz. – Im Anschluss an die Gruppenphase finden am Montag die Halbfinalspiele statt, am Dienstag die Klassierungsspiele.