FAUSTBALL: Widnau wahrt Anschluss an Spitze

Mit zwei Siegen gegen Elgg-Ettenhausen und die Trainingspartner aus Walzenhausen positioniert sich Faustball Widnau nun auf dem dritten Tabellenrang mit zwei Punkten Rückstand auf das Leaderduo Wigoltingen und Diepoldsau.

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Neuzuzug aus Brasilien: Alfredo «Fredi» Becker kämpfte sich mit einer soliden Leistung in seine neue Mannschaft Faustball Widnau. (Bild: mk)

Neuzuzug aus Brasilien: Alfredo «Fredi» Becker kämpfte sich mit einer soliden Leistung in seine neue Mannschaft Faustball Widnau. (Bild: mk)

FAUSTBALL. Trotz einer Neuformierung in der Abwehrreihe zeigte sich Widnau souverän auf sämtlichen Positionen, wodurch beide Partien ohne Satzverlust gewonnen werden konnten. Sowohl Neuzuzug Alfredo Becker aus Brasilien wie auch der aus einer Knieverletzung zurückkehrende Kevin Kohler fanden sich gut auf den Abwehrpositionen der Widnauer ein und konnten so zur Kompaktheit, die in Vergangenheit zum Markenzeichen der Faustballer aus Widnau wurde, beitragen. Gemäss Trainer Kurt Sieber benötigt es üblicherweise bei einer solchen personellen Neukonstellation im Faustballsport eine gewisse Zeit, bis sich die Akteure aufeinander einstimmen können, was in der zweiten Meisterschaftsrunde jedoch auf Anhieb funktionierte. Widnau ist damit auf dem Weg zu alter Stärke.

Überraschend überlegen

In vielerlei Hinsicht wurde das Duell mit Walzenhausen mit Spannung erwartet: Zum einen lieferten sich die Schwager Juliano Fontoura und Cyrill «Fausto» Schreiber im Angriff ein internes Familienduell. Darüber hinaus war es das erste Aufeinandertreffen der Widnauer mit ihrem vorherigen Teamkollegen «Fausto», wobei sich Widnau nicht nur ohne, sondern auch gegen ihren ehemaligen Topangreifer beweisen konnte. Auch standen sich das Bruderpaar Stefan und Domenic Fehle gegenüber.

Widnau zu stark

Die beiden Mannschaften, die gemeinsam eine Trainingsgemeinschaft betreiben, lieferten sich dann auch ein kämpferisches Duell. Im ersten Satz hatten beide Abwehrreihen mit den Servicebällen der Angreifer zu kämpfen. In der entscheidenden Phase spielten jedoch die Widnauer ihre grössere Erfahrung in dieser Spielklasse aus und erkämpften sich somit den ersten Satz mit 11:8. Danach konnten sich die Widnauer besser auf die druckvollen Anschläge von Cyrill Schreiber einstellen, wodurch sie auch vermehrt das Spielheft in die Hand nahmen. Auch der zweite Satz ging somit mit 11:7 an die Heimmannschaft. Im dritten Satz entstand dann ein offener Schlagabtausch und «Fausto» Schreiber versuchte nochmals, am Service die Rheintaler aus dem Konzept zu bringen. Dieser Widerstand führte zwar zur Verlängerung in diesem Satz, jedoch konnte die Niederlage damit nicht abgewendet werden. Auch der letzte Satz ging mit 15:13 an die Heimmannschaft aus Widnau.

In solider Verfassung

In personeller Hinsicht zeigten sich die Widnauer am Samstag in sehr kompakter Verfassung. Der Youngster im Angriff, Jan Meier, übernahm im ersten Spiel die Serviceverantwortung und zeigte dann im zweiten Spiel eine starke Abwehrleistung. Neben ihm erfüllte Juliano Fontoura seine Rolle als Teamroutinier. Er fand in der Partie gegen Walzenhausen die nötige Mischung aus Sicherheit und Druck, indem er im gesamten Spiel lediglich einen Eigenfehler, jedoch eine hohe Prozentzahl an direkten Punkten verbuchen konnte. Mit Alfredo Becker, Domenic Fehle und Kevin Kohler übernahm eine junge Abwehrreihe bei Widnau die Verantwortung. «Fredi» als Neuling aus Brasilien konnte sich sehr gut in die Mannschaft integrieren und zeigte sich kämpferisch und motiviert. Domenic Fehle in der Mitte sorgte für die nötige Stabilität in der gesamten Abwehr der Mannschaft. Auch Kevin Kohler, der seinen ersten Pflichteinsatz nach dem Weltpokal in Brasilien im vergangenen Oktober bestritt, lieferte einen wichtigen Beitrag zur Kompaktheit der Widnauer, was die Rheintaler an diesem Wochenende im Endeffekt auszeichnete. (mk)