Faustball Widnau hofft auf Steigerung in Rückrunde

Mit einer Niederlage und einem Sieg schliessen Widnaus Faustballer die Vorrunde der Qualifikation zufrieden ab, doch sie hoffen auf eine Steigerung in der Rückrunde.

Conrad Aschwanden
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Trainer im Einsatz: Marcel Stoffel hielt es am Spielfeldrand nicht mehr aus und stand kurz selbst im Einsatz, beobachtet von Dennis Brulc. (Bild: cas)

Trainer im Einsatz: Marcel Stoffel hielt es am Spielfeldrand nicht mehr aus und stand kurz selbst im Einsatz, beobachtet von Dennis Brulc. (Bild: cas)

Faustball. Denn nun kann die neuformierte Widnauer Mannschaft an den nächsten drei Samstagen jeweils vor heimischer Kulisse spielen. Zum Rückrundenabschluss aber reiste das Team ins zürcherische Elgg, das sich mit Ettenhausen zu einer Faustballgemeinschaft zusammengeschlossen hat.

Wegen beruflicher Abwesenheiten musste die Abwehr neu zusammengestellt werden.

So kamen hinter dem erfahrenen Angriffsduo Dennis Brulc und Remo Pinchera in der Mitte Mario Kohler und auf den beiden Aussenposten dessen Bruder Kevin (18 Jahre) sowie der erst 15-jährige Malik Müller zum Einsatz. Vor allem die beiden Talente verblüfften mit starken Leistungen und spielten beide Partien durch.

Teilerfolg zum Auftakt

Das von Spielertrainer Marcel Stoffel gecoachte Team überraschte mit einem kecken Beginn und einer klaren Führung im ersten Satz gegen die heimische Mannschaft.

Diese schmolz wohl bei der ungewohnt hohen Temperatur dahin, doch es reichte zum Teilerfolg.

Nach dem ersten Seitenwechsel ging Widnau erneut schnell in Führung, doch kontinuierlich fand das Heimteam zu seinem Spiel, und der zweite Satz verlief äusserst ausgeglichen. Entscheidend war wohl der Schlagball beim Gleichstand mit acht Bällen. Widnaus Ball war unerreichbar, landete aber äusserst knapp im Aus. Statt auch den zweiten Satz für sich zu buchen, musste Widnau den Ausgleich entgegennehmen.

Was die Rheintaler in den beiden folgenden Sätzen boten, muss schnell vergessen werden. Es war kurz gesagt eine desolate Leistung der ganzen Mannschaft. Trainer Stoffel wechselte sich sogar selbst ein, doch alles nützte nichts. Elgg-Ettenhausen kam zu zwei klaren Satzgewinnen und verbuchte mit dem 3:1 die beiden Punkte auf seinem Konto.

Schwacher Wiederbeginn

Wieder mit der Anfangs-Zusammensetzung startete Faustball Widnau gleich im Anschluss zum Spiel gegen Wigoltingen.

Das junge Thurgauer Aufsteigerteam überraschte im bisherigen Verlauf der Feldmeisterschaft. Auch gegen Widnau nützten die Thurgauer ihre Chancen, und es entwickelte sich bei der ungewohnten Wärme eine ausgeglichene Partie. Zu Beginn wirkte Widnau weiterhin desolat, tauchte im ersten Satz böse mit 3:11, und es musste Schlimmes befürchtet werden.

Doch das Stoffel-Team rappelte sich in der Folge auf, zeigte eine tolle Moral, und es entwickelte sich eine ausgeglichene Partie mit offenem Ausgang. Erst der Entscheidungssatz bestimmte den Sieger, und der hiess Faustball Widnau, obwohl es für die Rheintaler der neunte Satz in Folge war. Sie boten vor allem in den ersten Bällen eine hervorragende Leistung, legten mit 6:3 entscheidend vor und verwalteten diesen Vorsprung bis zum Abpfiff.

Sichtlich erleichtert, analysierte Stoffel nach den beiden Partien: «Nach einem hervorragenden Beginn gegen Elgg wurden wir überheblich, und es schlichen sich Konzentrationsfehler ein. Im Angriff agierten wir zu wenig effizient. Diese Niederlage war unnötig. Wir haben eine gute Chance zum Punkten verpasst. Aber umso schöner ist es, dass wir nach neun Sätzen bei dieser ungewohnten Hitze noch die entscheidenden Punkte im zweiten Spiel setzen konnten. Das war für die Moral sehr wichtig.» rangliste 37