FAUSTBALL: Perfekter Start für Diepoldsau

Die Rheininsler besiegten Nachbar Widnau knapp 3:2 und doppelten gegen Schweizer Meister Wigoltingen mit einem 3:1 nach. Die Widnauer schlugen den Titelverteidiger gar mit 3:0.

Drucken
Teilen
Der SVD Diepoldsau-Schmitter ist gegen starke Gegner gut in die Meisterschaft gestartet (hinten von links): Trainer Manuel Sieber, Stefan Eggert, Fabian Marthy, Kenneth Schoch und Physiotherapeutin Denise Rüttimann. Vorne: Lukas Lässer, Malik Müller und Christian Lässer. (Bild: pd)

Der SVD Diepoldsau-Schmitter ist gegen starke Gegner gut in die Meisterschaft gestartet (hinten von links): Trainer Manuel Sieber, Stefan Eggert, Fabian Marthy, Kenneth Schoch und Physiotherapeutin Denise Rüttimann. Vorne: Lukas Lässer, Malik Müller und Christian Lässer. (Bild: pd)

Die Diepoldsauer Spieler um Schlagmann Lukas Lässer starteten etwas harzig ins Derby gegen Widnau. Am Service konnten sie nicht genügend Druck aufbauen, die Defensive wirkte leicht verkrampft und auch die Zuspiele sassen nicht wie gewohnt. So lag das Heimteam schnell mit 0:4 im Rückstand. Nach dem ersten Punkt für Diepoldsau zog Widnau wieder davon und entschied den ersten Abschnitt klar mit 11:5 für sich.

Das Heimteam zeigte aber eine Reaktion und wusste. Die Diepoldsauer kämpften sich in die Partie hinein und konnten gegen Ende des zweiten Satzes erstmals in Führung gehen. Diese liessen sie sich nicht mehr nehmen und machten den Sack mit 11:9 zu. Nun kam im Publikum erstmals etwas Stimmung auf, denn es entwickelte sich eine hochspannende Partie, die auf beide Seiten kippen konnte. Der dritte Satz war wieder eine klare Angelegenheit für die Widnauer.

Diepoldsau kämpft sich auch nach dem 1:2 wieder zurück

Doch auch nach dem zweiten Rückstand liessen die Rheininsler die Köpfe nicht hängen. Im vierten Satz konnten sie sich von Anfang an ein kleines Punktepolster erarbeiten, das sie bis zum Schluss verteidigen. Mit 11:7 konnte Diepoldsau den fünften Satz erzwingen.

Das Team von Trainer Ma- nuel Sieber startete optimal und konnte gleich mit 3:0 davonziehen. Bis zum Seitenwechsel blieb es bei dieser Dreipunkteführung. Diepoldsau schien den Vorsprung zu verwalten und kam beim Spielstand von 11:7 zum ersten Matchball.

Doch die Widnauer dachten nicht ans Aufgeben. Vor allem durch Domenic Fehle, der sensationell spielte und nochmals einige glänzende Abwehraktionen zeigte, stemmte sich Widnau mit letzter Kraft gegen die drohende Niederlage. Die Gäste hatten sogar die Chance auf den 10:10- Ausgleich, aber Lukas Lässer konnte diesen mit einem Hammer aus acht Metern vom Netz entfernt verhindern. Somit starte- te Diepoldsau optimal mit einem Sieg im ersten Meisterschaftsspiel, das auf einem schon beachtlich hohen Niveau zum Saisonauftakt ausgetragen wurde.

Gegen Wigoltingen starteten die Spieler um Captain Malik Müller bei strömendem Regen äusserst konzentriert. Angeführt vom starken Lukas Lässer, dominierten sie den ersten Satz klar. Die Abwehrspieler Stefan Eggert und Kenneth Schoch standen sicher, und Fabian Marthy brillierte mit seinem ruhigen Arm in der Mitte. Sie konnten die Schläge von Nationalteam-Captain Ueli Rebsamen reihenweise entschärfen, und im Angriff punkteten Lässer und auch Müller fast nach Belieben.

Im zweiten Satz kamen die Thurgauer etwas besser in die Partie und konnten sich jeweils mit einer knappen Punkteführung behaupten. Doch Diepolds- au erkämpfte sich beim Stand von 11:10 selbst einen Satzball. Dieser blieb jedoch ungenutzt, und Wigoltingen konnte mit 15:13 den Satzausgleich erzwingen.

SVD dominiert den Schweizer Meister

Danach war die Reihe wieder am SVD, der nun fast aus einem Guss spielte. Wigoltingen fand kein Mittel gegen Lässers Angaben, und auch die Defensive stand wieder stabil.

Diepoldsau war klar die bessere Mannschaft und zog sowohl im dritten als auch im vierten Satz gleich zu Beginn mit ein paar Punkten davon. Diese Führungen liess sich der SVD nicht mehr nehmen und brachte auch diese Sätze mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung nach Hause.

Abwehrspieler Kenneth Schoch war zufrieden: «Was im ersten Spiel noch nicht zu 100 Prozent klappte, konnten wir dafür im zweiten Spiel umso besser machen. Wir haben uns diese vier Punkte zum Start wirklich verdient geholt und wissen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Auch wenn wir uns mit diesen Siegen eine tolle Ausgangslage geschaffen haben, müssen wir weiter hart an uns arbeiten.» (mm)