FAUSTBALL-NLA: SVD-Faustballer wollen das Triple

Der SVD Diepoldsau hat den EFA-Cup auf dem eigenen Platz gewonnen, hat im Schweizer Cup den Viertelfinal erreicht und ist in der Nationalliga A im Spitzentrio dabei. Für die Faustballer aus Diepoldsau ist in dieser Saison das Triple möglich.

Gerhard Huber
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Anschläger Lukas Lässer sei derzeit in Hochform, sagt Spiko-Chef Fabian Weder. Und dadurch ein wichtiges Puzzleteil zum Diepoldsauer Erfolg. (Bild: Archiv/rez)

Anschläger Lukas Lässer sei derzeit in Hochform, sagt Spiko-Chef Fabian Weder. Und dadurch ein wichtiges Puzzleteil zum Diepoldsauer Erfolg. (Bild: Archiv/rez)

Gerhard Huber

«Ja, es scheint, dass wir in diesem Jahr den grossen Lokalrivalen Widnau überflügeln können», schmunzelt Fabian Weder, Chef der Spielkommission des SVD Diepoldsau. Er darf zufrieden sein. Schliesslich bietet sein Team in dieser Saison Leistungen vom Feinsten.

Mit dem Sieg im EFA-Cup hat sich Diepoldsau endgültig in der Spitze des europäischen Faustballs etabliert. Im Schweizer Cup hat Diepoldsau mit überzeugenden Leistungen den Viertelfinal erreicht – und mit den Senioren Widnaus einen bezwingbaren Gegner gezogen. Und in der Meisterschaft der Nationalliga A liegen die Rheininsler punktgleich mit Wigoltingen und Walzenhausen an der Spitze.

Die aktuelle Dominanz der Rheintaler drückt sich auch darin aus, dass derzeit vier Diepolds­auer Spieler in der Schweizer Nationalmannschaft sind.

Grosse Fortschritte im mentalen Bereich

Woran kann man diesen Erfolgslauf festmachen? «Wir haben den Vorteil, fast zu viele Anschläger, also Angreifer, zu haben. Dies, obwohl unsere Nummer drei, Rafael Schlattinger, im Herbst zum TSV Calw nach Deutschland gewechselt hat. Lukas und Christian Lässer spielen zurzeit in Hochform. Und als in der Vorrunde Christian Lässer verletzt war, hat Malik Müller diesen Ausfall bestens kompensiert. Vor allem aber hat das Team einen sehr guten Zusammenhalt», sagt Fabian Weder.

«Gerade im mentalen Bereich hat die Mannschaft grosse Fortschritte gemacht. Früher gab es in wichtigen Spielmomenten oft unerklärliche Blockaden. Die sind jetzt weg.»

SVD Diepoldsau steht auf einer stabilen Basis

Überhaupt läuft es den Faustern auf der Rheinauen derzeit ausgezeichnet. Alle Teams, von den Junioren bis hin zu den Grossen, spielen in ihren Ligen vorne mit. Die intensive Nachwuchsarbeit ist die Basis für zukünftige Erfolge. «Der Verein steht auf einer stabilen Basis. Im Vorstand sind alle Posten mit fähigen Leuten besetzt, niemand will aufhören. Der Einzige, der nach dieser Saison seinen Job abgibt, ist Trainer Manuel Sieber», sagt Weder.

Ein Nachfolger stehe noch nicht fest: Im Gegensatz zum Fussball, gebe es Faustballtrainer nicht wie Sand am Meer. «Ich denke, wir gehen übergangsweise mit Lukas Lässer als Spielertrainer in die nächste Saison», sagt der Spiko-Chef.

Das Anforderungsprofil für den neuen Coach steht indes. Es müsse «einer sein, der die Mannschaft fordern und begeistern kann». Wenn ihm dies gelinge und der Trainer ein gewisses Charisma mitbringe, müsse er nicht mal unbedingt aus dem Faustballlager kommen. «Die fünf Spieler auf dem Platz wissen schon, wie man Faustball spielt», sagt Weder.

Zusammenarbeit mit dem FC Diepoldsau läuft gut

Der Abgang des langjährigen Trainers Manuel Sieber ist ein weiterer Ansporn, dieses Jahr das Triple, bestehend aus EFA-Cup, Schweizer Cupsieg und NLA-Meistertitel, zu schaffen.

Ein Puzzleteil des Erfolgs ist auch die Infrastruktur auf dem Sportplatz Rheinauen, die durch den bevorstehenden Ausbau der Umkleide- und Lagerräume noch besser wird. Die Zusammenarbeit mit dem FC Diepoldsau, der auch auf der Rheinauen zu Hause ist, sei sehr gut. Man begegne sich auf der Anlage als Freunde und Sportkollegen, wobei sich die beiden Vereine gegenseitig unterstützen.

 

Der nächste grosse Termin in der Faustballagenda ist das Grenzlandturnier in Widnau, das vom 11. bis 13. August stattfindet. Danach geht’s in der NLA weiter: Noch zwei Runden à zwei Spielen sind zu spielen, sie stehen am 19. August und 2. September an. Drei von vier NLA-Spitzenteams kommen aus dem Rheintal – einzig Wigoltingen mischt als «auswärtige» Mannschaft an der Spitze mit. Alle Rheintaler Mannschaften verfolgen das Ziel, sich für die Final Four in Jona zu qualifizieren. Am 9./10. September wird an diesem Finalturnier der Schweizer Meister ausgespielt. (rez)

Rangliste (je 12 Spiele): 1. Wigoltingen 18, 2. Diepoldsau 18, 3. Walzenhausen 18, 4. Widnau 14, 5. Jona 12, 6. Olten 10, 7. Elgg 8, 8. Oberentfelden 8, 9. Vordemwald 2.