FAUSTBALL: Nicht aus der Misere gefunden

Der TVR konnte sich nicht für die schlechten Leistungen der letzten Runde revanchieren. Es folgte eine weitere Nullrunde mit 0:3-Niederlagen gegen Widnau II und Schwellbrunn.

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Stefan Herrsche (l.) und Lukas Wirth müssen mit ihrem Team eine Formkrise überwinden. (Bild: Martin Herrsche)

Stefan Herrsche (l.) und Lukas Wirth müssen mit ihrem Team eine Formkrise überwinden. (Bild: Martin Herrsche)

Die Rebsteiner hatten hohe Erwartungen an das Derby gegen die Reserven aus Widnau. Wollte man doch zeigen, dass man trotz der schlechten zweiten Runde zum Kreis der Top drei gehört, und das routinierte Team aus Widnau herausfordern. Es kam aber ganz anders. Von Beginn weg waren es die Widnauer, die den Takt angaben und Rebstein beinahe nach Belieben dominierten. Beim TVR war immer noch der Wurm drin. Keine Durchschlagskraft im Service, Stellungsfehler in der Defensive und ungenaue Zuspiele machten es dem Gastgeber einfach zu punkten. In dieser Verfassung war ein Sieg für den TVR gegen einen so starken Gegner in weite Ferne gerückt. Und Widnau zog sein Spiel gnadenlos durch und siegte zu einfach, aber verdient mit 3:0. Gegen die Aufsteiger aus Appenzell war ein Sieg absolute Pflicht. Es zeigte sich aber schnell, dass diese Pflicht nicht so einfach zu erfüllen war an diesem Abend.

Kämpferisches Schwellbrunn wird belohnt

Die Schwellbrunner waren nämlich mit der deutlich besseren Einstellung auf dem Platz. Sie zeigten eine kämpferische Leistung mit hoher Laufbereitschaft. Ausserdem erwischte ihr Angriff einen äusserst gelungenen Abend. Im Gegensatz dazu vermochten sich die Rebsteiner nur wenig zu verbessern. Guten Spielzügen folgten wieder lange schlechte Phasen auf allen Positionen, die den Gegner nur noch mehr motivierten. Auch diverse Wechsel und Rotationen brachten nicht die erhoffte Wirkung. So verlor der TVR auch dieses Spiel mit 0:3. Nach dem Sieg im Cup gegen dasselbe Team war das eine herbe Enttäuschung. Die nächste Runde in der 1. Liga Ost ist die Letzte der Vorrunde. Am 15. Juni trifft das Team aus Rebstein auf Ermatingen und Flums. (lw)

1. LIGA, OST, RUNDE 3

Widnau II – Rebstein 3:0 (11:6 / 11:6 / 11:4); Rebstein – Schwellbrunn 0:3 (6:11 / 2:11 / 3:11)

TV Rebstein: Fabian Oesch, Stefan Herrsche, Lukas Wirth, Andreas Herrsche, Timo Kugler, Daniel Frei und Adrian Lehmann. Coach: Matthias Oesch.

NLA-Team zu Gast im Progy

Faustball Heute Donnerstag ab 19.30 Uhr haben die Faustballer vom TV Rebstein bereits die Möglichkeit, sich wieder besser in Szene zu setzen. Im heimischen Progy empfangen sie den TSV Jona aus der Nationalliga A. Das Team vom Obersee hat ein turbulentes Faustballjahr hinter sich. Nachdem sich ihr Hauptangreifer schwer am Knie verletzte, mussten die Joner jeweils hart um den Ligaerhalt kämpfen. Dies klappte noch in der Feldsaison 2016. In der letzten Hallensaison mussten sie aber den Abstieg in die NLB hinnehmen. Nun ist das Team wieder komplett und belegt nach acht Spielen den 5. Zwischenrang in der höchsten Spielklasse der Schweiz. Wie üblich im Schweizer Cup wird das Spiel über fünf Gewinnsätze ausgetragen. Als doppelt Unterklassige starten die Rebsteiner in jedem Satz mit drei Gutbällen Vorsprung. Für das Team von Coach Michael Meier besteht die Möglichkeit, sich aus dem negativen Strudel zu befreien. Es kann befreit und ohne Druck aufspielen und so zur Spielfreude und zum Selbstbewusstsein des Saisonstarts zurückfinden. (lw)