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FAUSTBALL: Jagd auf Diepoldsau ist eröffnet

Am Wochenende findet der Finalevent der Männer in Bonstetten statt. Dort wird die Entscheidung im Kampf um den Schweizer Meistertitel fallen, wobei Titelverteidiger und Qualisieger Diepoldau der grosse Favorit ist.
Fabio Baranzini
Christian Lässer und seine Teamkollegen vom SVD Diepoldsau-Schmitter streben in Bonstetten die Titelverteidigung an (Bild: Fabio Baranzini)

Christian Lässer und seine Teamkollegen vom SVD Diepoldsau-Schmitter streben in Bonstetten die Titelverteidigung an (Bild: Fabio Baranzini)

Fabio Baranzini

Alle gegen Diepoldsau. So lässt sich die Ausgangslage vor dem ­Finalevent am einfachsten beschreiben. Als Titelverteidiger und Titelanwärter Nummer eins sind die Jungs um Spielertrainer Lukas Lässer in die neue Hallensaison gestartet und sind dieser Favoritenrolle bisher absolut gerecht geworden. Ohne eine einzige Niederlage haben sie sich den Qualifikationssieg mit acht Punkten Vorsprung gesichert. Am Finalevent wartet nun im Halbfinal das Team aus Elgg-Ettenhausen auf die Rheininsler. Alles andere als ein deutlicher Sieg von Diepoldsau wäre eine Überraschung. Dessen ist man sich auch im Lager von Elgg-Ettenhausen bewusst: «Diepoldsau kann im Moment mit seiner Angriffspower alle Mannschaften in der Schweiz übertrumpfen. Wir werden unsere Haut aber so teuer wie möglich verkaufen und alles versuchen. Man hat im letzten Sommer im Halbfinal gesehen, dass man mit einem couragierten und risikofreudigen Auftritt gegen Diepoldsau gewinnen kann», sagt Dominic Bächlin, Captain von Elgg-Ettenhausen.

Widnau mit einer offenen Ausgangslage

In jenem Halbfinal im letzten Sommer hatte Widnau etwas überraschend gegen Diepoldsau gewonnen. Die Widnauer stehen nun auch im Halbfinal des Hallen-Finalevents und treffen dort auf Wigoltingen. In diesem Duell einen Favoriten ausfindig zu machen, ist fast nicht möglich. Zwar hat Widnau beide Direktduelle in der Qualifikation gewonnen, insgesamt haben die beiden Teams jedoch genau gleich viele Punkte gesammelt. «Für mich gibt es in keinen Favoriten. Entscheidend wird sein, wer weniger Eigenfehler macht», sagt Widnaus Coach Remo Pinchera. «Für uns ist aber klar, wir wollen eine Medaille und wir wollen in den Final.» Genauso klingt es auf der anderen Seite. Wigoltingens Angreifer Yannick Signer geht gar noch einen Schritt weiter: «An den Finalevent geht man nur mit einem Ziel: Meister werden. Natürlich ist Diepoldsau der Favorit, aber wir werden versuchen, die Titelverteidigung von Diepoldsau zu verhindern.»

Diepoldsau bleibt ruhig und vertraut auf seine Stärken

Das Team aus Diepoldsau lässt sich von der Konkurrenz jedoch nicht aus der Ruhe bringen. Sie wollen sich auf ihre Stärken konzentrieren und so die Titelverteidigung realisieren. «Jeder muss seine Leistung abrufen und bereit sein, wenn es los geht. Wille und Kampfgeist werden dabei ebenfalls wichtig sein», sagt Captain Malik Müller. Am Finalevent in Bonstetten werden am Samstag ab 14 Uhr die beiden Halbfinalpartien ausgetragen, ehe am Sonntag ab 11.30 Uhr das Bronzespiel und der grosse Final auf dem Programm stehen.

Diepoldsauerinnen wollen den Schweizer Meistertitel

Faustball Am Wochenende findet der Finalevent der Frauen in Bonstetten statt. Dabei ist die Ausgangslage offener als auch schon. Trotzdem sind die Frauen aus Jona einmal mehr die Titelkandidatinnen Nummer eins.

Drei Teams mit je zwölf Punkten

Die Qualifikation der Frauen war an der Ranglistenspitze so ausgeglichen wie schon lange nicht mehr. Jona, Oberentfelden-Amsteg und Diepoldsau hatten am Ende der Qualifikation alle je sechs Siege ins Trockene gebracht und dabei ein Spiel verloren. Jona gegen Oberentfelden-Amsteg, Oberentfelden-Amsteg gegen Diepoldsau und Diepolds­au gegen Jona. Viel ausgeglichener gehts nicht mehr.

Und trotzdem: Die Favoritinnen auf den Titel bleiben die Frauen aus Jona. Nicht in erster Linie, weil sie die Qualifikation aufgrund des besseren Satzverhältnisses gewonnen haben, sondern viel mehr deshalb, weil sie in den letzten Jahren auf nationaler Ebene praktisch alles gewonnen haben, was es zu gewinnen gibt.

Auch wenn die Equipe von Trainer Martin Stoob in der Qualifikation mal ein Spiel verloren hatte, änderte dies nichts an der Tatsache, dass Jona praktisch immer siegreich blieb, wenn es wirklich wichtig wurde. Und diese Serie soll weitergehen. «Wir wollen den Titel verteidigen. Das ist ganz klar unser Ziel», sagt Captain Natalie Berchtold. Im Halbfinal messen sich die Titelverteidigerinnen mit Embrach, dem nominell schwächsten Team des Finalevents. Die Zürcherinnen sicherten sich das Ticket für den Finalevent am Ende zwar sicher, konnten jedoch gegen keines der drei Spitzenteams einen Satz gewinnen. Entsprechend gross wäre die Überraschung, wenn Embrach im Halbfinal gegen Jona gewinnen sollte.

Ganz anders präsentiert sich die Ausgangslage im anderen Halbfinal zwischen Oberentfelden-Amsteg und den Diepolds­auerinnen.

Diepoldsau besiegte Halbfinalgegner in der Quali

Die Oberentfelderinnen haben mit dem Sieg gegen Jona bewiesen, dass sie gegen jedes Team gewinnen können, verloren dann aber den Direktvergleich gegen Diepoldsau in der letzten Qualifikationsrunde mit 1:3. «In diesem Spiel waren wir schlicht zu verkrampft. Im Halbfinal wollen wir daher locker aufspielen und viel Druck erzeugen. Dass wir in der letzten Qualifikationsrunde gegen Diepoldsau verloren haben, war eine Warnung für uns. Wir wissen genau, dass dieses Halbfinalduell kein Selbstläufer wird, aber wir wollen natürlich in den Final», sagt Sabrina Siegen­thaler, Captain bei Oberentfelden-Amsteg.

Dasselbe Ziel verfolgt man auch in Diepoldsau. «Nach der starken Qualifikation sind wir überzeugt, dass wir so weit sind, um auch am Ende der Saison zuoberst auf dem Podest zu stehen», ist Diepoldsaus Angreiferin Tanja Bognar überzeugt. Man darf also gespannt sein, welches dieser beiden Teams sich fürs ­Finale qualifiziert. Die Halbfinalbegegnungen werden am Samstag ab 12.45 Uhr ausgetragen, die entscheidenden Medaillenspiele am Sonntag ab 10.15 Uhr. (fb)

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