FAUSTBALL: Ein Titelverteidiger ohne Trainer

An diesem Wochenende starten der SVD Diepoldsau und Faustball Widnau in die NLA-Hallensaison. Titelverteidiger Diepoldsau sieht sich auch ohne Trainer als Favorit. Zu Beginn gibt’s gleich ein Rheintaler Derby.

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Mit dieser Mannschaft tritt der SVD zur Titelverteidigung an: (oben, v. l.) Kenneth Schoch, Christian Lässer, Fabian Marthy, (unten, v. l.) Stefan Eggert, Lukas Lässer, Malik Müller. (Bilder: pd)

Mit dieser Mannschaft tritt der SVD zur Titelverteidigung an: (oben, v. l.) Kenneth Schoch, Christian Lässer, Fabian Marthy, (unten, v. l.) Stefan Eggert, Lukas Lässer, Malik Müller. (Bilder: pd)

Die Saison geht mit dem aus Rheintaler Sicht interessantesten Spiel los: Widnau fordert Titelverteidiger Diepoldsau im allerersten Spiel. Wer das Duell zwischen den beiden Rheintaler Kontrahenten sehen will, muss allerdings einen weiten Weg auf sich nehmen: Es findet in Oberentfelden, rund 160 Kilometer vom Rheintal entfernt, statt.

Besonders sein wird vor allem, dass Diepoldsau die Reise ohne Trainer in Angriff nehmen wird. Das ist ein Novum und der Tatsache geschuldet, dass Ma­nuel Sieber sein Amt nach der Feldsaison aufgegeben hat. Bisher konnte der SVD noch keinen passenden Ersatz finden. Neu ist auch die Konstellation im Training. Das «Eins» integriert ab dieser Saison mehr Talente aus der Jugend. Noch sind sie zu jung, um in der obersten Liga mit­zuspielen, jedoch will man sie beim SVD langsam an das Niveau heranführen.

In der Vorbereitung hat Diepoldsau Turniere in Waldkirch und Rotkreuz gewonnen – und damit gezeigt, dass es auch ohne Trainer gut spielen kann. Das Team um die Brüder Lässer im Angriff und den vier Defensivspezialisten Müller, Schoch, Eggert und Marthy spielt seit mehreren Jahren zusammen und kennt sich bestens. Das Kader besteht zurzeit nur aus diesen sechs Spielern. Ausfälle oder Verletzungen müssen daher tunlichst vermieden werden.

Die Rheininsler starten als Titelverteidiger und somit als Favorit in die Hallensaison. Am ersten Spieltag trifft der SVD neben Widnau auch auf Wigoltingen, das in der Halle nicht gleich stark eingeschätzt wird wie auf dem Feld, weil es ohne den starken Hauptangreifer Ueli Rebsamen antritt. Am Sonntag hat Diepolds­au dann noch ein Spiel, in Widnau trifft der SVD auf Oberentfelden. Mit souveränen Leistungen in den ersten Spielen, wollen die Rheininsler den Grundstein zur Titelverteidigung legen.

Neben den Männern starten am Sonntag die NLA-Frauen des SVD mit einer Heimrunde in die Meisterschaft. Ab 10 Uhr tritt das Team von Trainer Toni Lässer in der Sporthalle Kirchenfeld gegen Jona, Rebstein und Embrach an. Auch sie wollen schon am ersten Spieltag möglichst viele Punkte sammeln, um sich frühzeitig einen Platz am Finalevent zu sichern. (mm)

Vizemeister als Herausforderer

Faustball Widnau wurde in der letzten Feldsaison Zweiter und ist damit erster SVD-Herausforderer in der Halle.

Vor genau einem Jahr übernahm Remo Pinchera als neuer Trainer die erfolgshungrige Trainingsgemeinschaft von Faustball Widnau. Während die erste Hallensaison einen etwas holprigen Verlauf nahm – Widnau verpasste die Qualifikation für den Final­event nur knapp –, zeigten die Widnauer in der abgelaufenen Feldsaison einen hervorragenden Endspurt. Entgegen der Vorhersagen vieler Faustballexperten kämpften sich die Rheintaler bis in den Meisterschaftsfinal vor und unterlagen dort nur knapp dem amtierenden Schweizer Meister aus Wigoltingen.

Widnau hat sein Kader nochmals verjüngt

Nach der Aufnahme von Gian Kunz ins NLA-Team im vergangenen Jahr schaffte ein weiterer Nachwuchsspieler aus den eigenen Reihen den Sprung ins A-Team. Der 17-jährige Marco Bognar wird in der kommenden Hallensaison sein NLA-Debüt in der Widnauer Defensive geben.

Neben ihm stehen Gian Kunz, Domenic Fehle, Yanick Linder sowie Teamkapitän Mario Kohler in der Abwehr bereit. Im Angriff können die Widnauer auf das eingespielte Team aus Juliano Fontoura und Jan Meier zählen. Eine studiumsbedingte Auszeit nimmt Kevin Kohler. Er absolviert zurzeit ein Sportstudium in Bern und steht erst in der kommenden Sommersaison wieder zur Ver­fügung.

Er galt in der Widnauer Defensive als sicherer Wert. Die jungen Spieler dürfen dadurch zusätzlich Verantwortung in der Abwehr übernehmen und so wertvolle Erfahrung in der obersten Spielklasse sammeln. (kom)

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