FAUSTBALL: Ehrenvoller Abschied aus der NLB

Die Fauster des TV Rebstein haben den Ligaerhalt nicht geschafft. In einem wahren Abstiegs-Krimi fehlten ihnen Glück und zwei Satz-Siege zum Ligaerhalt.

Mäx Hasler
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Rebstein war den Gegnern ebenbürtig, trotzdem reichte es diese Saison nicht für den Ligaerhalt. (Bild: Mäx Hasler)

Rebstein war den Gegnern ebenbürtig, trotzdem reichte es diese Saison nicht für den Ligaerhalt. (Bild: Mäx Hasler)

FAUSTBALL. Es hat nicht sein sollen: Die Fauster des TV Rebstein steigen nach drei Jahren aus der Nationalliga B ab. Das dürfen die Rebsteiner aber erhobenen Hauptes. In der Relegationsrunde gegen Waldkirch und Schlieren II waren sie nicht das schlechtere Team, sie waren den Gegnern ebenbürtig.

Jedes Team gewann ein Spiel – und der Rechenschieber musste am Ende zur Hand genommen werden. Dieser entschied zugunsten von Waldkirch, das nach der 2:3-Niederlage gegen Schlieren eigentlich den Aufstieg schon abgeschrieben hatte.

Rechenschieber- Spiele

Waldkirch gewann zum Auftakt gegen Rebstein mit 3:1, nachdem die Rebsteiner mit 1:0 vorlegen konnten. Schlieren seinerseits musste gegen Waldkirch in fünf Sätzen einen harten Abnützungskampf durchstehen und hatte im letzten Spiel gegen Rebstein sichtlich Konditionsschwierigkeiten.

Rebstein verabschiedete sich, unterstützt vom toll mitgehenden Publikum, mit einem 3:1-Sieg aus der Nati B. Somit war Waldkirch mit fünf Satz-Siegen – gegenüber je vier der Gegner – der jubelnde Dritte. Weil Rebstein in der direkten Begegnung gegen Waldkirch verlor, hätte im letzten Spiel sogar ein 3:0-Sieg nicht mehr für den Ligaerhalt gereicht.

Handicap durch verletzten Schläger

Rebstein hatte das Handicap, mit einem verletzten Lukas Wirth antreten zu müssen. Dieser hatte sich am Vorabend im Training eine Zerrung geholt und konnte seinen Arm nicht mehr richtig hochhalten. Anfangs ging es noch einigermassen als Schläger, im Verlaufe des Abends zog er sich dann in die Verteidigung zurück und musste im letzten Spiel im zweiten Satz ganz passen.

Waldkirch hatte das Glück mit der Nummer acht, Stefan Ziegler, einen Spieler in seinen Reihen zu haben, der alle wichtigen Punkte holte. Die Bälle des 30-maligen Nationalspielers kamen wie Geschosse gegen die gegnerische Abwehr, die diesen nicht viel entgegenzusetzen hatte. Aber auch Ziegler musste sich während des Abends mit einer leichten Zerrung in die zweite Reihe zurückziehen.

Bei Rebstein fehlte die Konstanz

Um 23.15 Uhr, als der letzte Pfiff verklungen war, gab es natürlich fröhliche und enttäuschte Gesichter.

Die Nummer drei, Ruedi Frehner von Aufsteiger Waldkirch, kommentierte dies so: «Ich glaub's nicht, jetzt sind wir vor lauter Dummheit noch aufgestiegen.» Ein Schlierener mit hängendem Kopf: « Nein, das darf es nicht sein. Da gewinnen wir alle Spiele in der Meisterschaft – und das wichtigste verlieren wir.»

Etwas nüchterner sieht es Lukas Wirth. «Schade, dass es nicht geklappt hat. Wir hatten unsere Chance, waren aber über die ganze Saison gesehen zu wenig konstant. Ich denke, dass unser Team zusammenbleibt, sodass wir in der 1. Liga einen neuen Anlauf nehmen können.»

Rebstein spielte mit Lukas Wirth, Fabian Oesch (Andreas Herrsche), Marco Ramer, Daniel Frei und Stefan Herrsche.