FAUSTBALL: Cup-Aus für TV Rebstein in sieben Sätzen

Der TVR musste die klare Überlegenheit des NLA-Teams TSV Jona anerkennen und verlor 2:5.

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Rebsteins Anschläger Lukas Wirth kam gegen den NLA-Verein immer besser ins Spiel. (Bild: Ulrike Huber)

Rebsteins Anschläger Lukas Wirth kam gegen den NLA-Verein immer besser ins Spiel. (Bild: Ulrike Huber)

Vor dem 1/16-Final des Schweizer Cups am Donnerstagabend zu Hause auf der Progy-Wiese gegen die Faustballer vom TSV Jona war Coach Michael Meier vom TV Rebstein noch vorsichtig optimistisch: «In einem Cup-Spiel ist alles möglich. Schliesslich dürfen wir aufgrund des Reglements als Team, das zwei Klassen tiefer spielt als unsere Gäste aus Jona, jeden Satz mit einem 3:0-Vorsprung beginnen. Wir müssen uns zusammenreissen und jeden Ball erlaufen.»

Christian Schluep, Jona-Trainer, gab sich realistisch: «Wir müssen ins Spiel finden, und in jedem Satz den Drei-Punkte-Vorsprung der Rebsteiner rasch egalisieren. Ich tippe auf einen 5:2-Sieg.» Womit er dann auch Recht behalten sollte.

Lehrreiche Partie für Rebstein

Denn schon der erste Satz zeigte, dass es für die jungen Rebsteiner zu einer lehrreichen Partie kommen würde. Die in Bestbesetzung angetretenen «Züriseer» hatten innert einer Minute die vorgegebenen drei Punkte aufgeholt und liessen den Gastgebern und ihrem Anschläger Lukas Wirth in diesem Satz keine Chance – und mit einem 3:11 keinen einzigen Punkterfolg.

Im folgenden Durchgang liessen die NLA-Spieler etwas nach und erlaubten auch längere Ballwechsel. Dadurch kamen die Rebsteiner besser ins Spiel und zeigten, dass auch sie guten Faustball spielen können. Mit 11:7 durfte dieser Satz sogar gewonnen werden.

Ebenso wie dann auch der fünfte Satz, in dem die Gastgeber auf einmal richtig mitspielten. Und auf einmal passierten den Anschlägern der Gäste auch reihenweise Eigenfehler. Resultat? Ein weiterer Satzgewinn mit 11:6 für Rebstein.

Ergebnisse beinahe nach Belieben gestaltet

In den restlichen Sätzen überwog aber das Gefühl, dass Jona mit Rebstein oft Katz und Maus spielte und die Ergebnisse beinahe nach Belieben gestaltete. So gingen der dritte und vierte Satz mit einem klaren 11:5 an die Gäste, obschon diese ihren Top-Schläger Fabio Kuenz zeitweise schonten und dafür Yannick Landolt zum Einsatz brachten. Den Satz zum Matchgewinn schloss der TSV Jona mit einem Ass zu einem weiteren 11:5 ab, sodass dieses Cupspiel gesamt mit 5:2 Sätzen an die Gäste ging. Rebsteins Michael Meier zog trotzdem ein positives Resümee: «Wir haben gegen die hervorragenden Schläger von Jona zu selten einen Aufbau hergebracht. Aber die zwei gewonnenen Sätze motivieren uns natürlich für unsere nächsten Ligaspiele in zwei Wochen.»

Und Lukas Wirth, auf seine zahlreichen vergebenen Aufschläge angesprochen, erklärte: «Ich war gezwungen, risikoreich aufzuschlagen. Denn wenn Jona aufbauen konnte, war beinahe jeder Ball ihrer starken Schläger ein Verlustpunkt für uns.»

Gerhard Huber

SCHWEIZER CUP, 1/16-Final

TV Rebstein – TSV Jona 2:5 (3:11, 11:7, 5:11, 5:11, 11:6, 8:11, 5:11)

TV Rebstein: Fabian Oesch, Stefan Herrsche, Lukas Wirth, Andreas Herrsche, Michael Meier, Daniel Frei und Adrian Lehmann. Coach: Michael Meier.