Faszination Eishockey

Der Schlittschuh-Club Rheintal engagiert sich seit Jahren in der Jugendförderung, und er bietet sowohl angehenden Spitzen- als auch Breitensportlern eine Freizeitbeschäftigung. Derzeit tragen 70 Kinder und Jugendliche das Luchs-Logo in die Schweiz hinaus.

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EISHOCKEY. Die Basis legen die Talente bereits in der Hockeyschule, in der das Motto gilt: «Früh übt sich». Wie in vielen Sportarten ist es wichtig, dass Kinder schon früh mit dem Lernen und gezielten Training beginnen. Der Eishockeysport fördert die Beweglichkeit, Schnelligkeit und Motorik sowie auch die Sozialkompetenz der Kinder. Bereits im Vorschulalter, sobald die Kinder auf den Schlittschuhen stehen können, beginnt das Erlernen des Schlittschuhlaufens und der spielerische Umgang mit Stock und Puck. Spiel und Spass stehen im Vordergrund, die Kinder sollen sich austoben und ihrer Energie freien Lauf lassen können. Das Spiel ist für Buben und Mädchen gleichermassen geeignet.

Hohe Eishallen-Kosten

Eishockey gilt als schnellste Teamsportart der Welt, wovon die Kinder sowohl in der körperlichen als auch persönlichen Entwicklung profitieren. Durch gezieltes Training und das Tragen geeigneter Schutzausrüstung ist das Verletzungsrisiko viel geringer als angenommen, Verletzungen im Nachwuchsbereich kommen selten vor.

Wie die meisten Vereine lebt der SC Rheintal zum grössten Teil von Sponsorengeldern. Dank der finanziellen Unterstützung von Sponsoren und Gönnern ist es möglich, dem Eishockey-Nachwuchs ein relativ kostengünstiges Hobby zu ermöglichen. Allein Unterhalt und Miete in der Widnauer Eishalle verschlingen für den SC Rheintal jedes Jahr 70 000 Franken. «Aber für die schönste Nebensache der Welt und für unsere Jugend ist das sehr gut investiertes Geld», sagt der Sponsoringverantwortliche Andy Plüss.

Wer einmal vom Eishockey-Virus befallen ist, komme so schnell nicht wieder davon los: Eishockey ist ein Sport, der sowohl als Leistungssport in Aktivmannschaften als auch als Breitensport bis ins hohe Alter betrieben werden kann.

Eine Region, viele Clubs

Der SC Rheintal als Ausbildungsclub bietet zusammen mit dem Eiskindergarten des EVM sehr gute Einstiegsmöglichkeiten in den Eissport. Die Hockeyschule ist für alle, die den Hockeysport näher kennenlernen möchten, ein fixer Termin im Kalender. Nach den Herbstferien bis Weihnachten findet in der Eishalle Widnau Hockey für Einsteiger statt. Damit für alle Kinder eine stufengerechte Ausbildung stattfinden kann, kümmern sich mehrere Trainer individuell und niveaugerecht um die Kinder. Weil die «Inkubationszeit» für den Hockey-Virus nur etwa einen Tag dauert, geht es nach den Weihnachtsferien gleich weiter: Nach der Hockeyschule werden die Kinder, beginnend bei den Bambini, bereits in die verschiedenen Altersgruppen verteilt.

70 Nachwuchsspieler reichen nicht, um acht Mannschaften mit genügend Spielern und Spielerinnen (auch Mädchen sind im SCR willkommen) zu stellen. Deshalb arbeitet der SC Rheintal mit anderen Eishockeyvereinen zusammen. Ab der Stufe Moskito (U13) spielen die Kinder in der Kooperation SC Rheintal/Dornbirn Bulldogs. Vier Eishallen, ein offenes Eisfeld und zusätzliche 80 Kinder sind das Resultat dieser erfolgreichen Zusammenarbeit. So viele Mannschaften brauchen schliesslich auch genug Eiszeit, um zu trainieren und zu spielen.

Eishockey ist ein Familiensport. Bei den kleinsten Cracks beinhaltet die Unterstützung der Eltern alles, von Nasenputzen, Schlittschuhbinden und «Bobos» pflegen bis zum Fahrdienst. Bei den Grösseren ist der Verein in den Funktionen des Reporters, Zeitnehmers, Strafbank-Betreuers oder Stadionsprechers ebenfalls auf die Hilfe der Eltern angewiesen – und zeigt sich auch sehr dankbar dafür.

Dem einzigen Schlittschuhclub im St. Galler Rheintal ist es wichtig, dass die Kinder gezielt gefördert werden. Potenzielle Talente erhalten ab der Oberstufe die Möglichkeit, an der OMR Heerbrugg den Unterricht in einer Sportklasse zu besuchen. Dank der Zusammenarbeit mit Nationalligavereinen besteht die Chance, Ausbildung und Hockey auf professionellem Niveau unter einem Hut zu vereinen. Beispiele dafür sind: Ramon Untersander (SC Bern), Lukas Sieber (EV Zug), Sin Schläpfer und Dominic Weder (beide HC Davos), Kevin Fehr (Kloten Flyers) oder Manuel Holenstein (EHC Chur).

Fanionteam mit Rheintalern

Zum Nachwuchskonzept des SC Rheintals gehört auch die erste Mannschaft. Nach Beendigung des Juniorenalters (U20) beginnt die Aktivkarriere. Ziel ist es, die erste Mannschaft mehrheitlich mit Spielern aus der eigenen Nachwuchsabteilung zu besetzen. Im Moment ist mehr als die Hälfte des Rheintaler Zweitliga-Teams durch die SCR-Schule gegangen. Es ist aber eine Herausforderung für den Verein, auch in diesem Bereich weitere Fortschritte zu machen – und für junge Spieler vermehrt attraktiv zu werden. (pd)

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