Fasnächtler feiern die 11

REBSTEIN. Der 11. 11. ist für Fasnächtler ein Freudentag und für die eingefleischtesten gar ein Feiertag. Solche fanden sich gestern vor dem Rebschter «Rebstock» ein – und es sind von Jahr zu Jahr mehr.

Max Tinner
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Polonaise der Obervögel über den Platz zwischen «Rebstock» und Rathaus. Minuten später war die Fasnächtlerschlange fünfmal so lang. (Bild: Max Tinner)

Polonaise der Obervögel über den Platz zwischen «Rebstock» und Rathaus. Minuten später war die Fasnächtlerschlange fünfmal so lang. (Bild: Max Tinner)

REBSTEIN. Manchen fällt es schwer, nachzuvollziehen, dass schon Fasnacht sein soll, wo man nach dem schönen, langen Altweibersommer noch nicht einmal auf Weihnachten eingestellt ist.

Polonaise vor dem Rathaus

Aber den eingefleischtesten Fasnächtlern ist der 11. 11. ein Feiertag, ihr Lang-lang-vor-Schmutzig-Donnerstag-Fasnachts-Eröffnungstag. Im Rheintal wird er besonders ausgelassen in Rebstein gefeiert, wo sich gestern pünktlich um 11.11 Uhr die farbenfrohen Obervögel und die Guggenmusik Burgtätscher einfanden sowie so mancher weitere «Gugg» und Fasnächtler aus den Nachbardörfern und auch an die hundert Zuschauerinnen und Zuschauer. Erstmals fand sich zu dem Spektakel auch eine ganze Schulklasse ein – die Schülerinnen und Schüler hängten sich denn auch freudig in die Polonaise der Obervögel über den Platz zwischen Rathaus und «Rebstock» ein.

«Es elferet nu no so»

Der gestrige 11. 11. war halt ein besonderer: «Dank der Jahrzahl 11 elferets nu no so», meinte Obervogel Benno «9» Keel. Hätten die Burgtätscher bei ihrer Gründung schon so weit in die Zukunft gedacht, hätten sie sich womöglich extra wegen des gestrigen Tages vielleicht sogar ein Jahr früher zusammengetan. Sie feierten gestern nämlich das 10-jährige Bestehen. Wär die Guggenmusik bereits im Jahr 2000 gegründet worden, hätte es gestern eine 11 mehr zu feiern gegeben.