Fasnacht
Wegen der Coronapandemie: Bernecker Schnitzelbank findet nicht statt

Corona zwingt auch die Schnitzelbänkler in die Knie. Der Auftritt an der Fasnacht entfällt.

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«Die Uusgschlossene» müssen ihren zweiten Auftritt auf die Bernecker Fasnacht 2022 verschieben.

«Die Uusgschlossene» müssen ihren zweiten Auftritt auf die Bernecker Fasnacht 2022 verschieben.

Bild: pd

(ma) 2021 wäre für die Bernecker Schnitzelbank ein besonderes Jahr geworden. Die Schnitzelbank gibt’s seit 1961 und hätte nächstes Jahr zum 60. Mal stattgefunden. Ein weiteres Jubiläum wollte die Gruppe Überfliegair feiern. Das damalige Trio mit Philipp Färber, Roman Federer und René Lei stand 2001 erstmals auf der Bühne und überraschte mit einem variantenreichen Programm mit Sketchen und drei ausgewählten Persönlichkeiten, in deren Rollen sich die Akteure gekonnt versetzten.

Nach 20 Jahren wollte sich die Gruppe vom Publikum verabschieden. Doch die Pandemie hat die Pläne der Bernecker Schnitzelbänkler durchkreuzt.

Sich den Entscheid nicht leicht gemacht

Der letzte Auftritt in der zweiten Februarhälfte hatte gerade noch unter gewohnten Umständen stattfinden können. In den sechs Gaststätten gab es kaum mehr freie Plätze und die Gäste sassen dicht gedrängt und gut gelaunt um die Tische.

Die Darbietungen kamen sehr gut an. Insbesondere die Gruppe Die Uusgschlossene mit Vater und Sohn Markus und Manuel Waser aus Heerbrugg erlebte eine gelungene Premiere. Ihre Schnitzelbank war eine willkommene Bereicherung. Die erste Coronawelle im Frühjahr bereitete den Gruppen dann auch noch keine schlaflosen Nächte. Die Fasnacht 2021 war noch weit weg.

Seit August war man aber im ständigen Kontakt und verfolgte die Entwicklung gespannt. Anfang Dezember wurde klar, dass die Voraussetzungen für die Schnitzelbank 2021 in einem auch nur annähernd vernünftigen Rahmen nicht gegeben sind. Man entschied sich darum schon damals für einen Verzicht. Die aktuelle Situation zeigt, dass dieser Schritt richtig war.

Ersatzprogramm versucht – und verworfen

Die Gruppen wollten aber nicht einfach den Kopf in den Sand stecken. «Wir hätten liebend gern nicht nur abgesagt, sondern eine Alternative angeboten», sagt Roman Federer. Zur Diskussion standen kurze Sequenzen der Gruppen, die dann über soziale Medien hätten verteilt werden können.

Am Schluss habe man solche Pläne aus verschiedenen Gründen jedoch wieder verworfen. So bleiben die Schnitzelbänkler 2021 stumm. Aufgeschoben ist aber nicht aufgehoben: Nach einem Jahr Unterbruch soll es an der Fasnacht 2022 noch einmal richtig knallen.