Farbigen Liederreigen einstudiert

Am Samstagabend fand im Saal des Hotels Sonne der jährliche Unterhaltungsabend des Jodlerklubs Altstätten statt. Im ersten Teil sangen der Jodlerklub und verschiedene Kleinformationen Juchzer und Jodellieder. Danach folgte ein Theaterstück.

Theodor Looser
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Der Jodlerklub Altstätten beim Vortrag. (Bilder: Theodor Looser)

Der Jodlerklub Altstätten beim Vortrag. (Bilder: Theodor Looser)

ALTSTÄTTEN. Dirigentin im ersten Teil war Hedy Fitze, Andreas Kobler und Hans Popp führten mit viel Humor durch das Programm. Erstmals sang mit Michael Breu und Anita Breu-Stieger ein Ehepaar mit, das sich im Jodlerklub gefunden hatte.

Im zweiten Teil wurde das Theaterstück «Süess und süffig» aufgeführt, ein Schwank in zwei Akten von Daniel Kaiser. Anschliessend spielten die Bergmäätle zum Tanz auf. Das Programm wurde am Sonntag am Jodlernachmittag wiederholt.

Origineller Werbespruch

«Es herbstet, die Blätter fallen von den Bäumen, man vernimmt von Irgendneumen: Die Jodler sind am Proben wie die Spinner, ein Besuch am Jodlerabend lohnt sich immer.» Mit diesem Spruch warben die Jodlerinnen und Jodler für den Unterhaltungsabend, und das Publikum liess sie nicht im Stich. Nebst zahlreichen anderen Zuhörern konnte Präsident Andreas Kobler nach dem ersten Jodlerlied «Bim Stärnewirt» befreundete Jodlerklubs, Männer- und Frauenchöre von nah und fern zum Unterhaltungsabend begrüssen.

Mit den folgenden Titeln «Uf em Heiwäg» und «I dänk chli nah» zeigte der Jodlerklub sein grosses Können und die ganze Kraft des Jodelgesangs.

Verschiedene Kleinformationen

Mit dem Auftritt von verschiedenen Kleinformationen, alle gebildet aus eigenen, jüngeren und älteren Mitgliedern des Jodlerklubs, wurde das Programm fortgesetzt. Zuerst konnte man ein Duett, bestehend aus Anita Breu und Hedy Fitze, hören. Beim Stück «Wenn i e Jutz cha ghöre» wurden die beiden von Ruedi Graf mit dem Akkordeon begleitet. Der rauschende Beifall galt nicht zuletzt auch dem grossen Auftritt dieser Formation am Jodlerfest in Sarnen.

Beifälliges Echo im Publikum

Das «Terzett Familie Eugster» sang dann «Es Chnächtli und es Mägdli». Hansruedi Eugster, Luzia Göldi-Eugster und Stefan Eugster erwiesen sich ebenfalls als erprobtes Ensemble, das den Jodelgesang im Blut hat. Die Kleinformation Jodlerklub Altstätten sang «Du und ich» von Ruedi Bieri und musste ebenfalls eine Zugabe, diesmal einen Juchzer, geben. Dirigentin Hedy Fitze konnte anschliessend nochmals die Gesamtformation auf die Bühne holen und drei erdige Kompositionen vortragen lassen. «Bim vernachte», «Moorbädler Jutz» und besonders «S'Grüchtli» fanden grossen Anklang.

Die witzigen Texte und der fröhliche Jodelgesang fanden ein beifälliges Echo unter den Zuhörern. Auch hier musste eine Zugabe, wiederum ein «Juchzer», gegeben werden.

Den Abschluss macht traditionellerweise der Gesamtchor, bestehend aus dem Jodelklub Altstätten und allen Sängerinnen und Sängern aus dem Publikum. Gemeinsam wurde «E gschänkte Tag» von Adolf Stähli gesungen, für alle Anwesenden im Saal ein eindrückliches Erlebnis.

Gauner und Liebespaare

Das im zweiten Teil aufgeführte Theaterstück «Süess und süffig» wurde von der erprobten Theaterriege des Jodlerklubs unter der Regie von Andreas Popp einstudiert. Wie immer ging es hauptsächlich darum, das Publikum zum Lachen und die Stimmung im Saal zum Kochen zu bringen.

In der Geschichte rund um den Weinhandel zweier Familien, die von einer Gaunerin und ihrem Partner betrogen werden sollten, siegte dann letztlich doch das Recht, und auch die verhinderten Liebespaare fanden sich. Der derbe Spass fand grossen Anklang, wobei auch die schauspielerische Leistung das Ihre zum Erfolg beitrug.

Erwähnenswert sind auch die gut bestückte Tombola in der Pause und die heiss-runden Rhythmen der «Bergmäätle», die bis spät in die Nacht zum Tanz aufspielten.

Eine Szene aus dem Theaterstück «Süess und süffig». (Bild: Picasa)

Eine Szene aus dem Theaterstück «Süess und süffig». (Bild: Picasa)