Facettenreicher Jazz

Von Samstagmittag bis Sonntagmittag durchgehend Live-Bands: Am 19. und 20. Oktober veranstaltet der Kulturverein Widnau die vierte Auflage des 24-Stunden-Jazz in der «Habsburg».

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Alessandro Bertozzi besinnt sich auf das, was ihm Spass macht: Melodisches Spiel und Groove. (Bild: pd)

Alessandro Bertozzi besinnt sich auf das, was ihm Spass macht: Melodisches Spiel und Groove. (Bild: pd)

WIDNAU. Der Kulturverein Widnau lädt zur vierten Runde von 24-Stunden-Jazz ein. 14 Jazz-Formationen absolvieren einen 24-Stunden-Marathon. Für den Anlass konnten internationale Grössen verpflichtet werden. Ein Highlight verspricht das Alessandro Bertozzi Quintett aus Italien zu werden. Das Quintett bietet eine schöne Collage aus Fusion, Funk, Soul und Smooth Jazz. Kompositionen voller Emotionen, die Bertozzi mit weiteren vier Musikern sofort auf das Publikum überspringen lässt.

Die aus Indien stammende Sängerin Kalpao Rao interpretiert mit ihrem Quartett auf stilvolle Art ein Repertoire aus Jazz, in dem auch vereinzelte eigene Kompositionen zu hören sind. Ihr Stil ist geprägt durch ihre indischen Wurzeln, die subtil hörbar sind und dem Gesang einen eigenständigen Charakter verleihen.

Eine Art Kammermusik

Heridos de Sombra spielen vorwiegend populäre lateinamerikanische Musik (Son, Cha-Cha-Cha, Boleros). Die für die Stile ungewöhnliche Quartett-Besetzung erzeugt in einem beinahe kammermusikalischen Rahmen eine fesselnde Atmosphäre, die einerseits zum aufmerksamen Zuhören einlädt, anderseits aber auch Tanzbegeisterte auf ihre Kosten kommen lässt.

Peter Madsen, Herwieg Hammerl und Alfred Vogel definieren die wohl erdigste Form des Jazz ganz einfach neu – rotzfrech, authentisch und immer mit grossem Respekt vor den Roots. 2012 gewann Christina Jaccard mit ihrem Trio den Swiss Award 2012. Am Samstag steht sie um 20.15 Uhr auf der 24-Stunden-Jazz-Bühne. Jaccard hat schon früh eine leidenschaftliche Beziehung zur schwarz-amerikanischen Musik entwickelt. Der Soul ihrer vielzitierten «schwarzen Stimme» hat der Sängerin die Namen Zürichs First Lady of Black Music eingetragen.

Jazzmusiker mit Erfahrung

Marco Santilli wurde in Locarno geboren und wuchs im Tessin auf. Als Jazzmusiker trat er mit verschiedenen Gruppen in der Schweiz und in den USA auf. Er nahm am «Estival Jazz Lugano», oder am «Montreux Jazz Festival Off» teil. Während seines Aufenthalts in New York gab er Konzerte unter anderem mit dem Michael Rabinowitz Quartett (Mingus Orchestra). In Widnau will Marco Santilli mit Latin Jazz das Publikum begeistern. (pd)

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