Existenz der Institution gesichert

An der Hauptversammlung des Vereins Bibliothek Reburg wurden Edith Pichler nach 22 und Irene Köppel nach 19 Jahren Mitarbeit im Bibliotheksteam verabschiedet.

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ALTSTÄTTEN. Präsident Hans-Peter Enderli hielt in seinem Jahresbericht Rückschau auf das vergangene Geschäftsjahr.

Ruhigeres Fahrwasser

Der 2014 von ihm geäusserte Wunsch nach ruhigerem Fahrwasser für die Bibliothek ging in Erfüllung. Grund dafür ist die im Juni 2014 von allen politischen Gemeinden des Oberrheintals unterzeichnete und rückwirkend auf den 1. Januar 2014 in Kraft gesetzte Leistungsvereinbarung. Hans-Peter Enderli ist überzeugt, damit einen Weg gefunden zu haben, der die Existenz der Institution langfristig sichert. Da das bewilligte Budget ein eigentliches Sparbudget ist und keine grossen Sprünge erlaubt, liegt das Hauptaugenmerk des Teams und des Vorstandes auf einer effizienten und kundenfreundlichen Gestaltung des Betriebes, was sehr gut gelungen ist.

Positiver Ausblick

Für einmal schloss der Präsident seinen Rückblick mit einem Ausblick. Da der Neubau des Rathauses dieses Jahr abgeschlossen wird und dabei dank des neu gestalteten Platzes und eines grossen Restaurants die Bibliothek markant in Erscheinung treten wird, rechnet er mit einer positiven Entwicklung des Bibliotheksbetriebes. Unterstützt wird dieser optimistische Ausblick durch die Tatsache, dass mit dem Einzug der Post im Nachbarhaus die Fussgängerfrequenzen ansteigen werden.

Stagnierendes Jahr

In ihrem Jahresbericht sagte die Leiterin des Bibliotheksteams, Barbara Gerber, das vergangene Jahr sei ein ruhiges, stagnierendes Jahr gewesen. Gefreut hat sich die operative Leiterin an der neu gefundenen jungen und ausgewiesenen Fachkraft, die im Juni ihre Arbeit aufnehmen wird. Im Bereich der Statistik wartet Gerber mit ähnlich Zahlen auf wie im Vorjahr: es sind total 79 400 Medien ausgeliehen worden. Im Bereich der digitalen Ausleihen stieg die Zahl der Downloads um rund 1500 auf 5144. Die Anzahl der Mahnungen ist gestiegen, was die Leiterin u. a. auf die wegen der Bautätigkeit in Altstätten gesunkenen Besucherzahlen zurückführt. Der vermehrte digitale Konsum von Musik- und Filmmedien führt zudem zwangsläufig zu einem Rückgang der Ausleihen von CDs und DVDs.

In einem Ausblick weist Barbara Gerber auf zu erwartende grosse Veränderungen im Bibliothekswesen hin: u. a. die fortschreitende Digitalisierung mit entsprechenden Anpassungen in der Ausbildung der Bibliotheksangestellten und auch der Wegfall der kantonalen Unterstützung für Dibiost, was zu höheren Kosten für die Bibliotheken führen wird. Das Budget lasse – wie schon im Bericht des Präsidenten angetönt – keine Steigerung des Angebots zu, so dass in erster Linie die Pflege des Kerngeschäftes anstehe.

Alle wiedergewählt

An den vom Präsidenten durchgeführten Wahlen wurden alle Vorstandsmitglieder und die GPK einstimmig für weitere zwei Jahre wiedergewählt. Die beiden Mitarbeiterinnen Edith Pichler und Irene Köppel, die seit Oktober 1993 bzw. seit September 1996 in der Bibliothek tätig waren, wurden vom Präsidenten gewürdigt. Er erinnerte dabei an die vielen Veränderungen im Bibliothekswesen, die die beiden in ihrer Zeit im Team der Bibliothek zu bewältigen hatten. Beide leisteten in ihren Ressorts perfekte Arbeit und waren in all den Jahren grosse Stützen des Teams. Mit einem Blumenstrauss und einem Geschenk wurden die beiden Frauen verabschiedet. (pd)

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