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Essen ins Wohnzimmer geliefert

Seit einigen Jahren besteht für Einwohner die Möglichkeit, Mahlzeiten über das Seniorenwohnheim Brenden zu beziehen. Nach einem Testlauf wird das Projekt auf Walzenhausen ausgeweitet.
Benjamin Schmid
Roman Zünd liefert das Essen an Hildegard Zöller. (Bild: Walter Zünd)

Roman Zünd liefert das Essen an Hildegard Zöller. (Bild: Walter Zünd)

Für 14 Franken können sich interessierte Personen Essen nach Hause liefern lassen. Es stehen verschiedene Portionengrössen zur Auswahl. Die Mahlzeiten werden täglich in der Küche des Seniorenwohnheims frisch zubereitet. Angestellte von Brenden liefern die Mahlzeiten zwischen 11.10 und 12.10 Uhr in Wärmebehältern aus, an den Wochenenden übernehmen Privatpersonen den Lieferdienst. «Pro Mahlzeit bekommen die Fahrer fünf Franken Spesenvergütung ausbezahlt», sagt Gemeinderat Walter Zünd.

Der in Lutzenberg-Wolfhalden lancierte und auf Walzenhausen ausgeweitete Mahlzeitendienst arbeitet kostendeckend, ist aber auf ehrenamtliches Mitwirken angewiesen. «Ob Senioren, Wöchnerinnen oder Langzeitpatienten – das Angebot ist für alle», sagt Zünd, «auch für Rekonvaleszente, Urlaubsrückkehrer und Personen, die an gewissen Tagen nicht kochen können oder wollen.»

Zwei Tage im Voraus

Bisher ist der Mahlzeitendienst für eine Kapazitätsgrenze von 16 Mahlzeiten ausgelegt. «Wird diese Grenze erreicht, werden die Menüs für Walzenhausen dorfintern im Alterswohnheim zubereitet», sagt Walter Zünd. Wer davon profitieren möchte, braucht sich nur zwei Tage vor Liefertermin beim Seniorenwohnheim Brenden anzumelden. Die Tage, an denen geliefert werden soll, sind flexibel wählbar. Zünd sieht das Projekt nicht im Konkurrenzkampf mit hiesigen Fastfood-Lieferdiensten und auch nicht mit der Spitex: «Wir offerieren eine vollwertige und gesunde Mahlzeit für wenig Geld, ohne dabei nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu arbeiten.» Geliefert werden eine Suppe, ein Salat und ein Hauptgericht mit Fleisch sowie sonntags ein Dessert. «Für Vegetarier und Veganer gibt es keine Extramenüs, wer aber auf spezielle Zutaten verzichten möchte, kann diese angeben und wir berücksichtigen es», sagt Zünd. Ekkehard Andexlinger, Pensionär aus Lutzenberg, nutzt den Mahlzeitendienst bereits seit 10 Jahren. Weil seine Frau periodisch auswärts wohnt, bestellt er alle zwei Monate für einen Monat Essen über den Lieferdienst. Die Menüs korrespondieren mit dem Wochenessplan des Seniorenwohnheims Brenden und sind jeweils eine Woche im Voraus abrufbar. «Anfangs Woche studiere ich den Speiseplan und wenn es an einem Tag etwas hat, was ich nicht essen kann, rufe ich an und es wird berücksichtigt», sagt Andexlinger, «dank dem Dienst muss ich den recht anspruchsvollen Weg zu meinem Haus nicht oft gehen.»

Mehr als ein Lieferservice

Hildegard Zöller aus Wolfhalden nimmt den Dienst seit diesem August in Anspruch. Wegen ihres kranken Fusses kann sie kaum gehen und stehen. «Ich bin froh, bringt mir der Mahlzeitendienst das Essen bis in die Wohnstube. In Notfällen haben sie auch schon meine Einkäufe erledigt.» Viele Personen schätzen es, nicht selbstständig einkaufen und kochen zu müssen ebenso sehr wie die persönliche Note bei den Lieferungen. «Oft bleibt man noch auf ein Gespräch, bringt der Person die Post oder erweist einen anderen Dienst», sagt Walter Zünd und ergänzt: «Nicht die Wirtschaftlichkeit, sondern die Menschlichkeit steht im Zentrum.»

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