Es soll Schwimmbad bleiben

Das Balgacher Hallenbad ist zweckmässig – das ergibt eine Umfrage dieser Zeitung. Gewünscht werden Wechselkabinen für Erwachsene und ein separates Becken für Schwimmer.

Monika von der Linden
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Ist das Schulschwimmen beendet und das Vereinsschwimmen hat noch nicht begonnen, haben die Schwimmer genug Platz. (Bild: Monika von der Linden)

Ist das Schulschwimmen beendet und das Vereinsschwimmen hat noch nicht begonnen, haben die Schwimmer genug Platz. (Bild: Monika von der Linden)

BALGACH. «Es wäre gut, würde man das Becken um zwei Meter breiter machen», sagt Walter Kehl zur Umfrage der Gemeinde Balgach über die Zukunft des Hallenbades. Er musste nicht erst überlegen, war er doch während 26 Jahren dort Bademeister. Als das Bad 1972 geplant wurde, durfte es nicht mehr als 2,5 Mio. Franken kosten. Deshalb wurde das Schwimmerbecken recht schmal. «Das habe ich immer bedauert und auch von Besuchern gehört.» Eine Verbreiterung wäre wohl zu teuer, da die Aussenwand versetzt werden müsste, meint der Balgacher. «Ich bin froh, dass es ein reines Schwimmbad ist. So soll es bleiben», sagt Kehl. Fitnessstudios und Solarien gäbe es genug in der Region.

Stephanie Ackermann (Hinterforst) und Taina Giezendanner (Diepoldsau) sind mit der Schule ins Bad gekommen. Für Schwimmer sei das Wasser mit 30 Grad zu warm und zum Planschen genau richtig, meinen beide. «Würde man Schwimmer- und das Nichtschwimmerbecken trennen, könnte eines kühler und eines wärmer sein», sagt Stephanie Ackermann. Zweimal wöchentlich kommt sie ausserdem mit dem Schwimmclub trainieren. Sie hätte lieber gesehen, hätte man vor einigen Jahren nicht eine Turnhalle, sondern ein neues Hallenbad gebaut. Ein interessantes und modernes Bad ziehe mehr Leute an. Deshalb findet sie, eine Sanierung sei nötig. «Ein Spassbad mit Sprungturm wäre schön, aber teuer und somit unrealistisch», meint Taina Giezendanner. «Dafür gehe ich in die Badi, da hat es alles.»

Ben Gabathuler kommt zweimal pro Woche aus Altstätten – zum Kraulen. Das Bad sei funktionell und er zufrieden. Es stört ihn jedoch, dass er am Wochenende keine freie Bahn hat. «Eine abgetrennte Bahn für Schwimmer wäre gut, wenn es voll ist.»

Für Gabriele Kiefer aus Heerbrugg ist das Hallenbad zweckmässig. Sie kommt jede Woche zum Aqua-Fit. «Solang es sauber ist und die Mitarbeiter anständig sind, bin ich zufrieden.

Lucia Graber aus Marbach erteilt Unterricht in Schul- und Rheumaschwimmen. «Ich schlage vor, die Umkleidekabinen zu trennen» – Wechselkabinen für Erwachsene und Sammelkabinen für Kinder. Eine Sauna oder ein Whirlpool wären schön, aber Luxus. «Dafür kann man bald wieder nach St. Margrethen fahren.» Aus Gründen der Hygiene stört es sie, wenn Eltern bei Kursen mit Strassenkleidern in die Halle kommen. Das sollte man noch mehr reduzieren.

«Ein Becken für Schwimmer (27 Grad) und eines für Nichtschwimmer (32 Grad) wäre schön», sagt der heutige Bademeister Roland Steiger.

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