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Es kommt Bewegung in die Chemieindustrie

Die Unternehmen aus der Chemieindustrie sind nicht zu beneiden. Neben schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen machen ihnen zunehmend Billiganbieter aus den Schwellenländern das Leben schwer. Vielen Firmen bleibt kein anderer Ausweg, als sich zusammenzuschliessen.

Die Unternehmen aus der Chemieindustrie sind nicht zu beneiden. Neben schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen machen ihnen zunehmend Billiganbieter aus den Schwellenländern das Leben schwer. Vielen Firmen bleibt kein anderer Ausweg, als sich zusammenzuschliessen. Im Zuge der Fusion von Dow Chemical und DuPont sowie der Übernahme von Syngenta durch ChemChina hat der Druck weiter zugenommen.

In Branchenkreisen wird die Chemieindustrie mit einem Augenzwinkern auch gerne mit einem «Haifischbecken» verglichen. Finanzkräftige, grosse Anbieter warten nur gerade auf den richtigen Moment, um sich kleinere Rivalen einzuverleiben. Auf grössere Firmenübernahmen oder Zusammenschlüsse wartete man in den vergangenen Jahren allerdings vergebens – bis sich dies vor wenigen Monaten änderte. Nach mehrwöchigen Verhandlungen näherten sich Dow Chemical und DuPont im Dezember einander an. Die beiden amerikanischen Chemiekonzerne wollen ihre Geschäftsaktivitäten in drei eigenständige Gesellschaften mit den Ausrichtungen Agrarchemie, Materialchemie und Spezialitätenchemie bündeln. Das Grossprojekt trägt die Handschrift einiger Finanzinvestoren, die dem Aktionariat der beiden Unternehmen angehören.

Mehrerer Wirtschaftsnachrichtenagenturen zufolge führte DuPont zuvor schon mit dem deutschen Mischkonzern BASF sowie mit dem Basler Agrarchemiehersteller Syngenta Gespräche. Syngenta liegt mittlerweile ein Barangebot der staatlich kontrollierten China National Chemical Corporation, kurz ChemChina, vor. Zuvor buhlte die amerikanische Monsanto erfolglos um die Gunst des Weltmarktführers für Pflanzenschutzmittel. Zuletzt hiess es sogar, BASF erwäge eine Gegenofferte für DuPont oder Syngenta. Die Hochzeit von Dow Chemical und DuPont und die Übernahme von Syngenta durch ChemChina verstärken offensichtlich den Druck auf andere Anbieter. Deshalb wird auch der ebenfalls in Basel beheimateten Clariant eine aktive Rolle im Konzentrationsprozess nachgesagt. Der Spezialitätenchemiehersteller gilt seit Jahren als mögliches Übernahmeziel. Clariant könnte aber auch selber als Käufer in Erscheinung treten.

Nicht nur das verhaltene Wirtschaftsumfeld, auch der immer intensivere Wettbewerb seitens Billiganbietern aus den Schwellenländern zwingt selbst grosse Firmen zu Zusammenschlüssen. Denn Grösse bedeutet Preisgestaltungsmacht im Ein- und Verkauf sowie Skaleneffekte in der Produktion. Darüber hinaus winken Kostensynergien, von denen letztlich auch die Aktionärinnen und Aktionäre profitieren.

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