Es ist der Cocktail

«Athen, Shenzhen, Yellen» lautete der Titel unserer Anlagepolitik Ende Juni. Wir wollten damit unserer gestiegenen Sorge Ausdruck verleihen, dass der sechsjährige Aufwärtstrend mehr als nur einen Dämpfer erfahren könnte.

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«Athen, Shenzhen, Yellen» lautete der Titel unserer Anlagepolitik Ende Juni. Wir wollten damit unserer gestiegenen Sorge Ausdruck verleihen, dass der sechsjährige Aufwärtstrend mehr als nur einen Dämpfer erfahren könnte. Und dies nicht aus einem einzigen Grund, sondern wegen eines generell zunehmenden Unbehagens der Märkte gegenüber einem Cocktail aus meist politischen Manövern. Athen kann man – zumindest vorübergehend – vergessen, die Märkte haben den teuren Kauf weiterer Zeit zähneknirschend hingenommen. China hingegen ist aktueller denn je und die amerikanische Notenbank trägt mit ihrem Zaudern auch zum negativen Marktsentiment bei. Inzwischen herrscht kein Konsens mehr am Markt, dass keine Zinserhöhung das Beste für ihn wäre. Und nun rückt doch Europa wieder in den Fokus, genauer gesagt dessen Automobilindustrie. Das verspricht alles andere als einen ruhigen Herbst. Bringen zuletzt die Schummelmotoren die Börse zu Fall? Ganz so ausgeschlossen ist dies nicht. Denn die Betrügereien sind eine weitere Zutat für den ohnehin explosiven Cocktail. Natürlich kann man argumentieren, die Aktien der namhaften Hersteller seien schon arg gerupft und angesichts der auch in Zukunft intakten Nachfrage nach individueller Mobilität wieder günstig bewertet – sprich eine Bodenbildung absehbar. Dagegen spricht aber einerseits die Dimension dieses Skandals und andererseits, dass deutsche Hersteller betroffen sind. Und natürlich die Tatsache, dass der Markt in den vergangenen Wochen ohnehin schon mehrfach angezählt wurde. (pd)

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