Es gibt wieder ein Adventscafé

Wer vor zwei Jahren das Adventscafé in Altstätten besuchte, war begeistert. Der Wunsch wurde laut, es erneut zu öffnen. Für vier Altstätter Frauen war dies Motivation, die ehemalige Drogerie Gemperle wieder in einen Begegnungsort zu verwandeln.

Angelika Rieger
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Es gibt noch viel zu tun: Carmela Dürr, Yvonne Sonderegger, Silvia Hermann und Martina Stieger verwandeln die ehemalige Drogerie in ein gemütliches Adventscafé. (Bild: Angelika Rieger)

Es gibt noch viel zu tun: Carmela Dürr, Yvonne Sonderegger, Silvia Hermann und Martina Stieger verwandeln die ehemalige Drogerie in ein gemütliches Adventscafé. (Bild: Angelika Rieger)

ALTSTÄTTEN. Bis vor drei Wochen stand noch nicht fest, ob es wieder ein Adventscafé am Engelplatz gibt. Nun ist es definitiv: Ab 26. November ist es geöffnet. «Wir teilen uns die Arbeit», erklärt Carmela Dürr, die der Motor des Ganzen ist und sich die Arbeit mit Martina Stieger, Silvia Hermann und Yvonne Sonderegger teilt. «Und wir geniessen sie.» Denn Spass bei dem, was sie innert kürzester Zeit auf die Beine stellen, haben die vier initiativen Frauen.

Alle machen begeistert mit

Spass haben auch jene, die im Service mithelfen. «Es gibt immer Leute, die begeistert mitmachen», meint Yvonne Sonderegger. Wie Martina Stieger. Beim ersten Adventscafé gehörte sie zum Servicepersonal, dieses Jahr engagiert sie sich bereits im Vorfeld. Die vier Frauen haben noch eine Menge Arbeit vor sich. Denn sie verwandeln das leerstehende Lokal in einen besinnlichen Ort, wo man auf vielfältige Weise geniessen und die Besinnlichkeit der Adventszeit erleben kann, wann immer einem danach ist.

Möbel aus der Brockenstube

Das Konzept vom ersten Adventscafé, welches im Jahr 2009 durchgeführt wurde, wird beibehalten. Die Inneneinrichtung und das Geschirr aus der Brockenstube des gemeinnützigen Frauenvereins an der Obergasse kann man kaufen und mitnehmen. Aber nicht alles im Café ist gebraucht. «Wir möchten wieder mit Geschäften von Altstätten und der näheren Umgebung kooperieren», erklären die Frauen. Kunst und Kerzenlicht sorgen für Besinnlichkeit. In den Regalen stehen Sterne und Engel aus Glas von Maria Böhm aus Oberriet und Kerzen der Altstätter Kerzenfabrik Hongler.

Wohlige Atmosphäre

Bei der ersten Durchführung, die eigentlich nicht wiederholt werden sollte, hat es sich gezeigt, dass das Adventscafé keine Konkurrenz zu den bereits bestehenden Cafés in Altstätten ist. Letztes Jahr wurde es vermisst, denn etwas Vergleichbares gibt es in Altstätten nicht. Der Wunsch, es erneut anzubieten, wurde von verschiedenen Stellen laut. Besonders geschätzt wurde, dass man sehr gut auch alleine kommen kann. «Es ist gemütlich wie zu Hause, aber man findet gleich Anschluss», war der Tenor. Die Öffnungszeiten wurden dieses Jahr angepasst, damit man zu den Einkaufszeiten einkehren kann. Die Stadt liess sich erneut vom Konzept überzeugen und hat die Sonderbewilligung schnell erteilt.

Herzhaftes und Süsses

Zum familiären Flair tragen nicht nur die Dekorationen, sondern auch das kulinarische Angebot und wärmende Getränke bei. Als Spezialität des Hauses sind verschiedene Sorten Punsch aus dem Kloster Leiden Christi, Jakobsbad, erhältlich. Es gibt kleine Köstlichkeiten, herzhaft oder süss. Dazu gibt es Kuchen und Weihnachtsguetzli – kurz allerhand, um die Vorfreude auf Weihnachten unbeschwert und besinnlich zu geniessen. Das Gemüt ansprechen möchte man auch mit den Geschichten, die zu bestimmten Zeiten zu hören sind, dem gemeinsamen Singen und den sporadischen musikalischen Angeboten. Geschenke gibt es auch – aber jeden Tag nur für einen Café-Besucher. Im Adventscafé hängt ein Adventskalender, der jeden Tag zu einer anderen vorgängig ausgelosten Uhrzeit eine Überraschung bereithält.

Öffnungszeiten: Montag 17 bis 22 Uhr, Dienstag bis Samstag 9 bis 22 Uhr, Sonntag 10 bis 17 Uhr.