ES GIBT NOCH TICKETSES GIBT NOCH TICKETS: Er kann die Zeit zurückdrehen

Obwohl Freilichtspiele-Chefbaumeister Bruno Bösch zur Handlungszeit des «Schmugglerkönigs» in den 20er-Jahren noch nicht gelebt hat, weiss er, was es braucht, um die Menschen in jene Zeit zurückzuversetzen.

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Bruno Bösch, «Chefbaumeister» der Freilichtbühne, ist zuständig für den Bau der Bühne, auf der ab 8. September «Der Schmugglerkönig» gespielt wird. (Bild: b.)

Bruno Bösch, «Chefbaumeister» der Freilichtbühne, ist zuständig für den Bau der Bühne, auf der ab 8. September «Der Schmugglerkönig» gespielt wird. (Bild: b.)

Ein Rheinbau-Werkhof aus den 20er-Jahren wird nachgebaut. Dabei geht nichts ohne Bruno Bösch. Es ist die vierte In­szenierung, bei der er für den Bau und die Kulisse der Freilichtbühne zuständig ist. Mit Karl Mattle von der gleichnamigen Schreinerei in Rüthi und Bruno Böschs Bautrupp, der fast vollständig aus Rentnern besteht, schafft er für die Aufführung des «Schmugglerkönigs» Verblüffendes.

«Es ist erstaunlich, wie die Bühnenbilder der Freilichtbühne Rüthi sich über die Jahre entwickelt haben. Sie werden dank unseren Spezialisten von Mal zu Mal noch detaillierter, ausdrucksstarker und authentischer», sagt Hanspeter Dietrich, der Präsident der Freilichtbühne Rüthi, der selber auch zum Bautrupp gehört.

Ein Leben lang gebaut und Träume verwirklicht

Bruno Bösch ist vor wenigen Jahren als gelernter Baupolier in den Ruhestand getreten. Während seiner ganzen Schaffenszeit auf dem Bau hat er stets Verantwortung getragen und für viele den Traum vom eigenen Haus Realität werden lassen.

«Träume erfüllen, das ist ja schön und gut, aber als mir unser künstlerischer Leiter und damit Verantwortliche für das Bühnenbild, Kuno Bont, diesmal die ersten Pläne von der Bühne gezeigt hat und sagte, dass auch eine richtige Werkbahn fahren soll, da musste ich doch zuerst einmal tief Luft holen», sagt Bruno Bösch. Er gibt aber zu: Schon bald sei bei ihm der Ehrgeiz gewachsen, dieses besondere Bühnenbild so wie geplant umzusetzen.

«Der Schmugglerkönig» spielt im Wesentlichen auf einem Werkhof aus den 20er-Jahren, der unmittelbar beim kleinen Zollamt an der Grenze liegt. Den Hintergrund für die dreiste Schmugglergeschichte, die viele Anekdoten und Erzählungen rund um die Schmugglerei und den Schmugglerkönig unter einen Hut bringt, liefert der gleichzeitig kurz vor dem Abschluss stehende Diepoldsauer Durchstich.

Besonders vielfältige Kulisse mit fahrbaren Elementen

Die Kulisse ist diesmal besonders vielfältig. Aus vielen Gebäuden muss es rauchen, die technischen Voraussetzungen für Zwischenfälle müssen geschaffen werden und so entsteht neben dem ersten Bagger in der Geschichte der Rheinmelioration auch eine einsehbare Baubaracke, ein Zollamt, ein Sprengstoffdepot und eine alte Lockremise, die später zur Werkküche wird.

«Theater zu erleben ist besonders dann schön, wenn sich immer etwas bewegt» sagt Bruno Bösch. So sind auch Teile der Kulisse beweglich. Die Werkbahn fährt richtig und es herrscht ein Betrieb, wie er zu jener Zeit tatsächlich geherrscht haben könnte. Auch ganze Bühnen werden verschoben, Motorkarren und Fuhrwerke passieren.

«Verbunden mit Effekten, die aus der Filmbranche stammen, und dem herzerfrischenden Spiel der zahlreichen Laienschau­spieler, wird dies ein unvergessliches Theatererlebnis», sagt der Chefbaumeister mit Überzeugung. (b.)

 

Abgesehen von einer ausverkauften Vorstellung gibt es noch für alle Vorstellungen des «Schmugglerkönigs» Eintrittskarten. Der Vorverkauf läuft aber gut – noch nie waren die Tickets so beliebt wie in diesem Jahr. Unter www.schmugglerkoenig.ch können Tickets bestellt werden, zudem werden sie in allen Filialen der Alpha Rheintal Bank verkauft. (pd)