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Altstätter Maimarkt: Es gibt keine Zauberformel

Nach vielen Jahren hat die Städtli-Marktkommission Besucherinnen und Besucher des Maimarkts gefragt, was den Märkten gut täte, wie man sie fürs Publikum attraktiver gestalten könnte.
Kurt Latzer
Der Altstätter Maimarkt hat letzten Donnerstag wieder Hunderte Besucherinnen und Besucher angelockt. Gleich nachdem die Stände geöffnet hatten, schlenderten viele Leute durch die Gassen. (Bild: Kurt Latzer)

Der Altstätter Maimarkt hat letzten Donnerstag wieder Hunderte Besucherinnen und Besucher angelockt. Gleich nachdem die Stände geöffnet hatten, schlenderten viele Leute durch die Gassen. (Bild: Kurt Latzer)

«Es sind noch Plätze frei»: Während die Organisierenden des St. Galler Weihnachtsmarktes mittels Inserat bereits nach Marktfahrern Ausschau halten, macht sich die Altstätter Marktkommission Gedanken über die Märkte im Allgemeinen. Deshalb lancierte die Kommission am Maimarkt eine Umfrage.

Weil man in anderen Gemeinden ebenfalls wissen will, wohin die Reise Kilbi und Co gehen soll, sind Umfragen nichts Besonderes. In Altstätten liegt die letzte Marktanalyse unter Beteiligung von Besucherinnen und Besuchern lange zurück. Nadine Stieger jedenfalls, Aktuarin der Altstätter Marktkommission, kann sich an keine Umfrage erinnern.

Schausteller, Vereine und Warenvielfalt

Wie sie wenige Tage nach Abschluss des Maimarktes sagt, haben 52 Personen den Fragebogen ausgefüllt. «Das Ergebnis wird an der nächsten Sitzung besprochen», sagt Nadine Stieger. Beispiele für Verbesserungsvorschläge nannte sie keine, die Angaben dienten der Kommission als Arbeitsgrundlage.

Die Altstätter scheinen alles richtig zu machen. Denn der grosse Markt von vergangener Woche lockte Leute zu Hunderten ins Städtli. Und dies, obwohl gleichzeitig auf der Allmend die Rheintalmesse über die Bühne ging. Was wichtig für den Erfolg von Märken und Kilibs ist, weiss Patrick Rohner. Er ist Kilbichef in Rebstein und Marbach. «Ausschlaggebend ist die Vielfalt des Angebots von Marktfahrern und die Teilnahme von Schaustellern», sagt Rohner.

In Marbach beispielsweise gab es vor vier Jahren keine Kilbi mehr. Wie in Rebstein hat der Kilbichef dort darauf geachtet, dass es nicht zu viele Stände mit gleichen oder ähnlichen Waren gibt.

Wichtigster Erfolgsfaktor sind die Gäste

«Zudem haben wir die Vereine eingebunden, die mit ihren Beizli Unterhaltung und Abwechslung bieten», sagt Patrick Rohner. Dank der Vereine und deren Angebot kommen wieder viele Familien mit Kindern.

Seit drei Jahren hat Marbach wieder eine Kilbi, «klein, aber fein» auf und um den Platz hinter der «Krone». Am Beispiel von St. Margrethen wird deutlich: Wenn keine Bahnen da sind, bleiben zu viele Besucherinnen und Besucher dem Anlass fern. Wie hat Rohner die Schausteller zum Mitmachen bewegt, Bahnen aufzustellen?

«Ich habe mit ihnen vereinbart, dass sie die ersten zwei, drei Jahre gratis aufstellen dürfen. Mittlerweile bringt ein Vorarlberger Schaustelle fünf Bahnen nach Rebstein», sagt der Kilbichef. Zudem gebe es dort 40 bis 50 Marktstände, an denen kaum jemand Gleiches oder Ähnliches anbiete.

Eine Umfrage unter den Besucherinnen und Besuchern habe er nie durchgeführt. «Am Ende eines Tages spreche ich mit jedem Marktfahrer, dem Schausteller und den Vereinen, wie die Geschäfte gelaufen sind», sagt Patrick Rohner, «es hat etwa drei Jahre gedauert, bis wir wieder viele Leute auf dem Platz hatten.» Für die Marbacher Kilbi Ende Juni sei ihm gelungen, eine grosse Bahn zu organisieren. «Um mehr Leute an die Kilbis zu bewegen, lassen wir die Besucherinnen und Besucher die erste Viertelstunde gratis mit den Bahnen fahren, ich verschenke dann Zuckerwatte», sagt der engagierte Kilbichef.

Aber bei allem Einsatz der Organisatoren: Wenn die Leute wegbleiben, gibt es über kurz oder lang auch keine Märkte mehr.

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