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Es gibt drei Arten von Brandstiftung

Mit welcher Strafe haben der oder die Täter zu rechnen, die vor gut zwei Wochen in Oberriet die «Sonne» angezündet haben? – Das hängt von vielem ab.
Im Feuer starben zwei Menschen. (Bild: Benjamin Manser)

Im Feuer starben zwei Menschen. (Bild: Benjamin Manser)

Es ist zwar eine Sonderkommission damit beschäftigt, die Täterschaft zu ermitteln, doch solange niemand überführt ist, bleibt das Motiv im Dunkeln. Ebenso wenig steht zum gegenwärtigen Zeitpunkt fest, ob es um fahrlässige oder vorsätzliche Brandstiftung geht und welche Absicht hinter einer allenfalls vorsätzlichen Brandstiftung steckte.

Geregelt im Strafgesetzbuch

Das Strafgesetzbuch unterscheidet grundsätzlich zwischen drei Arten von Brandstiftung. In Artikel 221 heisst es: «Wer vorsätzlich zum Schaden eines andern oder unter Herbeiführung einer Gemeingefahr eine Feuersbrunst verursacht, wird mit einer Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr bestraft.»

Menschen gefährdet: Mindestens drei Jahre

Deutlich höher ist die Strafe, wenn es sich um eine so genannte qualifizierte Brandstiftung handelt. Bringt der Täter wissentlich Leib und Leben von Menschen in Gefahr, so hat er eine Freiheitsstrafe von mindestens drei Jahren zu erwarten.

Ist hingegen nur ein geringer Schaden entstanden (was auf die «Sonne» ja nicht zutrifft), kann auf eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe erkannt werden.

Um welchen Straftatbestand es sich im Fall der «Sonne» handelt, versucht die Sonderkommission herauszufinden. Solange nichts anderes bekannt ist, wird wegen Brandstiftung ermittelt. Zumindest theoretisch könnte aber auch ein anderer Tatbestand in Frage kommen, bis hin zu Mord (bei vorsätzlicher Tötung).

Drei Beispiele verurteilter Brandstifter

Ein Brandstifter, der 2012 in Kaltbrunn aus Rache einen Brand legte, bei dem zwei Menschen schwer verletzt wurden, ist zu elf Jahren Haft verurteilt worden.

Der Mann, der 2008 ein Cabaret in Augst anzündete und den Tod dreier Frauen verursachte, ist des Mordes schuldig gesprochen worden und sitzt eine lebenslängliche Freiheitsstrafe ab.

Im Kanton Bern wurde 2016 ein Discjockey mit sechs Jahren Haft bestraft, weil er die Brandstiftung in einer Lagerhalle in Auftrag gegeben hatte. (gb)

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