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Es gäbe eins auf den Deckel

ALTSTÄTTEN. Sie waren rar, aber es gab sie: Die besten Pointen am und rund um das Altstätter Podium zu Stadtpräsidium und Stadtrat.
Zuschauer während des Podiums in Altstätten: Ob sie auf die nächste Pointe warten? (Bild: Max Tinner)

Zuschauer während des Podiums in Altstätten: Ob sie auf die nächste Pointe warten? (Bild: Max Tinner)

Das Podium der potenziellen Stadtpräsidenten dauerte eineinhalb Stunden – reichlich Zeit für anspruchsvolle Fragen. – Kein Wunder, wussten die Kandidaten nicht jede Zahl auswendig. Frank Federer meinte aber, er wisse die Anzahl der Altstätter Vereine und sagte: «Wir dürfen auf keinen Fall bei den 180 Vereinen sparen. 180!? Stimmt, oder?» – Moderator Albert Koller korrigierte ihn: «Es sind etwa 85.» Worauf sich Federer wie folgt aus der Situation rettete: «Dann ist es eben meine Vision, mal 180 Vereine zu haben.»

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CVP-Kantonsrat und Rechtsanwalt Werner Ritter hat einen Leserbriefschreiber mit einem eingeschriebenen Brief einzuschüchtern versucht. – Darüber wurde in dieser Zeitung berichtet. Am Dienstagabend, am Rande des Podiums danach gefragt, ob er seither auf die Sache angesprochen worden sei, verneinte Ritter. Und bemerkte scherzhaft (oder vielleicht sogar selbstironisch, in Anspielung auf seine eigene, übertriebene Reaktion gegenüber dem Leserbriefschreiber): Die Leute hätten doch nicht den Mut dazu. Sie wüssten schliesslich, dass es eh eins auf den Deckel gäbe.

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Der parteilose Rolf Beck hielt sich bei der persönlichen Präsentation kurz – wie auch die Vorgabe lautete. Er sagte: «Zusammen packen wir das!» Dann aber, er war fast fertig, hielt er sich etwas gar kurz. Ein Ja solle einlegen, wer ihn wählen will. Wir bitten seine Wähler an dieser Stelle, nicht nur Ja auf den Wahlzettel zu schreiben.

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Andiskutiert wurde die Arbeitsbelastung im Stadtrat, der auf nächstes Jahr hin von acht auf sechs Ratsmitglieder (ohne Stadtpräsident) reduziert wird. Speziell sorgte man sich um Remo Maurer, der nebst Schulratspräsident zweier Schulgemeinden auch noch Kantonsrat ist und weitere Aufgaben wahrnimmt. Man fragte sich, ob ihm da noch Zeit für seine Familie bleiben würde, wählte man ihn auch noch in den Stadtrat. Er beschwichtigte: Die Vorstandsarbeit im Trägerverein der Behinderteninstitution Rhyboot und im Verein SwissCross mache er in seiner Freizeit. «Das sind Herzensanliegen.» In manchen städtischen Gremien habe er als Schulratspräsident jetzt schon Einsitz, wobei die Vormundschaftsbehörde ja aufgelöst werde. «Damit wird Zeit für anderes frei.» Und was sein Kantonsratsmandat angehe: «Das ist längst nicht so aufwendig, wie man gemeinhin meint.»

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Bei seiner Vorstellung war Ruedi Mattle gerade daran, die Schuljahre aufzuzählen, die er in Altstätten absolvierte. Da sagte er: «Wer jetzt mitgezählt hat, der stellt fest: Ein Jahr ist überzählig. Ich durfte eine Ehrenrunde drehen.» Dann fügte er schmunzelnd an: Früher sei dies vielleicht negativ gewesen, heute aber, in diesem Wahlkampf um das Stadtpräsidium, entwickle sich das zusätzliche Schuljahr plötzlich zu einem Vorteil. «Ich kann jetzt ein Jahr mehr Erfahrung in Altstätten vorweisen.»

(gb, mt, sta)

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