«Es gab nie schwierige Situationen, es ist einfach gelaufen»: Deponie Feld in Rüthi ist ein Glücksfall

Die Aufschüttungen von sauberem Erdmaterial bei der Deponie Feld in Rüthi sind abgeschlossen. Die Rüthner Gemeindepräsidentin Monika Eggenberger fand für die Zusammenarbeit mit der Robert König AG und dem Kanton nur lobende Worte.

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Grundeigentümer Roger Ruppanner (v.l.), Rolf Lüchinger, Betriebsleiter der Robert König AG, Magnus Hälg vom Amt für Umwelt, Peter Dietsche, Verwaltungsratspräsident der Robert König AG, Gemeindepräsidentin Monika Eggenberger, Landschaftsarchitekt Lukas Tomaselli vom Büro Oeplan und Pächter Michael Heeb bei der Begehung der Deponie Feld in Rüthi.

Grundeigentümer Roger Ruppanner (v.l.), Rolf Lüchinger, Betriebsleiter der Robert König AG, Magnus Hälg vom Amt für Umwelt, Peter Dietsche, Verwaltungsratspräsident der Robert König AG, Gemeindepräsidentin Monika Eggenberger, Landschaftsarchitekt Lukas Tomaselli vom Büro Oeplan und Pächter Michael Heeb bei der Begehung der Deponie Feld in Rüthi.

Bild: Ralph Dietsche

(radi) Nun wird die Bewirtschaftungsstrasse zurückgebaut, der Humus ausgetragen und die Waldbepflanzung vorgenommen. Etwas über 200'000 Kubik sauberes Erdmaterial wurden in den letzten gut vier Jahren bei der Deponie Feld zwischen Rüthi und Lienz aufgeschüttet. Die genaue Menge wird noch mit einer Drohne ausgemessen und berechnet.

Das deponierte Material stammt vorwiegend von Aushubarbeiten in der Region. «Die Qualität des Materials haben wir regelmässig kontrolliert», erklärt Magnus Hälg vom Amt für Umwelt des Kantons St.Gallen. Bei den Kontrollen wurden etwa drei Meter tiefe Schlitze mit der Baggerschaufel gemacht. «Es gab nie Anzeichen auf Fremdverschmutzung oder kontaminiertes Material», lobt der Kantonsvertreter die Arbeit der Deponiebetreiber.

Aus Sicht von Magnus Hälg ist die Deponie Feld ohnehin ein Glücksfall: «Der Ablauf der Planung verlief reibungslos. Diese dauerte vom Richtplaneintrag über den Sondernutzungsplan bis zur benötigten Betriebsbewilligung nur rund drei Jahre. An anderen Standorten braucht es teilweise mehr als doppelt so lange.» Weiter gelobt wurde bei der Abschlussbegehung die Topografie und die Erschliessung sowie die Zusammenarbeit der Grundeigentümer, Pächter, Gemeinde und der Betriebsgesellschaft.

Die Bewirtschaftung wird einfacher

«Während der ganzen Betriebszeit wurden die Setzungen durch fix installierte Messstationen überwacht. Auch diesbezüglich gab es keine Probleme», erklärt Peter Dietsche, Verwaltungsratspräsident der Robert König AG, bei der Begehung der Deponie. Er ist dankbar, dass sämtliche Arbeiten reibungslos und ohne Vorkommnisse durchgeführt werden konnten.

Über die zu Ende gehende Auffüllphase freut sich der Pächter Michael Heeb. Er profitiert einerseits von einem besseren Aufbau des Bodens und andererseits wird die Bewirtschaftung des Grundstücks für ihn künftig bequemer: «Früher kam an verschiedenen Stellen der Fels zum Vorschein. Dies erschwerte die rationelle Bewirtschaftung.»

Bis Michael Heeb das Landwirtschaftsland wieder voll nutzen kann, wird es allerdings noch rund zwei Jahre dauern. Ein Teil der Fläche wird in Zusammenarbeit mit dem Revierförster Sascha Kobler als ökologischer Ausgleich aufgeforstet. Bereits in ein paar Jahren wird das Gebiet Feld nicht mehr als Deponie von sauberem Erdmaterial erkennbar sein.

Gemeinde profitiert finanziell

Mit der Verfüllung des sauberen Deponiematerials wurde die ursprüngliche Topografie wieder hergestellt. Die Rüthner Gemeindepräsidentin Monika Eggenberger fand für die Zusammenarbeit mit der Robert König AG und dem Kanton nur lobende Worte:

«Es gab nie schwierige Situationen. Es ist einfach gelaufen.»

Gleichzeitig wies sie darauf hin, dass die Gemeinde Rüthi ein gewisses Eigeninteresse für die Deponie hatte: «Als das Gebiet Stocken Süd erschlossen wurde, war aufgrund der Schliessung der Deponie König in Oberriet nicht klar, wo das Aushubmaterial deponiert werden kann. Durch die Eröffnung der Deponie Feld war diese Frage geklärt. Zudem waren dadurch die Transportwege sehr kurz.»

Monika Eggenberger unterliess es beim offiziellen Abschluss der Arbeiten nicht, der Bevölkerung für das Verständnis der zusätzlichen Lastwagenfahrten zu danken. Diese seien im Dorf nie gross Thema gewesen. Letztlich profitiert auch die Gemeinde, respektive indirekt die Bevölkerung, von der Deponie Feld. Immerhin flossen die letzten Jahre Gebühren und Abgaben der Deponie in die Gemeindekasse. «Wie viel am Schluss davon übrig bleiben wird, können wir aufgrund der noch laufenden Arbeiten und Abrechnungen nicht definitiv sagen. Wir gehen von rund einer Million Franken aus», erklärt die Gemeindepräsidentin Monika Eggenberger.