Es braucht Mut und Vertrauen

DIEPOLDSAU. Zum siebten Mal wünschte Gemeindepräsident Roland Wälter der Bevölkerung auf der Rheininsel für das neue Jahr alles Gute.

René Jann
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Jung und Alt lauschten den Worten des Gemeindepräsidenten zum Neujahr. (Bilder: René Jann)

Jung und Alt lauschten den Worten des Gemeindepräsidenten zum Neujahr. (Bilder: René Jann)

Kurz vor elf Uhr scharte sich die Bevölkerung auf dem Rathausplatz um die dort bereitstehenden Tische und lauschte dem Glockenklang der beiden Kirchen, die das neue Jahr einläuteten. Dann war es der Männerchor Diepoldsau-Schmitter, der auf die schlichte Feier zum neuen Jahr einstimmte. Unter der Leitung von Vizedirigent Werner Kuster brachte die Sängerschar Lieder mit heimatverbundenen Texten zu Gehör.

Eine Frage der Einstellung

Gemeindepräsident Roland Wälter eröffnete seine Ansprache gleich mit der Frage, was wohl aus dem letztjährigen Thema «Träume» geworden sei – und mit der Feststellung «Wer wagt, gewinnt» kam er auf das diesjährige Motto «Mut» zu sprechen. Wälter gab zu verstehen, wie nahe doch Angst und Mut miteinander verbunden seien und stellte dazu fest: «Wer unter Ängsten leidet, kann lernen, mutiger zu werden.» Wer Mut habe, der habe auch das Vertrauen, dass er sein Ziel erreichen und mit Risiken und Schwierigkeiten umgehen könne. Mut setze immer auch Selbstvertrauen voraus. So falle es leicht, optimistisch oder positiv in die Zukunft zu blicken und mutig zu sein, das gesteckte Ziel zu erreichen. Wälter riet der Bevölkerung, sich die Träume vom letzten Jahr in Erinnerung zu rufen und dabei zu hinterfragen, was das letzte Mal geholfen habe.

Chance zur Optimierung nutzen

Mit einem Blick zurück aufs 2014 gab Gemeindepräsident Roland Wälter zu verstehen, dass er persönlich das knappe Nein vom 30. Juni zur Zentrumsgestaltung bedauere. «Hat uns da der Mut für das visionäre Projekt verlassen, oder war es die Angst vor den hohen Kosten?», fragte sich Wälter. Jetzt gelte es aber erneut aufzustehen und den Mut nicht zu verlieren, nämlich das zu streichen, was grosse Diskussionspunkte ausgelöst habe und die Kosten zu reduzieren. Die Chance zur Optimierung wolle man noch in diesem Jahr nutzen. Der Kanton sei mit dabei. Er gebe den Diepoldsauern die notwendige Zeit dazu. Vergeben sei noch gar nichts. «Der Mut für unser Zukunftsprojekt hat uns nicht verlassen», sagte ein voller Optimismus ins neue Jahr blickender Gemeindepräsident. Dabei nutzte er auch die Gelegenheit dazu, allen für die Unterstützung, aber auch für das Mittragen von vielen Entscheiden im abgelaufenen Jahr zu danken. Seitens der Behörden wisse man dieses Vertrauen zu schätzen. Wälter wünschte allen im Dorf viel «Gfreuts» und viele schöne Momente, bei denen man zufrieden und dankbar sagen könne: «Mir geht es gut oder mich verlässt der Mut nicht.» Inzwischen dampfte es am Sudhafen des die Feier organisierenden Feuerwehrvereins Mittelrheintal, der nach dem vielbeachteten Ständchen des Männerchors zum Ausfassen der traditionellen Gerstensuppe oder einem wärmenden Glühwein einlud. Und beim gegenseitigen Neujahr-Wünschen blieb auch Zeit, die Kommunikation untereinander zu pflegen.

Roland Wälter ruft die Bevölkerung zu mehr Mut auf.

Roland Wälter ruft die Bevölkerung zu mehr Mut auf.