Erwartungen nicht erfüllt

FUSSBALL. Mit dem siebten Platz zur Winterpause kann der FC Rüthi nicht zufrieden sein. Im Frühling muss sich die Mannschaft von Trainer Andreas Lüchinger hinten und vorne steigern.

Mäx Hasler
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Bernhard Allgäuer erzielte acht Tore – es könnten aber mehr sein. (Bild: Archiv/mäx)

Bernhard Allgäuer erzielte acht Tore – es könnten aber mehr sein. (Bild: Archiv/mäx)

Die Hälfte der 3.-Liga-Saison 2015/16 ist gespielt, und die Bilanz des FC Rüthi nach der Hinrunde ist gar nicht schlecht: Die Rüthner überwintern als Erster. Allerdings nur als Erster der zweiten Tabellenhälfte. Dies wiederum ist gar nicht berauschend. Nicht wenige Fans auf dem Rheinblick haben nämlich mehr erwartet.

Schneider fehlt in der Abwehr

Auf den ersten Blick liegt es an der neuformierten Verteidigung, dass Rüthi nur Siebter ist. Mit 25 Gegentreffern eine der schlechtesten in der Gruppe 2 der 3. Liga. Nur Dardania hat einen Treffer mehr kassiert. Der Sündenbock ist auch schnell gefunden. Er heisst Björn Schneider – der nicht mehr spielt. Die ehemalige Nummer 22 war halt doch mehr wert, als viele wahrhaben wollten.

Aber auch im Angriff gibt es Sündenböcke. Mit 1,7 Treffern pro Spiel kann Rüthi den Verteidigern der Vereine des ersten Tabellendrittels keinen Schrecken einjagen.

Die Ergebnisse der Vorrunde zeigen zwar, dass die 3. Liga insgesamt ausgeglichener geworden ist. Aber mit nur vier Siegen und vollen fünf Niederlagen hat man auf dem Rheinblick keine Bäume ausgerissen. In vier der verlorenen Spielen schafften die Rüthner zudem keinen Torerfolg. Das muss zu denken geben.

Dies sieht auch Trainer Andreas «Celli» Lüchinger so: «Wir müssen uns an der eigenen Nase nehmen, denn wir haben eindeutig zu viele Tore erhalten und zu wenig geschossen. Ersteres liegt wohl daran, dass ich die Abwehr wegen vielen Abwesenden immer wieder umstellen musste. Dies soll aber keine Entschuldigung sein.»

Laut Lüchinger fehlt es auch an Konstanz, Kaltschnäuzigkeit und Effizienz. «Ich denke, es ist aber auch ein Kopf-Problem. Denn Fussball ist zu 90 Prozent Kopfsache. Wir haben zu viele Spieler, die nicht bereit sind.»

Besser werden

Die Rückrunde kann eigentlich nur besser werden. Bis im nächsten April sollten die neuen Spieler Kroni, Bucciol, Hvisc, Sejfijaj und Reis Fuss gefasst haben und die erwarteten Akzente setzen. Mit Soldat Kobler dürfte auch die Abwehr wieder stabiler werden. Gut integriert haben sich Pascal Zäch und Robin Sonderegger. Zu hoffen ist, dass Simon und Manuel Sonderegger ihrem Namensvetter folgen.

Obwohl der Trainer auch mehr erwartet hat, hält sich seine Enttäuschung in Grenzen. «Wir dürfen nicht vergessen dass wir vier, fünf Stammspieler ersetzen mussten. Dies geht nicht so schnell. Dass die Fans mehr erwartet haben, ist mir klar. Aber vielfach sind die Erwartungen zu hoch.»