Erwartungen an Jesus, den König

Die Menge jubelt, als Jesus nach Jerusalem einzieht. Sie breiten Palmzweige und ihre Kleider auf der Strasse aus, damit Jesus einen königlichen Empfang bekommt.

Uwe Rohloff, Stellenleiter Akj Rheintal
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Die Menschen in Jerusalem erwarten am Palmsonntag von Jesus einen König, einen weltlichen Befreier. Jesus bleibt seiner Botschaft bis zum Tod am Kreuz treu. (Bild: Shutterstock)

Die Menschen in Jerusalem erwarten am Palmsonntag von Jesus einen König, einen weltlichen Befreier. Jesus bleibt seiner Botschaft bis zum Tod am Kreuz treu. (Bild: Shutterstock)

Die Menge jubelt, als Jesus nach Jerusalem einzieht. Sie breiten Palmzweige und ihre Kleider auf der Strasse aus, damit Jesus einen königlichen Empfang bekommt. Entsprechend der alten Prophezeiung vom Propheten Sacharja reitet Jesus auf einem jungen Esel in die Stadt – so soll der seit Jahrhunderten verheissene König in die Stadt einziehen. Die Menschen haben grosse Erwartungen an Jesus und jubeln ihm zu – welches Glück und Heil wird er ihnen bringen? Welche Pracht wird sein Königtum haben und ausstrahlen?

Die Erwartungen des Volkes

Die meisten Menschen konnten nicht erfassen, dass Jesu Königtum nicht von dieser Welt ist: dass Jesus ihnen viel mehr bringen würde, als sie hofften – aber gleichzeitig eine Enttäuschung ihrer Erwartung – an einen Befreier im weltlichen Sinn. Bald darauf vollendete Jesus sein Leben, indem er seiner Botschaft bis zum Tod am Kreuz treu blieb – und sein Königreich verbreitete sich auf der ganzen Erde.

Meine Erwartungen an Gott

Welche Hoffnungen setzen wir auf Gott und wie jubeln wir Jesus zu? In der Bibel, Matthäus 17, 20 sichert uns Jesus zu: «Amen, das sage ich euch: Wenn euer Glaube auch nur so gross ist wie ein Senfkorn, dann werdet ihr zu diesem Berg sagen: Rück von hier nach dort! Und er wird wegrücken. Nichts wird euch unmöglich sein. Unsere Erwartungen an Gott stehen hinter dieser Zusage oft weit zurück. Und was ist mit diesem Glauben eigentlich gemeint? Soll ich mein Gehirn betäuben und mich darauf konzentrieren, dass sich ein Problem von selber löst?

Damit würde ich wahrscheinlich nicht weit kommen. Der biblische Glaube hat vielmehr etwas mit einer Verwurzelung in Gott zu tun und einem daraus erwachsenden Vertrauen auf Gott. Bin ich so mit Jesus verbunden, dass er die Grundlage meines Lebens ist? Vertraue ich darauf, sein Wirken in meinem Leben zu erfahren?

Wenn wir unser Leben auf Gott bauen, haben wir ein festes Fundament: Wir haben einen Halt in Krisenzeiten und dürfen auf manch glückliche Fügung und Wirken Gottes in unserem Leben hoffen. Ob dabei direkt unsere Erwartungen erfüllt werden oder Gottes Pläne in eine andere Richtung gehen, liegt in Gottes Hand. Auch die jubelnde Menge am Palmsonntag hat sich Jesu Wirken anders vorgestellt – Jesus Wirken ging tiefer und in eine andere Richtung, als die Menschen sich erhofft hatten.