Ersthelfer im Wettbewerb

33 Samaritergruppen aus der ganzen Ostschweiz nahmen am Samstag am Rheintaler Samariterwettkampf im Sportzentrum Aegeten in Widnau teil.

Gerhard Huber
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Ein Team der siegreichen Samariter aus Muolen sichert einen Verletzten nach einem Kutschenunfall. (Bilder: Ulrike Huber)

Ein Team der siegreichen Samariter aus Muolen sichert einen Verletzten nach einem Kutschenunfall. (Bilder: Ulrike Huber)

WIDNAU. An sechs verschiedenen Posten konnten am Samstag bei den alle zwei Jahre stattfindenden Rheintaler Samariterwettkämpfen in Widnau 33 Samaritergruppen ihr Können, Wissen und ihre Geschicklichkeit beweisen. Rund um das Sportzentrum Aegeten wurden die ehrenamtlichen Ersthelfer mit simulierten Notfällen konfrontiert, die sie sach- und fachgerecht und unter Einhaltung von Zeitvorgaben bewältigen mussten.

An jedem Posten standen Punkterichter bereit, die die gezeigten Leistungen genau bewerteten und anschliessend Handeln und Vorgangsweise mit den Aktiven besprachen. Dabei konnten wertvolle Tips und Anregungen gegeben werden.

Helfende Hände überall

«Heute sind wohl alle unsere Mitglieder im Einsatz», berichtete ein aufgrund des problemlosen Ablaufs der Veranstaltung sichtlich zufriedener OK-Präsident Norbert Segmüller, «als Schiedsrichter, in der Festwirtschaft, bei den einzelnen Posten, einfach überall, wo eine helfende Hand gebraucht wird. Die Figuranten, die an den einzelnen Posten die Verletzten spielen, kommen meist aus dem Vereinsumfeld, also Verwandte oder Freunde unserer Mitglieder.»

Und diese Figuranten machten ihre Sache absolut überzeugend. Vor allem jene am Posten «Marathon», die als vermeintlich dehydrierte, erschöpfte und von einem Sturz verletzte Marathonläufer ins Samariterzelt kamen, aber unbedingt und sofort weiterlaufen wollten, stellten die Überredungs- und Überzeugungskräfte der Helfer vor grosse Probleme.

Trampolin und Gasexplosion

Beim Posten «Moosanger» wurde in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Lebensrettungsgesellschaft SLRG zunächst ein «Patient» aus dem Wasser herausgefischt und musste dann reanimiert werden.

Weitere Posten waren die Versorgung eines Fussbruchs beim Trampolinhüpfen, die Behandlung von Brandverletzungen nach eine Gasexplosion beim Grillieren, die Lagerung eines an der Wirbelsäule Verletzten nach einem Kutschenunfall und ein Plauschposten, bei dem Fragen über den Veranstaltungsort Widnau beantwortet werden mussten. Wobei die Fragen natürlich für die zahlreich teilnehmenden «Helpis», bei denen das Höchstalter 16 Jahre betrug, entsprechend leichter waren.

Die Teilnehmer, die hauptsächlich aus dem Rheintal, aber auch aus Cham, Muolen, Uzwil und St. Gallen-Winkeln kamen, zeigten sich bei ihrer Ankunft im Zielgelände von der Vielfalt der gestellten Aufgaben und deren realitätsnahen Umsetzung durchwegs sehr zufrieden. Und wer hat gewonnen? Bei den Helpis war es die Gruppe aus Muolen, bei den Erwachsenen die «Pflasterbastler» aus Muolen, gefolgt von den «Knotenstürmern» aus Rebstein.