Erster Weltcup in Spitzengruppe

Am Samstag startete die Thalerin Jolanda Neff am Ostschweizer Bikecup in Arbon. In der Woche zuvor hatte sie erstmals ein Weltcuprennen auf der Strasse bestritten – und in der Spitzengruppe beendet.

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Neff schreibt sich zu ihrem ersten Strassen-Weltcup ein. (Bild: Anton Vos)

Neff schreibt sich zu ihrem ersten Strassen-Weltcup ein. (Bild: Anton Vos)

RADSPORT. An der «Trofeo Alfredo Binda» in Italien startete die 22-Jährige mit dem Schweizer Nationalteam. Die dreifache Mountainbike-Weltmeisterin kam als Sechste mit der Spitzengruppe ins Ziel und erhielt den «Sufferfest Prize» für die kämpferischste Fahrerin.

Die Strassen-Biographie von Jolanda Neff enthält zwar bereits ein WM-Rennen der Elite (2013), aber erst seit Neuestem auch ein Weltcuprennen: «Bisher hatte ich zwei Etappen- und vier Eintagesrennen bestritten. Doch bis auf eines waren alle topfeben gewesen», sagt sie, «deshalb war es besonders cool, endlich mal Höhenmeter zu fahren.» Und, weil es ein Weltcup war, erst noch gegen die weltbesten Strassenfahrerinnen.

Nach rund 70 von 123 Kilometern wurde es im Feld animiert. Der Spitzengruppe mit einigen Favoritinnen konnte sich Neff im zweiten Anlauf anschliessen. Erst am letzten Berg wurde die Sechser-Gruppe nochmals gesprengt. Neff suchte mit einer anderen Fahrerin erneut den Anschluss – und stellte ihn 700 m vor dem Ziel her, obschon die Lücke diesmal grösser war.

«Meine Sprint-Taktik war nicht wirklich ausgereift», erzählt Jolanda Neff. Nach dem Motto «wer nichts wagt, gewinnt nichts», lancierte sie einen Überraschungsangriff. Die anderen Fahrerinnen liessen sich aber nicht überraschen und übersprinteten Neff. Der Sieg ging an die Britin Elizabeth Armitstead. Die Thalerin war dennoch zufrieden mit dem Rennverlauf: Sie hat gezeigt, dass sie auch auf der Strasse mit den Besten mithalten kann. (ys)

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