Erster Pflichtspielsieg für Rheineck

Triesenberg – Rheineck 0:1 (0:1)

Gerhard Huber
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FUSSBALL. «Es ist schon ungewöhnlich, wenn ein Schiedsrichter aus Balzers für ein Heimspiel des FC Triesenberg eingeteilt wird», ärgerte sich Co-Trainer Ernst Capol nach dem Match seiner Rheinecker in Liechtenstein. «Da darf es nicht verwundern, wenn sich die Triesenberger Nachbarn viel mehr erlauben durften, als der Gast vom Bodensee.» Denn tatsächlich waren es die Rheinecker, die in diesem Kampfspiel weitaus mehr gelbe Karten sehen mussten.

Überharte Atmosphäre

Aber nicht nur der Schiedsrichter, auch die Zuschauer, die auf der Triesenberger Tiefgarage besonders nah am Spiel sind, leisteten ihren Beitrag zur überharten Atmosphäre.

Mit dem Unentschieden von vergangener Woche im Hinterkopf legten die Liechtensteiner mit viel Effort los und erspielten sich die ersten drei Torchancen der Partie. Mit denen sie aber allesamt am starken Rheineck-Tormann Rohner scheiterten.

Chaos und Gestocher

So war es die Metzler-Truppe, die in der 30. Minute in Führung ging. Nach einem Freistoss, der von den Hausherren zunächst noch abgewehrt werden konnte, herrschte Chaos und Gestocher vor dem Gehäuse von Biedermann. Lichtenstern reagierte am schnellsten und beförderte das Kunstleder über die Torlinie. Die Mannen von der Stapfenwies kämpften auch nach dem Führungstreffer aufopfernd um ihre ersten Meisterschaftspunkte und suchten ihre Möglichkeiten im Konterspiel. Sie fanden dabei auch gute Chancen. Wie etwa Zinko, der alle Gegner (inklusive Tormann Biedermann) aussteigen liess und dann den Ball nur an den Pfosten setzte. Die Bergler aus Liechtenstein wiederum drückten mit aller Macht und verlegten sich nach einer guten Spielstunde auf ein «Kick and rush»-Spiel. Der Ball wurde in der Hoffnung auf die schnellen Sturmspieler nur mehr hoch nach vorne gedroschen.

Doch die Rheinecker Innenverteidigung mit Rodrigues und Di Gregorio stand an diesem Tag felsenfest und überstand auch die äusserst hektische Schlussphase. Hervorzuheben aber auch die Leistung des erst 16-jährigen Metzler-Schützlings Stefano D'Amico, der erstmals von Beginn an eingesetzt wurde und eine reife und fehlerfreie Partie machte. Ein grosses Versprechen für die Zukunft. Und insgesamt ein nicht unverdienter Sieg für den FC Rheineck.

3. LIGA, GRUPPE 2

Leitawis – 150 Zuschauer – SR Zeciri.

Tor: 30. Lichtenstern 0:1.

Triesenberg: Biedermann; Hilbe, Sven Beck, Nils Sprenger, Tiefenthaler (70. Seger); Julian Beck (80. Mettler), Sebastian Beck, Barandun, Urschitz; Christen, Damian Schädler (60. Kindle).

Rheineck: Rohner; Sutter, Rodrigues, Di Gregorio, Lichtenstern; Hausmann, Macedo, Chiarello, Berisha; D'Amico, Zinko.

Gelbe Karten: 50. Macedo, 60. Hausmann, 80. Baumann, 84. Barandun, 92. Chiarello.

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