Erste und unerwartete Niederlage

Der SC Rheintal findet im gestrigen 2. Liga-Match gegen Herisau II in der heimischen Eishalle nicht ins Spiel und verliert verdient mit 2:3 (1:1, 1:1, 0:1). Trotz der Niederlage gegen die tief dotierte Mannschaft auf Rang acht, bleiben die Rheintaler Leader in der Gruppe zwei.

M. Köppel, R. Wälter
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Das Tor blieb gestern für den SC Rheintal wie zugenagelt – sie verstanden es einfach nicht Torhüter Dintheer auszuspielen. (Bild: Hanspeter Köppel)

Das Tor blieb gestern für den SC Rheintal wie zugenagelt – sie verstanden es einfach nicht Torhüter Dintheer auszuspielen. (Bild: Hanspeter Köppel)

EISHOCKEY. Der SC Rheintal war Herisau von Anfang an überlegen und konnte bereits in der fünften Minute mit einer schönen Kombination von Schawalder über Binder auf Holenstein das 1:0 schiessen. Allerdings ging es danach nicht wirklich zur Sache, die Intensität liess eher nach, es wurde ruhig und diszipliniert gespielt– im gesamten ersten Drittel gab es keine einzige Strafe. In der neunten Minute fiel der Ausgleich durch Steiger auf Pass von Schnelli und Koller. Der Herisauer profitierte bei seinem Weitschuss davon, dass SCR-Torhüter Ade die Sicht verdeckt war. Gegen Ende des Drittels drehte der Leader dann wieder etwas auf, sowohl Moser als auch Ungricht konnten alleine auf den Torhüter ziehen, brachten die Scheibe allerdings nicht im Netz unter.

Im zweiten Drittel aggressiver

In den zweiten Spielabschnitt startete der SC Rheintal aggressiver, allerdings entblössten sie die Defensive zu stark und bekamen prompt die Quittung. In der 23. Minute ging der Gast durch Widmer erstmals in Führung – dabei merkten die Appenzeller, dass auch der Leader nicht unverwundbar ist und kamen in der Folge zu mehreren Chancen. Ganz nah dran war dabei ein zweites Mal Skorer Widmer. In der 26. Minute schwächten sich die Gäste durch eine Zwei-Minuten-Strafe und als gleich eine Minute später ein weiterer Herisauer auf der Strafbank Platz nehmen musste, fand der SCR zurück ins Spiel. In doppelter Überzahl glich der SC Rheintal durch Popp auf Pass von Ammann zum 2:2 aus. Die Gastgeber machten nun wieder das Spiel und setzten Druck auf. Die Herisauer Reserven verteidigten aber geschickt und verstanden es die Angriffsbemühungen der Rheintaler zu zerstören. Das blieb auch gegen Drittelsende so, als ein weiterer Herisauer den Gang auf die Strafbank antreten musste. Obwohl die Rheintaler auch in diesem Spielabschnitt nicht wirklich zu überzeugen mochten, waren sie zumindest chancenmässig das bessere Team.

Nie ins Spiel gefunden

Die Rheintaler konnten auch im letzten Drittel nicht an ihre Leistungen in den vorangegangenen Spielen anknüpfen und kamen nie richtig ins Spiel. Schon in der 41. mussten sie auch noch in Unterzahl agieren. Wenn sie danach zu Chancen kamen, war Herisaus Torhüter Dintheer zur Stelle. Er hielt gut und wurde berechtigt als «best player» Herisaus ausgezeichnet, allerdings verstanden es die Rheintaler nicht, ihn mit guten Kombinationen zu überraschen. Kurz nachdem der Heimclub eine weitere Unterzahl überstanden hatte, fiel das 3:2 Führungstor für Herisau. Der SC Rheintal versuchte nochmals das Blatt zu wenden, aber Herisau verteidigte souverän. Da nützte es auch nichts mehr, dass SCR-Trainer Capaul kurz vor Schluss ein Timeout nahm und sechs Feldspieler aufs Eis schickte.

Der SCR lernte gestern Abend zumindest eines: Auch der Tabellenführer muss gegen Teams aus den hinteren Regionen alles geben, um souverän drei Punkte einzusammeln. Letzte Saison war es noch umgekehrt: Da siegten die SCR-Reserven gegen die favorisierten Herisauer.

2. LIGA, GRUPPE 2 SC Rheintal – SC Herisau II Aegeten – 250 Zuschauer – Sr. P. Buff, M. Roth, Tore: 5. Holenstein (Binder, Schawalder) 1:0, 9. Steiger (Koller, Schnelli) 1:1, 23. Widmer (Koller) 1:2, 27. Popp (Ammann, Broder), 54. Koller 2:3. Strafen: SC Rheintal 2x2 Minuten, SC Herisau 3:2 Minuten. SC Rheintal: Ade, (M. Dünner), Bleiker, S. Dünner, Bollhalder, Bürki, Ammann Broder, Hubatka, Knöpfel, Moser, Popp, Holenstein, Sutter, Binder, Holdener, Schawalder, Rauter, (Headcoach: O. Capaul) SC Herisau: Dintheer, (Zürcher), Ungricht, Hagmann, Koller, Kamber, Dönni, Frischknecht, Keller, Sanz, Schmid, Schnelli, Strebel, Hauser, Filli, Schnider, Heinrich, Steiger, Nagy Laszlo, Koller, Widmer (Headcoach: R. Amann)