Erste Tempo-30-Zone im Dorf

Vor dem Winter soll in Diepoldsau in Sachen Verkehr und Verkehrsberuhigung noch einiges erledigt werden. An der Herbstsitzung hat die Verkehrskommission auch Vorschläge aus der Bevölkerung besprochen.

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DIEPOLDSAU. Als Pendenzen wurden folgende Punkte noch einmal auf den Tisch gebracht: Signalisation «Durchfahrt Diepoldsau erschwert». Das Gesuch an das Bundesamt für Strassen (Astra) ist via Kantonspolizei weitergeleitet worden. Bis heute hat die Gemeinde keine Rückmeldung erhalten. Man will noch einmal nachfragen.

Die gefährliche Situation beim Fussgängerstreifen an der Hinteren Kirchstrasse, beim Kindergarten Kirchenfeld, wurde mit den Anstössern besprochen. Es konnte dabei eine Einigung betreffend besserer Sicht und vermehrter Sicherheit erzielt werden. Die Gemeindeverantwortlichen werden einen Lösungsvorschlag ausarbeiten.

Anliegen aus der Bevölkerung

Aus verschiedenen Bevölkerungskreisen sind Anregungen zum Thema Verkehrsberuhigungsmassnahmen – Verkehr allgemein, Radwege, fehlende Parkplätze usw. – an die Verkehrskommission herangetragen worden.

An der Sitzung wurden alle Gesuche besprochen und wenn nötig werden auch entsprechende Massnahmen eingeleitet.

Die Schulleitung OZ Kleewies schlägt vor, einen separaten Veloweg vom OZ ins Dorf zu prüfen. Die Verkehrskommission lehnt eine Erstellung eines neuen Schulweges vom OZ in Richtung Dorf ab. Die Schulleitung wird über die Gründe, die zur Ablehnung führen, schriftlich informiert.

Ein weiterer Vorschlag aus der Bevölkerung betrifft das vermehrte Verkehrsaufkommen über die obere Rheinbrücke, besonders des Schwerverkehrs. Trotz Gewichtsbeschränkung befahren immer mehr LKW und Reisecars die Brücke. Es wird vorgeschlagen, die Brücke für Fahrzeuge mit mehr als der halben Fahrbahnbreite zu sperren. Die Kommission lehnt diesen Vorschlag ab, da vor allem auch landwirtschaftliche Fahrzeuge betroffen wären und ein entsprechendes Verbot nur sehr schwer zu kontrollieren wäre.

Ein weiteres Thema sind die Dauerparkierer auf der Steigstrasse. Ein Vertreter des Gemeinderates hat sich mit der Kantonspolizei vor Ort die Situation angeschaut. Durch das Parkieren der Autos auf der Steigstrasse ist die Sicherheit der Fussgänger nicht mehr gewährleistet. Die Verkehrskommission beauftragt deshalb den Gemeinderat, das Anbringen eines Parkverbotes weiter zu prüfen und dies bei der Kantonspolizei zu beantragen.

Tempo-30-Zone Aeueli-/Zwinghofstrasse: In diesem Gebiet wurden die Werkleitungen teilweise ersetzt. Dadurch kann es in den kommenden zwei Jahren noch verschiedene Absenkungen im Strassenbelag geben. Dass die verschiedenen Asphaltierungen zurzeit kein schönes Gesamtbild ergeben, ist bewusst. Der Leiter Unterhaltsdienst informiert, dass im Jahr 2015 ein einheitlicher Deckbelag eingebracht wird, da bis dahin der Senkungsprozess abgeschlossen sein sollte. In der ersten Novemberhälfte soll die erste Tempo-30-Zone in Diepoldsau offiziell eröffnet werden.

Tempo-30-Zone Neugasse/Rosenstrasse/Einfangweg: Aus Anwohnerkreisen kam der Vorschlag, die Rosenstrasse für den Durchgangsverkehr zu sperren. Grundsätzlich soll am verabschiedeten Gesamtverkehrskonzept der Gemeinde aus dem Jahre 2012 festgehalten werden, das keine harten Sperren von Quartierstrassen vorsieht.

Durch die Einführung der Tempo-30-Zone sollte aber die Situation an der Rosenstrasse merklich verbessert werden. Ausserdem würde eine Sperrung einer Quartierstrasse sicher weitere Gesuche nach sich ziehen. Die öffentliche Planauflage der Tempo-30-Zone Neugasse/Rosenstrasse/Einfangweg erfolgt vom 25. Oktober bis 23. November dieses Jahres.

Dem Kanton St. Gallen wurde das Auflageprojekt «Neugestaltung des Eingangsbereichs Tramstrasse beim Restaurant Schiffli» ohne Einsprache zur Genehmigung eingereicht. Somit steht einer Realisierung des Projektes nichts mehr im Weg.

Bedingt durch die grossen Bauvorhaben im Raum Restaurant Schiffli kann gleichzeitig auch die Verkehrssituation in diesem Bereich verbessert werden. Dies wird vor allem auch für die Sicherheit der Velofahrer Vorteile bringen.

Verbesserte öV-Anschlüsse

Der Gemeindepräsident informiert: Die Einsprache betreffend Blumenstrasse Nord wurde zurückgezogen. Die Arbeiten werden ausgeschrieben und sollen im kommenden Jahr umgesetzt werden. – Netzstrategie mittleres Rheintal: An der Sitzung im Dezember soll der Auftrag für die Lösungsfindung vergeben werden. Dies ist ein Meilenstein für die geplante Verbindung der beiden Autobahnen CH/A im mittleren Rheintal. – ÖV, Fahrplanwechsel: Am 15. Dezember tritt der neue Fahrplan in Kraft. Der Halbstundentakt kann noch nicht eingeführt werden. Verbessert werden aber die Abfahrtszeiten sowie die Anschlüsse nach Hohenems und Heerbrugg. (hz)

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