Erste Infos zum «Kantonalen»

KRIESSERN. Am Samstag tagten 350 kantonale Delegierte der St. Galler Musikvereine in Kriessern. Neben den ordentlichen Geschäften diskutierten sie das kantonale Wettspielreglement und informierten sich über das Kantonale Musikfest 2014 in Diepoldsau.

Max Pflüger
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Umrahmt von den Vereinsfahnen des Rheintals flatterten die Fahnen des Kantonalverbands sowie die Schweizer Zentralverbandsfahnen an der DV. (Bilder: Max Pflüger)

Umrahmt von den Vereinsfahnen des Rheintals flatterten die Fahnen des Kantonalverbands sowie die Schweizer Zentralverbandsfahnen an der DV. (Bilder: Max Pflüger)

Rund 350 Delegierte und Gäste besuchten am Samstag die 88. Delegiertenversammlung des St. Galler Blasmusikverbands. Die 350 stimmberechtigten Delegierten repräsentierten nicht weniger als 4659 Musikantinnen und Musikanten in 123 Vereinen von Wil bis Sargans und von Rapperswil bis St. Margrethen.

Am Morgen bearbeiteten sie unter der Leitung von Kantonalpräsident Markus Müller, Mels, die reich befrachtete Geschäftsliste, am Nachmittag wurden verdiente Musikantinnen und Musikanten geehrt.

Wichtige Inhalte waren neben den Beschlüssen zur Jahresrechnung und zum Budget vor allem die Einblicke in die Tätigkeiten des Verbands, die Diskussionen zum revidierten kantonalen Musikreglement sowie dessen Genehmigung und eine erste Vorschau auf das Kantonale Musikfest 2014 in Diepoldsau. Wahlen fanden dieses Jahr nicht statt, da keine Rücktritte vorlagen.

Für den Verband erfreulich ist, dass ein neuer Jugendmusikverein aufgenommen werden konnte: 124. Mitglied des SGBV ist die Jugendmusik Grub AR/Eggersriet/Grub SG.

Fördern, ausbilden, weiterbilden

Im Rückblick auf das abgelaufene Verbandsjahr und im Ausblick auf die nächste Zukunft wiesen die Verbandsverantwortlichen immer wieder auf die wichtigsten Ziele des Verbandes hin: Fördern, aus- und weiterbilden.

In zahlreichen Kursen bietet der Verband Bildungsmöglichkeiten für Dirigenten, für Registerleiter, Vereinsleiter und Jugendleiter an. Aktive Musikantinnen und Musikanten werden in besonderen Orchestern und Lagern gefördert wie zum Beispiel das U18- Lager in Salez, das U28-Lager in St. Peterzell und die Blasorchestertage 30Plus in Quarten.

Erstmals und mit grossem Erfolg wurde 2012 in Degersheim ein St. Galler Jugendmusiktreffen organisiert.

Das Angebot an Aus- und Weiterbildung im Verband wurde in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgebaut. Infolge Ausbau der Stufentests an mehreren Musikschulen wurden zwar weniger Kurse angeboten. Doch wurden verschiedene Jugend-Weekends zu speziellen Themen und Workshops für verschiedene Instrumente angeboten. Inputs und Anregungen aus den Vereinen und von Kursteilnehmern werden dabei laufend ausgewertet und ins kommende Programm eingeflochten. Einen wichtigen Einsatz zur Förderung der Jugend leistete der Blasmusikverband auch mit dem grossen Engagement für die inzwischen angenommene Initiative «Jugend + Musik». Der Blasmusikverband dankt der Bevölkerung für ihre Stimme.

«Fest ohne Grenzen»

Unter diesem Motto findet am 24. und 25. Mai 2014 in Diepoldsau das Kantonale Musikfest statt. Ein OK unter der Leitung von Hans Frei ist bereits an der Arbeit und hat die ersten organisatorischen Eckpfeiler bereits eingeschlagen. Stefan Enz vom organisierenden Musikverein Diepoldsau-Schmitter gab den Delegierten einen ersten Einblick in das geplante Fest.

Das «Fest ohne Grenzen» wird ein «Fest der kurzen Wege» für die Musikantinnen und Musikanten und ebenso für die aus allen Teilen des Kantons erwarteten zahlreichen Festbesucher. Geplant sind die Bewertungsvorträge in drei nahe beieinander liegenden Konzerträumen, in der Mehrzweckhalle, im Oberstufenzentrum Kleewies und in der katholischen Kirche. Für die Marschmusikkonkurrenz ist die Hauptstrasse vom Hennimoos bis über die Dorfmitte hinaus vorgesehen. Ein grosser Festplatz soll Raum und Gelegenheit zum Verweilen und zur Begegnung bieten.

Details werden laufend auf der Homepage www.kantonalmusik fest2014.ch veröffentlicht.

Umstrittene Reihenfolge

Nach dem Kantonalen Musikfest 2010 in Goldach beschloss der Verband, auf das Kantonale 2014 hin das Musikreglement zu revidieren und dem Reglement des Schweizer Blasmusikverbands anzupassen.

Ziel war es vor allem, dass die Punktierung an Eidgenössischen und Kantonalen Musikfesten vergleichbar wird. Das neue Reglement lag nun nach einer Vernehmlassungsphase den Delegierten zur Genehmigung vor.

Umstritten diskutiert wird nur Artikel 10, der die Reihenfolge der Wettspielvorträge regelt. Aus dem Kreis Sarganserland lag ein Antrag vor, diese entgegen dem Entwurf umzukehren: Zuerst das Pflichtstück, dann das Selbstwahlstück.

Das selber gewählte Werk sei für Musikanten und deren Begleiter der Höhepunkt des Musikfestes und gehöre damit an den Schluss der Vorträge, wurde argumentiert.

Da bei St. Galler Musikfesten das Pflichtstück aus dem U-Musikbereich ausgewählt wird, glauben der Vorstand und die Musikkommission, dass dieses an den Schluss, hinter das selbst gewählte E-Werk, gehöre. Diese Meinung obsiegte schliesslich in der Abstimmung bei 33 Enthaltungen mit 158 zu 122 Delegiertenstimmen. ehrungen 43

Für den Musikkreis Rheintal sitzt Kreispräsidentin Verena Federli vom Musikverein St. Margrethen (Mitte) am kantonalen Vorstandstisch.

Für den Musikkreis Rheintal sitzt Kreispräsidentin Verena Federli vom Musikverein St. Margrethen (Mitte) am kantonalen Vorstandstisch.

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