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Ersatzwägeli für den Chlaus

Was für eine schöne Wendung im Fall des geklauten Leiterwagens. Susanna und Peter Tarolli möchten dem Rebschter Samichlaus ihr Wägeli schenken.
Hildegard Bickel
Peter und Susanna Tarolli holten ihren Leiterwagen aus dem Keller, den sie dem Samichlaus zur Verfügung stellen wollen. (Bild: hb)

Peter und Susanna Tarolli holten ihren Leiterwagen aus dem Keller, den sie dem Samichlaus zur Verfügung stellen wollen. (Bild: hb)

Vorsichtig trägt das Ehepaar Tarolli das Leiterwägeli über die Eingangsstufen ihres Hauses in Altstätten nach draussen. Zwischen den Rädern hängen ein paar Spinnweben, die Susanna Tarolli flink mit einem Besen wegwischt. Ansonsten ist das schmucke Wägeli gut im Schuss und jederzeit einsatzbereit. «Mich freut es, wenn es wieder gebraucht werden kann», sagt die 72-Jährige.

Wägeli erinnert an die Kindheit

Kurzerhand meldete sie sich gestern Nachmittag bei der Redaktion, als sie las, dass dem Samichlaus nach dem Besuch auf dem Rebschter Weihnachtsmarkt der Leiterwagen gestohlen worden war. Kopfschüttelnd drückt sie ihr Empören aus und bietet einen Ersatz an. Das Leiterwägeli stammt aus ihrer Kindheit. «Wir hatten kein Auto und meine zwei Brüder und ich luden schwere Dinge wie Harasse voller Äpfel hinein.» Auch zum Spielen und für abenteuerliche Fahrten war es nützlich. Dennoch trennt sie sich jetzt ohne Wehmut. Seit Längerem steht das Leiterwägeli unbenutzt im Keller. «Ich will es nicht mehr», sagt sie. Auch die zwei Brüder hätten keinen Bedarf.

Ein Funke der Weihnachtsbotschaft

Bevor es im Brockenhaus landet, möchten Tarollis diese Gelegenheit nutzen und dem Samichlaus einen Gefallen tun. «Das ist doch viel schöner», sagt Susanna Tarolli und lacht herzhaft.

Der Original-Leiterwagen ist noch nicht wieder aufgetaucht. Umso mehr freut es Sven Ender, den Rebschter Chlaus-Chef, vom Angebot der Tarollis zu hören. «Super», so sein Kommentar. Er will sich so rasch wie möglich beim Ehepaar melden. Gestern war er weiterhin mit dem vermissten Leiterwagen beschäftigt. Unter anderem für ein Interview mit TVO, dem Ostschweizer Fernsehen, das ihn besuchte, um über den Vorfall zu berichten.

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