Ernstfall im «Klaus» geübt

Feuer im Schulhaus Klaus: Erstmals seit einigen Jahren führte die Feuerwehr Altstätten-Eichberg eine grosse Alarmübung durch. Etwa 30 Angehörige der Feuerwehr standen im Einsatz.

Kurt Latzer
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Die meisten Kinder hatten Spass daran, mit dem Hubretter aus ihrem Klassenzimmer im zweiten Stock gerettet zu werden. (Bilder: Kurt Latzer)

Die meisten Kinder hatten Spass daran, mit dem Hubretter aus ihrem Klassenzimmer im zweiten Stock gerettet zu werden. (Bilder: Kurt Latzer)

ALTSTÄTTEN. Dir Sirene hallt durchs Schulhaus und ist bis auf die Strasse zu hören. Rauch dringt aus dem Lehrerzimmer im zweiten Stock und breitet sich rasch im Flur aus. Einige Augenblicke später sieht man die ersten Schüler mit Lehrkräften aus dem Gebäude flitzen, hinüber zum Sammelplatz vor dem Schulhaus Institut.

16 Schüler und ihr Lehrer haben es nicht mehr geschafft. Sie sind vom Qualm im Klassenzimmer eingeschlossen worden. An die Fenster klopfend warten sie auf Hilfe. Sie haben Glück: Wenige Minuten nach dem Alarm treffen die ersten Angehörigen der Feuerwehr ein, mit Einsatzleiter René Stähli an der Spitze. Zeitgleich mit dem Verlegen der Löschwasser-Leitungen macht sich der erste Trupp, ausgerüstet mit Atemschutz, auf ins Gebäude. Das Geschehen beim Schulhaus wird von vielen Schaulustigen beobachtet, der Verkehr auf der Klausstrasse kommt zeitweise zum Erliegen. Wenige Minuten sind vergangen, als der Hubretter unter dem Klassenzimmer postiert wird – die Gäste in der «Sonne» haben einen Logenplatz. Sie und das «Publikum» auf der Strasse können zusehen, wie die ersten Kinder in den Rettungskorb steigen und kurz danach heil am Boden ankommen. In Empfang genommen werden sie von fünf Mitgliedern des Samaritervereins Altstätten. Zum Glück war alles nur eine Übung, mit deren Verlauf die Leitung der Feuerwehr Altstätten-Eichberg sehr zufrieden war. «Als der Alarm raus ging, hat niemand gewusst, dass es sich um eine Übung handelt», sagt Kommandant Hans Städler. Er lobte nicht nur den Einsatz der Mannschaft, sondern auch das Engagement der Arbeitgeber, die die Leute für Einsätze freistellen. Mit den Schulkindern wurde nach der Übung geredet, alle erhielten ein Infoblatt für die Eltern.

Schulabwart Alois Untersander kontrollierte die Zahl der Evakuierten.

Schulabwart Alois Untersander kontrollierte die Zahl der Evakuierten.

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