Erlebnis besser als Ergebnis

Nach aufopferungsvollem Kampf mussten sich die Frauen vom FFC Widnau erwartungsgemäss in der ersten Cup-Runde der NLA-Mannschaft der Grasshoppers mit 1:5 geschlagen geben.

Gerhard Huber
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Die Widnauerinnen konnten gegen die Grasshoppers nur selten stürmen. (Bild: Ulrike Huber)

Die Widnauerinnen konnten gegen die Grasshoppers nur selten stürmen. (Bild: Ulrike Huber)

FUSSBALL. Hoher Besuch auf der Aegeten: Die Auslosung hat den 1.-Liga-Kickerinnen GC als Gegner beschert. «Ein tolles Los für unsere junge Truppe, die gegen ein solches Team nur Erfahrung sammeln kann. Gegen die Grasshoppers spielen zu dürfen, ist ein Erlebnis, an das man sich noch lange erinnert», sagt Spielertrainerin Renate Sonderegger. Die angedachte Taktik war wenig überraschend: «Stabile Defensive und auf Konterchancen hoffen.»

Direktes Kurzpassspiel

Und so legten die Pink Ladies aus Zürich auch los. Von Anfang an lief das Spiel in Richtung des Widnauer Tors. Das Mittelfeld wurde von den Hoppers mit direktem Kurzpassspiel schnell überbrückt. Doch die Aegeten-Girls von Trainerin Renate Sonderegger waren über weite Strecken des Spiels defensiv gut eingestellt und spielten gerade die erste halbe Stunde sehr konzentriert. Mit vollem Einsatz wurden die zahlreichen Chancen der Gäste zunichte gemacht. So konnten die NLA-Spielerinnen lange nichts Zählbares vorweisen.

Erst nach 30 Minuten war es so weit. Dann allerdings gleich im Doppelschlag. Zunächst war es Betschart, die mit einem schönen Heber die Widnauer Torfrau Eva Dietsche bezwingen konnte, dann wurde Roscic wenig später an der Strafraumgrenze freigespielt und erzielte mit einem trockenen Schuss das 2:0 für die Gäste. Goalie Eva Dietsche war an beiden Toren schuldlos. Die Widnauerin hielt, was zu halten war. Eine grossartige Leistung.

In der zweiten Halbzeit stand Widnau zunächst höher und konnte so ein wenig Druck aus dem Spiel nehmen. Was jedoch fehlte, war die Entlastung nach vorne. Nach wie vor kamen die Gastgeberinnen kaum über die Mittellinie. Gelegentliche Konter waren gegen die schnellen Zürcherinnen zunächst nicht erfolgversprechend. Nach etwa einer Stunde Spielzeit kam mit drei Toren für GC innerhalb von sieben Minuten die Entscheidung.

Die Grand Dame des Rheintaler Fussballs, Trainerin Renate Sonderegger, liess es sich nicht nehmen, ab der 80. Minute selbst zu spielen, um ein wohl letztes Mal gegen ein NLA-Team kicken zu dürfen.

Später Ehrentreffer zum 1:5

Aus einem Konter, der von El Amine mit einem herzhaften Schuss aus etwa 25 Meter Entfernung abgeschlossen wurde, erzielten die Aegeten-Girls doch noch den verdienten Ehrentreffer – und retteten sich mit den allerletzten Kräften ohne weiteres Gegentor über die Distanz.