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ERFOLGSREZEPT: QUALITÄT UND ZUSAMMENHALTERFOLGSREZEPT: QUALITÄT UND ZUSAMMENHALT: Nach der Feier ist vor der Saison

Zwei Wochen nach dem Ende der perfekten Saison – 34 Siege in 34 Pflichtspielen – fand die offizielle Meisterfeier des SC Rheintal statt. Sportchef von Allmen schaute dabei voraus auf die kommende 1.-Liga-Saison.
Yves Solenthaler
SCR-Sportchef Fabian von Allmen: «Natürlich möchten wir nächste Saison in der 1. Liga die Playoffs erreichen. Wir setzen uns aber nicht unter Druck: Unser primäres Ziel ist die Etablierung in der höheren Liga.» (Bild: Yves Solenthaler)

SCR-Sportchef Fabian von Allmen: «Natürlich möchten wir nächste Saison in der 1. Liga die Playoffs erreichen. Wir setzen uns aber nicht unter Druck: Unser primäres Ziel ist die Etablierung in der höheren Liga.» (Bild: Yves Solenthaler)

Yves Solenthaler

Die SCR-Familie – Spieler, Staff, Vorstand, Sponsoren und Gönner – schwelgte im «Casa Nero» in Marbach noch so gerne in Erinnerungen an die letzte Spielzeit.

Larissa Binder hatte aus Fotos und Handyfilmen einen Video zusammengeschnitten, der alle wichtigen Stationen auf dem Weg zum 1.-Liga-Aufstieg zeigte.

Capaul und «Tschüss» sagten Moser Servus

Besonders rührend war die Verabschiedung der Bündner SCR-Legende Sascha Moser. Er verlässt das Fanionteam der Rheintaler nach 14 Saisons bzw. 310 Pflichtspielen. Damian Holen­stein, der während zwölf Jahren mit Moser in einem Team spielte, hatte Mitspieler und frühere Weggefährten um eine kurze Videobotschaft gebeten, sein Bruder Manuel hatte die Huldigungen zu einem Beitrag geschnitten.

Dabei erschienen zum Ent­zücken nicht nur Sascha Mosers unter anderem der frühere Trainer Othmar Capaul oder der (ebenfalls fast schon legendäre) Goalie Simon «Tschüss» Ade auf der Leinwand.

Die Spieler genossen den Abend ebenso wie die Fans – auch wenn die Emotionen nicht mehr so hoch gingen wie vor zwei Wochen. Beobachter erkannten, dass sich anders als an der spontanen Meisterfeier in der Widnauer «Habsburg» inzwischen alle Spieler ihrer Eishockeyausrüstung entledigt hatten.

Die genaue Zusammensetzung der Mannschaft in der nächsten Saison war bisher ein gut gehütetes Geheimnis von Sportchef Fabian von Allmen: «Wir haben während den Playoffs absichtlich keine Kadermutationen bekannt gegeben.» So konnte sich die Mannschaft ohne störende Nebengeräusche auf den sportlichen Erfolg fokussieren.

Wie aber schon mehrmals angekündigt, bleibt die Mannschaft im Wesentlichen zusammen. Die wichtigste Personalie betrifft die Trainer: Chef Roger Nater und Adrian Heule werden auch in der kommenden Spielzeit an der Bande stehen.

Nicht mehr dabei sind dagegen nebst Capitano Sascha Moser die Spieler Tino Sutter, Dario Bärtsch, Pascal Obrist und Dominik Schawalder. Sie alle werden die Saison 2018/19 in der zweiten Mannschaft des SC Rheintal bestreiten, die in der 4. Liga spielt.

Dazu kommen die Abgänge von Janick Diener – der aus Heris­au stammende Familienvater verlässt den SCR nach vier Jahren – und mit grosser Wahrscheinlichkeit von Sin Schläpfer. Er wird im Herbst sein Sportstudium in Magglingen beginnen. Alle Abgänger werden zu Beginn der nächsten Saison an einem Heimspiel gebührend verabschiedet.

Neu im Kader stehen Rückkehrer Dominic Pfeiffer, der sich nach einem Jahr Pause wieder dem SCR anschliesst und mit Christoph Scherrer der bisher einzige echte Zuzug. Der 26-jährige Verteidiger stammt vom EHC Uzwil. Mit 17 Jahren schloss sich Scherrer Davos’ Elite-Junioren an, ehe er in die 1. Liga wechselte. Die letzten zwei Saisons bestritt Scherrer bei den Eisbären St. Gallen in der 3. Liga. Fest verpflichten konnte der SC Rheintal zudem Janis Manser von Rapperswil-Jona, der bereits letzte Saison mit einer B-Lizenz in Widnau spielte.

Ein paar Zuzüge dürften noch folgen

Noch offen ist die Zukunft von Verteidigungsminister Nicolas Paul, Yves Breitenmoser und Dario Bartholet. Die restlichen Spieler bleiben dem SC Rheintal erhalten.

Nach jetzigem Stand ist das Kader weniger breit als in der Vorsaison. «Wir werden sicher noch den einen oder anderen externen Zuzug fixieren», sagt von Allmen. Insgesamt dürfte die Mannschaft aber nominell leicht schwächer werden, weshalb der Sportchef die im Umfeld spürbare Euphorie dämpft: «Unser primäres Ziel ist es, dass wir uns in der 1. Liga etablieren.»

SCR-Kader 2018/19

Bisherige: Ramon Metzler, Fabian Lütscher, Marco Berweger, Luca Binder, Sandro Bar­tholet, Renato Engler, Damian Holenstein, Manuel Holenstein, Pascal Knöpfel, Haris Sabanovic, Sandro Stoop, Adrian Ströhle.

Zuzüge: Janis Manser (Rapperswil), Dominic Pfeiffer (Rückkehr), Christoph Scherrer (Eisbären SG), Pascal Kuster (Nachwuchs).

Abgänge: Sascha Moser, Tino Suter, Dario Bärtsch, Pascal Obrist, Dominik Schawalder (SCR II), Janick Diener (?), Sin Schläpfer (Studium).

Noch offen: Nicolas Paul, Yves Breitenmoser, Dario Bartholet.

Trainer: Roger Nater (bisher).

Co-Trainer: Adrian Heule (bisher).

Sportchef Fabian von Allmen ist der Mann, der die Erfolgsmannschaft zusammengestellt hatte. «Ich merkte und merke bei den Verhandlungen sehr schnell, welche Spieler sich mit dem SCR identifizieren können.»

Er hat vor einem Jahr die Gunst der Stunde genutzt und gleich einige Hochkaräter, die ihre Ausbildung beim SCR absolviert hatten, zurück nach Widnau lotsen können. «Es steht ausser Diskussion, dass wir für die 2. Liga eine überdurchschnittlich talentierte Mannschaft hatten.» Ebenso wichtig sei aber auch der Zusammenhalt des Teams gewesen: «Sonst hätten wir diese Erfolge nicht erzielen können.»

Das soll auch ab nächstem Herbst der Schlüssel zum angestrebten Erfolg sein. Finanzielle Abenteuer werde sich der SC Rheintal weiterhin nicht leisten. Die Saison in der seit einem Jahr entschlackten 1. Liga wird gemäss dem Sportchef 10 000 bis höchstens 15 000 Franken mehr kosten als bisher. (ys)

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