Entwässerung im Mai in Betrieb

Die Delegiertenversammlung des Abwasserwerks Rosenbergsau ging am Donnerstag im Restaurant Rössli rasch und ohne Diskussionen über die Bühne. Alle neu geplanten Anlagen liegen im Zeitplan.

Kurt Latzer
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Christa Köppel, Vizepräsidentin des Verwaltungsrates der ARA Rosenbergsau, würdigte die «immense» Arbeit des Präsidenten Andreas Eggenberger, der neben all der Arbeit die Gemeindefusion zu stemmen gehabt habe. (Bild: Kurt Latzer)

Christa Köppel, Vizepräsidentin des Verwaltungsrates der ARA Rosenbergsau, würdigte die «immense» Arbeit des Präsidenten Andreas Eggenberger, der neben all der Arbeit die Gemeindefusion zu stemmen gehabt habe. (Bild: Kurt Latzer)

Die Traktanden der Versammlung waren innert einer guten Viertelstunde abgehakt. Dem Jahresbericht des Präsidenten Andreas Eggenberger, der Rechnung 2018 und dem Budget 2019 stimmten die 24 Delegierten diskussionslos zu. In der Rechnung 2018 resultierte ein Gesamtaufwand von 5,74 Mio. Franken. Auf den budgetierten Bezug aus der Betriebsreserve in der Höhe von 694000 Franken konnte der Verwaltungsrat verzichten. Der Aufwandüberschuss von 62000 wurde aus der Reserve entnommen, die mit Stand Ende Dezember 2,865 Mio. Franken beträgt. Im Budget 2019 rechnet der Verwaltungsrat mit einem Gesamtaufwand von 5,21 Mio. Franken und einem Ertragsüberschuss von gut einer halben Million Franken.

Knapp 1000 Tonnen Klärschlamm

In der Investitionsrechnung 2019 sind Ausgaben von 3,45 Mio. Franken budgetiert, wovon 1,39 Mio. Franken für die Sanierung des Frischschlammbunkers und den Neubau eines Hochwasserpumpwerks Höchstern (als Ergänzung zum bestehenden Pump­werk) vorgesehen sind. Die verbleibenden 2,06 Mio. Franken sind für die laufenden Bauprojekte Faulschlammentwässerung und Ersatz der Rechenanlage vorgesehen. Wie Andreas Eggenberger in seinem Bericht sagte, rechnet der Verwaltungsrat im Mai mit der Inbetriebnahme der neuen Faulschlammentwässerung. Die ersten Erfahrungen mit den neuen Rechen bezüglich Reinigungsleistung seinen positiv. Die für den Abwasserwert geltenden Bestimmungen sind laut Eggenberger eingehalten worden, mit Ausnahme des für Nitrit gültigen Richtwertes.

2018 fielen 949 Tonnen Klärschlamm an (Trockensubstanz), was unter dem langjährigen Mittel liege. Wegen der Leerung der Faulräume für deren Sanierung wurde 2017 mehr Trockensubstanz abgeführt. Der Klärschlamm wurde in der Kläranlage Altenrhein entwässert und im Zementwerk Untervaz als Brennstoff verwendet.

Viel Arbeit mit der ARA – und dann noch die Fusion

Ausser Christa Köppel, Vize-Präsidentin des «Rosenbergsau»-Verwaltungsrates, nutzte niemand die allgemeine Umfrage. Neben der Arbeit aller Ratsmitglieder, der Delegierten und den Leuten, die in der ARA arbeiten, würdigte sie vor allem das Engagement von Andreas Eggenberger. In Zusammenhang mit dem Abwasserwerk liege ein sehr arbeitsintensives Jahr hinter ihm, dazu die Aufgaben zur geplanten Gemeindefusion Rebstein-Marbach. So hatte sich der Verwaltungsrat im vergangenen Jahr allein mit 15 Hauptgeschäften zu befassen, darunter der Bericht der Variantenstudie Hochwasserpumpwerk Höchstern, mit dem technischen Bericht zum Entlastungskonzept, der Konstituierung der Delegiertenversammlung und der Geschäftsprüfungskommission, der Einführung des Rechnungsmodells der St. Galler Gemeinden, um nur ein paar zu nennen. Der Zweckverband Abwasserwerk Rosenbergsau war verpflichtet worden, ab diesem Jahr Buchführung und Rechnungslegung den Neuerungen anzupassen.