Energieeffizient bauen

Im Seminar «Bauen und Erneuern» boten die Rheintaler Raiffeisenbanken eine Fülle topaktueller und nützlicher Informationen zum energiebewussten Bauen. Um die 150 Interessierte kamen.

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«Energie sparen erhöht die Lebensqualität», von links: Thomas Haas, Silvia Gemperle, Andreas Schmid, Bosco Büeler, Christine Schawalder. (Bild: pd)

«Energie sparen erhöht die Lebensqualität», von links: Thomas Haas, Silvia Gemperle, Andreas Schmid, Bosco Büeler, Christine Schawalder. (Bild: pd)

Rebstein. 150 Personen waren der Einladung der Rheintaler Raiffeisenbanken ins ri.nova impulszentrum gefolgt, um sich über den neuesten Stand des energieeffizienten Bauens zu informieren, vom Säugling bis zum frisch pensionierten Gwerbler. «Das Thema bewegt», stellte die Seminarverantwortliche Christine Schawalder fest. «Unsere Ressourcen sind nicht unerschöpflich und die tragischen Ereignisse in Japan machen klar, dass wir auf alternative Energien setzen sollten.»

Fördergelder richtig beantragen

Welche Energieträger sind zu empfehlen? Welche Baumaterialien soll man wählen? Und wie lässt sich das Haus oder die Renovation finanzieren? Das Raiffeisen-Seminar bot solide Entscheidungsgrundlagen für Bauherrinnen und Bauherren. Silvia Gemperle, Projektleiterin Energie und Bauen beim Amt für Umwelt und Energie des Kantons St. Gallen, stellte die aktuellsten Förderinstrumente von Bund, Kanton und Gemeinden vor. Im Internet zeigt die Seite www.dasgebäudeprogramm.ch das Vorgehen auf. Fördergelder seien zu beantragen, bevor man bauliche Massnahmen ergreife, unterstrich die Referentin. In der Folge führte sie durch den Dschungel der Minergie-Qualitätslabels – vom Minergie-Haus über den Minergie-P-Bau (Passivhaus) bis zum Minergie A-Haus, das als Null-Energiehaus bekannt ist.

Thomas Haas und Andreas Schmid, Leiter Kredite der Raiffeisenbanken Mittelrheintal und Diepoldsau-Schmitter, stellten die verschiedenen Hypothekarmodelle vor: die variable Hypothek, die stark nachgefragte Festhypothek, die flexible LiborFlex Hypothek und die Eco-Hypothek, die das ökologische Bauen mit günstigen Konditionen fördert. Als Grundregel gilt: Wer baut, muss 20 Prozent der Anlagekosten selbst aufbringen. Ausserdem sollte die laufende Belastung für das Eigenheim ein Drittel des Bruttoeinkommens nicht übersteigen.

Wichtige Baudetails

Zurück zur umweltbewussten Baupraxis: Als weltweit vernetzter Baubiologe lenkte der Flawiler Architekt Bosco Büeler die Aufmerksamkeit der Teilnehmenden auf wichtige Baudetails, vom unerlässlichen Sonnenschutz am Minergiehaus über den Netzfreischalter für den gesunden Schlaf bis zum Zentralstaubsauger und zur nischenreichen Naturstein-Gartenmauer. Selbst Altbauten können nach Minergiestandard saniert werden. So lässt sich der ausgediente Öltank zum Niedertemperaturspeicher oder Regenwassertank umnutzen. Auf www.gesundes-haus.ch findet sich eine Fülle von Informationen zum ökologischen und baubiologischen Bauen und Sanieren. «Energiesparen verleiht neue Lebensqualität», davon sind nebst Bosco Büeler auch die Rheintaler Raiffeisenbanken überzeugt. Sie luden die Seminargäste im Anschluss zu einem reichhaltigen Apéro ein. (pd)

www.raiffeisen.ch

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