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«Energie war so stark, dass ich aus dem Text fiel»

Der in Diepoldsau aufgewachsene Lehrer, Musiker und Songwriter Thomas Kühnis riss als Shem Thomas bei «The Voice of Switzerland» das Publikum und die Jury von den Sitzen. Der Gitarrist und Strassenmusiker ist gut unterwegs, ein nationaler Star zu werden. Unserer Zeitung gewährte er ein Exklusiv-Interview.
René Schneider
Thomas Kühnis aus Diepoldsau als Shem Thomas. (Bild: pd)

Thomas Kühnis aus Diepoldsau als Shem Thomas. (Bild: pd)

Shem Thomas, erkennen die Menschen Sie jetzt auf der Strasse?

Shem Thomas: Nein. Ich bin ja auch erst einmal in der Show aufgetaucht. Aber ich hätte bestimmt Freude, wenn man mich anspricht.

Ist der Auftritt aus Ihrer Sicht ein Erfolg oder erst ein Teilerfolg?

Shem: Meine Vision von Musikmachen ist, Menschen zu berühren. Auf meine Blind-Audition hin haben mir viele Menschen geschrieben, dass es ihnen gefallen hat oder dass sie berührt wurden. Das hat mich sehr gefreut und auch mich berührt. Für mich ist das ein Erfolg. Alles Weitere wird sich zeigen.

Hatten Sie einen Coach zur Vorbereitung auf den grossen «Voice»-Auftritt?

Shem: Nein. Ich wollte einfach mal hingehen, mein Ding machen und schauen was passiert.

Haben Sie Bühnen-Erfahrung?

Shem: Im kleineren Rahmen habe ich schon einige Erfahrungen gesammelt, aber eine grosse Bühne wie bei «The Voice» mit mehreren Hundert Zuhörern ist neu für mich. Und ich muss gestehen, ich finde es obergeil. Irgendwie geht ein Traum bei mir in Erfüllung, wenn ich auf so einer Bühne performen kann, und wenn ich spüre, dass sich beim Zuhörer und bei mir etwas in Bewegung setzt.

Wo sind Sie bisher aufgetreten?

Shem: In meiner Jugendzeit im Rheintal mit verschiedenen Bands, Formationen und Projekten. Ich bewegte mich in verschiedenen Musikstilen, Rock, Pop, Jazz und Hip-Hop, und begann schon früh, eigene Songs zu schreiben, damals noch als Eastern Atlantic.

Was hat sich verändert?

Shem: Ich fühle mich innerlich reich und glaube, all dies in meiner Musik leben zu können. Ich weiss heute besser, was ich will.

Was denn?

Shem: Ich will als Künstler und Musiker etwas Eigenes kreieren. Ich möchte eigene Songs oder eigene Interpretationen von Songs nach aussen tragen. Ich möchte einfach der Shem Thomas sein. Etwas Eigenes heisst für mich nicht, es alleine auf die Beine zu stellen, im Gegenteil. Die Zusammenarbeit im Team kann sehr fruchtbar sein.

Treten Sie regelmässig auf?

Shem: Seit etwa zwei Jahren mache ich immer wieder mal Konzerte. Ich habe in Bars, kleinen Clubs, Cafés, an Privatanlässen, kleinen Festivals in der Schweiz und oft Strassenmusik gespielt.

Sie sind in Diepoldsau aufgewachsen und leben in Zürich. Wie?

Shem: Momentan wohne ich in einer WG mit alten Freunden. Mein Probenraum ist jedoch noch immer im Rheintal. Grundsätzlich suche ich ein Wohn-Atelier im Grünen in der Nähe von Zürich. Nebenberuflich arbeite ich als Primarlehrer in Stellvertretungen.

Wie erlebten Sie den «Blindtest» vor der «Voice»-Jury?

Shem: Ich fand es angenehm, dass mich die Coaches nur hören durften. Es war für mich überwältigend, als die Menschen begannen aufzustehen, zu klatschen und zu pfeifen. Es war eine so starke Energie, dass ich für kurze Zeit aus dem Text fiel.

Hatten Sie zuvor bei anderen Casting-Formaten mitgemacht?

Shem: Ja. Bei der ersten Staffel Music-Star vor etwa zehn Jahren. Ich ging mehr aus einem Gwunder zum Vorsingen. Als sie mich dann für die Show wollten, bekam ich kalte Füsse und machte einen Rückzieher.

Warum haben Sie den alten Cat-Stevens-Song gewählt?

Shem: Ich bin damit gross geworden. Ich kenne den Song seit ich begonnen habe, Gitarre zu spielen und zu singen. Ich erinnere mich gut, wie ich den Song das erste Mal hörte, wie er mir direkt ins Herz ging. Bei mir ist es immer ein Gefühl, das mich zu etwas hin zieht oder nicht. Beim Musikmachen ist mein Kopf irgendwie ausgeschaltet.

Was erwarten Sie vom «Voice»-Spektakel?

Shem: Ich möchte vorwiegend Musik und Kunst machen in meinem Leben. «The Voice of Switzerland» gibt mir vielleicht die Möglichkeit, Menschen auf mich als Musiker aufmerksam zu machen. Mein Ziel ist, bald ein eigenes Album oder eine EP zu produzieren. Ideen sind genug da. Es fehlen noch Mittel und Mitstreiter. Vielleicht finden mich jetzt andere Musiker, Produzenten, Agenturen, Labels, die interessiert sind, mit mir zusammenzuarbeiten.

Mit welchem Song beglücken Sie uns in der nächsten Runde?

Shem: Das darf ich noch nicht sagen. Die nächste Hürde bei «The Voice» sind die sogenannten Battles. Mein Coach Stefanie Heinzmann hat die nicht einfache Aufgabe, die Paarungen sowie den Song auszuwählen. Ich werde dann gegen ein anderes Talent in meinem Team antreten und einen Song zusammen performen. Einer von uns beiden wird weiterkommen.

Wir im Rheintal drücken natürlich die Daumen.

Shem: Danke. Ich freue mich auf diese neue Herausforderung. Das Battle wird aufgezeichnet und am 15. März im Schweizer Fernsehen ausgetragen. Das genaue Datum und jegliche Infos und News rund um Shem Thomas werde ich auf meiner Facebook-Seite und meiner Homepage ankündigen.

www.shemthomas.com; shem.thomas@gmail.com

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