Eltern und Schule arbeiten zusammen

ST.MARGRETHEN. Seit 2006 gibt es das Netzwerk Wiesenau. Nun blickten die Beteiligten aufs 6. Jahr zurück. Einmal mehr ist aus der Zusammenarbeit zwischen Eltern und Schule eine Reihe von Projekten entstanden.

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Ein «Hexen-Fondue» zur Feier eines erfolgreichen Netzwerk-Wiesenau-Jahres: Vor dem Schulhaus Wiesenau lassen beteiligte Eltern und Lehrpersonen die Jahresschluss-Sitzung gemütlich ausklingen. (Bild: egp)

Ein «Hexen-Fondue» zur Feier eines erfolgreichen Netzwerk-Wiesenau-Jahres: Vor dem Schulhaus Wiesenau lassen beteiligte Eltern und Lehrpersonen die Jahresschluss-Sitzung gemütlich ausklingen. (Bild: egp)

ST. MARGRETHEN. Am Netzwerk Wiesenau beteiligten sich fünf Lehrpersonen inklusive Schulleitung, der Hauswart und rund 25 Eltern von Kindern, die im St. Margrether Schulhaus Wiesenau in den Kindergarten oder in die Primarschule gehen.

Sie wollen mit Spass das Schulleben noch bunter und abwechslungsreicher gestalten sowie Kontakte zwischen den Familien im Quartier fördern. Mittun können alle Eltern, die sich engagieren möchten. An der Jahresschluss-Sitzung berichteten die verschiedenen Arbeitsgruppen von ihren Aktivitäten im ablaufenden Kalenderjahr 2011.

Für Kinder und Familien

Seit seiner Gründung organisiert das Netzwerk Wiesenau das jährliche Schulhaus-Fest, das sich längst zu einem Quartier-Fest entwickelt hat. Dieses Jahr bildete es den Abschluss der grossen, klassenübergreifenden Projektwoche zum Thema «Mittelalter». Wöchentlich ist im Schulhaus Wiesenau die Netzwerk-Ludothek offen. Ein Elternpaar organisiert den Einkauf von neuen Spielen ebenso wie die Ausleihe an die Kinder. Im Spätsommer wurde ein Freizeitprogramm angeboten, um den Kindern und ihren Eltern neue Hobbies näherzubringen.

Es gab eine Velotour an den nahen Bodensee, ein Esdo-Kampfsport-Probetraining, einen Bollywood-Tanzkurs und die Möglichkeit zum Ponyreiten für die kleineren Kinder.

Kino, Kleiderbörse, Zeitung

Seit Sommer 2011 unterstützt das Netzwerk Wiesenau die neue Schülerzeitung «Jetzt schreiben wir!» des Schulhauses Wiesenau. Diese erscheint quartalsweise, und für die Redaktion zeichnen einige Kinder der 6. Klasse verantwortlich. Drei Netzwerk-Mitglieder amten als Redaktions-Assistentinnen. Auch dieses Jahr fand der beliebte Netzwerk-Familien-Kinoabend statt: In der Aula des Schulhauses wurde ein Familienfilm gezeigt, dazu gab es Popcorn und in der Pause ein Glace für alle als Überraschung.

An den Schulbesuchstagen organisierte das Netzwerk-Team eine Kleiderbörse und lud zu Kaffee und Kuchen. Schliesslich wirkten Netzwerk-Mitglieder auch bei der Organisation des Dorf-Fasnachtsumzuges mit.

Kontakte knüpfen und pflegen

Neben all den Anlässen geht es im Netzwerk Wiesenau aber auch darum, Kontakte zu knüpfen und zu pflegen. So werden die zwei grossen Sitzungen im Jahr – die Planungs- und die Auswertungssitzung – nach dem offiziellen Teil zu einem gemütlichen kleinen Fest, an dem der persönliche Austausch im Zentrum steht.

Netzwerk-Co-Leiter und Elternvertreter Hans-Peter Aeberhard hatte dieses Jahr für eine Überraschung gesorgt: Er bestellte ein «Hexen-Fondue», das in kalter Nacht vor dem Schulhaus gemeinsam genossen wurde. Im Februar startet das Netzwerk Wiesenau ins siebte Jahr und bespricht neue Ideen, um das Schulleben für die Kinder und ihre Familien zu bereichern. Dann können auch neue Eltern dazustossen und mitwirken.

Gewinn in doppelter Hinsicht

Für die Primarschuleinheit Wiesenau in St. Margrethen sind die Unterstützung und das Interesse von Seiten der Eltern ein grosser Gewinn: Zum einen sind es die konkreten Projekte, die verwirklicht werden und der Schule zugutekommen, zum anderen sind freundschaftliche Beziehungen entstanden, und die Identifizierung der beteiligten Eltern aus allen Kulturkreisen mit der Schule ist spürbar grösser. So sind heute noch Eltern aktiv mit dabei, deren Kinder mittlerweile in die Oberstufe gehen oder gar schon eine Lehre machen. (egp)